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Taxifahren in Hannover soll nachts teurer werden

Forderung Taxifahren in Hannover soll nachts teurer werden

Die Taxiunternehmen wollen in Zukunft höhere Beträge kassieren, vor allem zu nächtlicher Stunde sollen die Fahrten deutlich teurer werden. Das fordert der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen.

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Die Dieselkosten steigen, die Nachfrage nimmt ab: Taxifahrten sollen teurer werden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Stimmt die Politik den Plänen zu, müssen Fahrgäste künftig werktags zwischen 22 und 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen einen Aufschlag bezahlen. Die entsprechende Anträge hat der Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) bei Stadt und Region beantragt. Noch aber ist nichts entschieden. Weder im Stadtrat noch in der Regionsversammlung ist über eine mögliche Fahrpreiserhöhung bisher diskutiert worden. Beide Gremien müssen einer Preissteigerung zustimmen. „Vor Herbst wird es im Rat der Stadt keine Entscheidung dazu geben“, sagte gestern Stadtsprecher Udo Möller.

Die Taxi-Unternehmen fordern bereits seit August 2010 eine kräftige Erhöhung des Grundpreises. Der beträgt derzeit 2,50 Euro, geplant ist ein Anstieg auf 5,80 Euro. Zu nächtlicher Stunde sollen Fahrgäste 6,10 Euro zahlen. In dem Grundpreis enthalten ist künftig allerdings die Gebühr für die ersten beiden Fahrkilometer. Bisher müssen Fahrgäste – sowohl tagsüber als auch nachts – für eine Zweikilometertour 5,70 Euro bezahlen. Die Summe setzt sich aus dem bisherigen Grundpreis in Höhe von 2,50 Euro und jeweils 1,60 Euro für die ersten beiden gefahrenen Kilometer zusammen. Der Preis ab dem dritten Kilometer beträgt derzeit 1,40 Euro, er soll auf 1,50 Euro pro Kilometer steigen. Eine Strecke von zehn Kilometern würde somit gegenwärtig 17,10 Euro kosten. Nach Vorstellung der Taxi-Unternehmen sollen tagsüber bald 17,80 fällig werden und zu nächtlicher Stunde sogar 18,90 Euro.

„Die Forderungen müssen sehr genau geprüft werden“, sagte gestern der Regionsabgeordnete Oliver Brandt (CDU). Taxifahrten müssten erschwinglich bleiben. „Gerade ältere Leute sind darauf angewiesen. Mobilität und Teilhabe müssen bezahlbar bleiben.“ Die Regionsabgeordnete Meike Schümer (Grüne) findet die Forderung der Taxi-Unternehmen nachvollziehbar. „Die Kosten für Kraftstoff steigen. Natürlich müssen die Taxifahrer das wieder reinkriegen.“ Dennoch müsse die Forderung kritisch überprüft werden.

Die Preise waren zuletzt im Jahr 2008 erhöht worden. „Seitdem hat es im öffentlichen Nahverkehr jedes Jahr Anpassungen nach oben gegeben, nur die Taxipreise sind stabil geblieben“, sagte Michael Frenzel, Vorsitzender der Bezirksgruppe Taxi des GVN. Stadtsprecher Udo Möller verwies auf ein strukturelles Problem: „Es ist eine Tatsache, dass die Nachfrage in den vergangenen Jahren abgenommen hat. Es gibt 640 Taxen in dieser Stadt. Das ist zu viel.“ Eine Faustregel gehe von einem Taxi pro 1000 Einwohner aus. Damit wären etwa 520 Taxen in Hannover angemessen. „Der Umsatz kann nicht stimmen“, sagte Möller. Um die Zahl zu reduzieren, vergibt die Stadt keine Konzessionen mehr.

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Von Redakteur Vivien-Marie Drews

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