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Tausende Schrottautos blockieren Parkplätze

Abgemeldete Fahrzeuge Tausende Schrottautos blockieren Parkplätze

In Hannover blockieren Tausende Schrottautos die sowieso schon knappen Parkplätze. Rund 6000 dieser nicht mehr zugelassenen Autos registriert der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha jedes Jahr auf Straßen und Plätzen in der Landeshauptstadt.

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Ein Schrottauto in der Ritterstraße.

Quelle: Alexander Körner

Hannover. Im vergangenen Jahr wurden in Hannover 5829 Autos ohne Kennzeichen am Straßenrand entdeckt, die schließlich im Auftrag von Aha abtransportiert wurden. 2014 waren es genau 6000 Schrottautos und im Jahr 2013 zählte das Unternehmen sogar 6363 Wagen. Bis zum September dieses Jahres hat Aha schon 3900 abgemeldete Autos am Straßenrand gefunden. Wie viele Schrottautos seit Monaten unentdeckt an den Straßen stehen, ist unklar. Die Zahl der abgeholten Schrottautos liegt damit sogar deutlich höher als in Hamburg. In der mehr als dreimal so großen Hansestadt haben die dort zuständigen Bezirksämter im Vorjahr knapp 3000 abgemeldete Autos abholen lassen.

Meist entdecke einer der Abfallfahnder von Aha die abgemeldeten Autos, berichtet Unternehmenssprecherin Helene Herich. Oft hätten die Wagen zwar noch Kennzeichen, doch seien die Zulassungssiegel abgekratzt. Die Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebs kleben dann auf die Vorderscheibe einen orangefarbenen Zettel, mit dem der Eigentümer des Wagens aufgefordert wird, ihn zu entfernen. Die Frist dafür beträgt einen Monat. Für die Halter wird das teuer, wenn er noch feststellbar ist.

Nach Verstreichen der Frist lässt Aha die Autos abholen und bringt sie zu einem Sammelplatz, wo sie noch einmal etwa einen Monat aufbewahrt werden. Das Auto wird verschrottet, wenn der Eigentümer seinen Wagen in dieser Zeit nicht abholt - was nur selten vorkommt. Über die Fahrgestellnummer sind die letzten Halter auch dann ausfindig zu machen, wenn die Kennzeichen fehlen. Aha entstehen durch die Schrottautos keine Kosten. Das Unternehmen hat mit einem Verwertungsbetrieb einen Vertrag geschlossen, dieser deckt mit den möglichen Erlösen aus den Schrottautos seine Kosten.

Das kann teuer werden

Für den Halter wird es in jedem Fall teuer: Wenn er den Wagen während der ersten Vierwochenfrist wieder von der Straße abholt, muss er dennoch eine Verwaltungsgebühr von 75 Euro und ein Ordnungsgeld von rund 80 Euro zahlen. Holt der Halter den Wagen vom Sammelplatz ab, kommen zur Verwaltungsgebühr noch 165 Euro fürs Abschleppen hinzu. Wird das Auto zwangsverschrottet, wird gegen den Halter ein Strafverfahren wegen umweltgefährdender Abfallbeseitigung eingeleitet. Beliebte Abstellplätze befinden sich in der Nähe von kleineren Autowerkstätten oder Gebrauchtwagenhändlern. Es wird vermutet, dass eher unseriöse Händler ihre Autos, die sie nicht loswerden, einfach auf die Straße stellen.

Privatleute müssen aber nicht unbedingt hohe Kosten fürchten, wenn sie ihr Altauto auf legalem Weg los werden wollen. Je nach Fabrikat und Zustand des Wagens zahlen Schrotthändler für ein Altauto noch 100 Euro oder mehr, weil sie den Wagen dann ausschlachten und weiter verkaufen können.

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