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Der Trend geht zum Großevent

Hochzeitsmesse im HCC Der Trend geht zum Großevent

Mehr als 5000 Besucher schlenderten am Wochenende über die Hochzeitsmesse im HCC - mehr als in den vergangenen Jahren. Heiraten ist wieder trendy: „Je schnelllebiger die Zeit, umso stärker sind offenbar feste Bindungen und Beständigkeit gefragt“, sagt Anne Thiet vom Messeveranstalter AVR.

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„Da muss man früh anfangen zu planen“: Jowita Gartzke berät die künftige Braut Xenia Tkatschenko.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Sitzt. Die Braut in spe blickt über die Schulter in den Spiegel: „Der Schnitt gefällt mir“, sagt Xenia Tkatschenko, „und bewegen kann ich mich darin auch ganz gut.“ Die 24-Jährige ist eigens aus Helmstedt zur Hochzeitsmesse ins HCC gekommen - und hat hier mehr als 1000 Brautkleider zur Auswahl. „Der Trend geht zur tiefen Taille und zum Rückenausschnitt“, sagt Brautmodenhändlerin Jowita Gartzke. „Außerdem sind Spitzenapplikationen in Tattoo-Optik angesagt.“ Xenia Tkatschenko hat noch etwas Zeit; sie will erst im Frühjahr 2017 heiraten: „Aber es soll eine große Feier mit vielen Gästen sein“, sagt sie, „da muss man früh anfangen zu planen.“

Mehr als 5000 Besucher schlenderten am Wochenende über die Hochzeitsmesse im HCC - mehr als in den vergangenen Jahren. Heiraten ist wieder trendy: „Je schnelllebiger die Zeit, umso stärker sind offenbar feste Bindungen und Beständigkeit gefragt“, sagt Anne Thiet vom Messeveranstalter AVR. Dabei wird der große Tag immer stärker zum professionell durchgeplanten Großevent. Viele Paare sind bei der Trauung heute schon Mitte dreißig, und anders als früher sind oft beide berufstätig: „Häufig haben sie mehr Geld als Zeit“, sagt Kai Lüpkes.

Auch Schmetterlinge sind buchbar

Der 32-Jährige ist professioneller „Wedding-Planer“. Er organisiert Feiern von der Tischdekoration bis zum Showprogramm: „Das Paar ist dann entlastet und bekommt einen reibungslosen Ablauf - alles aus einer Hand“, sagt er. Im Trend liegen Mottohochzeiten, bei denen von der Einladung bis zur Tischdeko alles aufeinander abgestimmt ist: „Wir haben als roten Faden schon das Thema Märchen oder die Swinging Sixties gehabt“, sagt Lüpkes. „Auf Wunsch machen wir sogar Heiratsanträge.“ Die Sache zwischen Mann und Frau mag uralt sein - doch sie unterliegt einem ständigen Wandel. Und das Hochzeits-Business ist - bei aller Romantik - eine wachsende Branche: Gut 70 Aussteller zeigen im HCC Ringe und Dekorationen; Fotografen und Floristen sind hier, DJs, Videografen und Haarentferner. Zauberer und Musiker bieten ihre Dienste an. Brautpaare können sogar Schmetterlinge buchen, die - statt klassischer Tauben - in den Himmel fliegen.

Ein Blickfang zwischen den Ständen ist die Stretch-Limousine: ein Hummer H2, elf Meter lang. „Drei Stunden kosten 900 Euro“, sagt Kevin Gellrich, der solch extravagante Hochzeitsautos verleiht. Eigentlich hat der Wagen 26 Sitzplätze. „In Deutschland dürfen aber nur acht belegt werden“, sagt Gellrich. Da setzt die Straßenverkehrsordnung dem jungen Glück strikte Grenzen.

Glückes Schmied

Der Springer Schmied und Künstler 
Andreas Rimkus hat eine „Mobile Hochzeitsschmiede“: Paare dürfen bei der Feier eigenhändig ein Herz schmieden. „Sie kreieren aus den vier Elementen etwas, das ein Leben lang hält und einmalig ist“, sagt er. Preis für eine halbe Stunde Schmieden: Etwa 490 Euro.

Briefe von morgen

Markus Madleners Firma Zeitbote ist der „erste lizenzierte Postdienstleister für Briefe in die Zukunft“: Gäste können Briefe ans Hochzeitspaar schreiben, die übers Jahr verteilt zugestellt werden – oder auch erst zur Silberhochzeit. Kostenpunkt für 25 Briefe mit 25-jähriger Lieferzeit: 339 Euro.

Süßes mit Herz

Angesagt bei Hochzeiten sind derzeit „Candy-Bars“ wie die von Claudia Nitziol: Die Bar, an der Gäste mit Süßem versorgt werden, ist im Idealfall farblich auf die Tischdekoration abgestimmt. Und wenn der Festgesellschaft der Sinn eher nach starken Getränken steht, gibt es alternativ auch Whiskey- oder Zigarrenbars im Stil der Sechzigerjahre.

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