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Aus der Stadt Stimmungsvoller Feuerzauber im Großen Garten
Hannover Aus der Stadt Stimmungsvoller Feuerzauber im Großen Garten
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00:15 24.05.2016
Von Simon Benne
Eindrucksvoller Beitrag des französischen Teams zum diesjährigen Auftakt des Feuerwerkswettbewerbs im Großen Garten. Quelle: Eberstein
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Hannover

"Bonjour, Hanovre!", rufen die Clowns - und ernten großen Applaus, als sie im Großen Garten auf die Bühne treten. Es ist eine sehr bunte Zirkustruppe, die sich im Vorprogramm des Feuerwerks präsentiert: Junge Artisten aus dem französischen Rouen und Hannover zeigen Akrobatik und Tanzeinlagen. "Im vergangenen Jahr waren wir in Rouen", sagt Tobias Beyer, der Direktor des Zirkus Salto vom Haus der Jugend: "Unsere Jugendlichen waren total beeindruckt - schließlich ist Frankreich das Land des Zirkus."

Jetzt sind französische Jungartisten im Gegenzug vom Ensemble MJC in den Großen Garten gekommen - und sie sind nicht minder begeistert von der barocken Szenerie. "Dieser Garten ist einfach großartig – magnifique", schwärmen Jean Baptiste, Fallou, Jules und Paul. Der Auftakt des diesjährigen Internationalen Feuerwerkswettbewerbs steht ganz im Zeichen Frankreichs: Im Gartentheater spielt die Band La Maison Tellier aus Rouen ihre eingängigen Melodien, außerdem intoniert die Band Papanosh jazzige Klänge - und natürlich sind auch die Stelzenläufer zwischen den Hecken teils in altfranzösische Kostüme gewandet.

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Es ist ein französisches Spektakel: Mehr als 10.000 Besucher sind in den Großen Garten gekommen. Dabei präsentieren sich Kleinkünstler aus Frankreich: Hannover und Rouen feiern an diesem Wochenende das 50. Jubiläum ihrer Städtepartnerschaft. Bei einem Festakt im Neuen Rathaus haben Vertreter aus Rouen und Hannover die Städtepartnerschaft der beiden Orte gewürdigt.

Hannover feiert an diesem Wochenende das 50-jährige Bestehen seiner Städtepartnerschaft mit Rouen. Am Vormittag gab es einen offiziellen Festakt im Rathaus, bei dem die Völkerverständigung beschworen wurde. Am Abend trug sich dann der französische Botschafter Phillippe Etienne ins Goldene Buch der Stadt ein - im kleinen Kreis.

Der Feuerzauber in Herrenhausen hingegen ist ein Massenevent: Etwa 10.500 Besucher flanieren durch den Großen Garten, etliche haben Picknickdecken mitgebracht. Am Einlass hatten sich lange Schlangen gebildet, teils mussten die Besucher lange anstehen, um in den Garten zu gelangen.

Während sich langsam die Sonne senkt, breiten Irmgard Reimer und ihre Familie ihre weitläufigen Picknickdecken im Garten aus: "Ein wundervoller Abend", schwärmt die 62-Jährige, während sie Melone, Wurst und Brezeln auftischt. Nebenan schwingt Jürgen Schmieding ein französisches Fähnchen: "Ich habe französische Freunde und drücke Frankreich beim Wettbewerb die Daumen", sagt der 61-Jährige. "Die Partnerschaft zwischen Hannover und Rouen liegt mir sehr am Herzen – denn unsere Länder sind sich sehr nahe."

An diesem Abend steht das Feuerwerk der Compagnie Pok sous les étoiles auf dem Programm. Showdesigner Martin Sylvos hat Hunderte von echten Kerzen im Garten aufgestellt: "Wir wollen so die Linien und Geometrien sichtbar machen", sagt er. Ein Konzept, dass gut in die barocke Anlage passt. Die frankophile Kurfürstin Sophie, die hier vor gut 300 Jahren promenierte, hätte an dem französischen Spektakel wohl ihre Freude gehabt...

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Ganz im Zeichen des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft von Hannover und Rouen eröffnete das französische Team der Compagnie Pok sous les étoiles den 26. Internationalen Feuerwerkswettbewerb 2016 in den Herrenhäuser Gärten. 

Es ist ein sehr stimmungsvoller Feuerzauber: Zum Pflichtstück aller Wettbewerbsteilnehmer, einem Concerto Grosso von Arcangelo Corelli, lässt die Compagnie Gold vom Himmel regnen. In der Kür folgen Fontänen unter anderem zu David Bowies "Starman". Mit offenem Mund verfolgt der siebenjährige Carl, der auf den Schultern seines Vaters sitzt, das Spektakel. "Toll", sagt der Junge. Mit dieser Meinung steht er nicht allein da.

Das ist Rouen

Rouen gehört zu den größten Städten in der Normandie im Norden von Frankreich. Durch die 110.000-Einwohner-Stadt fließt die Seine. Das Stadtbild wird von der gotischen Kathedrale Notre Dame beherrscht, viele alte Gebäude sind in der Innenstadt erhalten; das Bild wird von normannischem Fachwerk geprägt. Sehenswert ist auch der Pestfriedhof und das Beinhaus Laître Saint-Maclou. Bekannt ist Rouen auch dafür, dass in der Stadt am 30. Mai 1431 die französische Nationalheldin Jeanne d’Arc im Alter von 19 Jahren auf dem Marktplatz auf einem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

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Die Städtepartnerschaft von Hannover mit dem französischen Rouen besteht 2016 genau 50 Jahre. Impressionen aus der Stadt in der Normandie.

Hannovers Partnerstädte

Hannover pflegt seit vielen Jahren mehrere Partnerschaften mit Städten in Europa und anderen Teilen der Welt. Ein Überblick.

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Eine Zusammenstellung der Partnerstädte von Hannover.
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