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Taxifahrer beklagen: Gäste steigen auf Bahnen um

Baustellen Taxifahrer beklagen: Gäste steigen auf Bahnen um

Wegen der zahlreichen Baustellen in der City von Hannover müssen Taxi-Fahrer oft lange Umwege in Kauf nehmen. Immer mehr Fahrgäste würden nun wegen gesperrter Straßen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen, beklagt der Geschäftsführer der Funktaxizentrale Hallo Taxi, Sven-Marcus Fürst.

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Wegen zahlreicher Baustellen kommen die Taxis derzeit in Hannover nicht richtig voran.

Quelle: Rainer Droese

Hannover. Die Taxiunternehmen leiden unter den zahlreichen Baustellen in der Landeshauptstadt. Immer mehr Fahrgäste würden wegen gesperrter Straßen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und den Taxis möglicherweise sogar dauerhaft verloren gehen, beklagt der Geschäftsführer der Funktaxizentrale Hallo Taxi, Sven-Marcus Fürst.

„Es gibt in Hannover zahlreiche Baustellen, die von unseren Fahrern umfahren werden“, sagt Fürst. Daher komme es zu zeitlichen Verzögerungen bei den Fahrten. „Bei einigen Fahrgästen entsteht der daher der Eindruck, die Fahrer wollten sich durch die Umwege bereichern“, erläutert der Geschäftsführer. Das sei jedoch nicht der Fall. Aber natürlich käme es zu höheren Fahrpreisen durch die Umwege.

Es gebe inzwischen einige Beschwerden bei der Zentrale, insbesondere von Fahrgästen, die nicht aus Hannover kämen, berichtet Fürst. Einer der besonders kritischen Punkte für die Taxifahrer seien die Baustellen durch die D-Linie. Dort komme es bei der Zufahrt und Abfahrt zu den Halteplätzen immer wieder zu zeitlichen Verzögerungen.

„Die Fahrgäste, die bislang Taxi gefahren sind, orientieren sich zunehmend auf Busse und Bahnen um“, sagt Fürst. Die öffentlichen Verkehrsmittel würden aus Steuermitteln subventioniert. Im Gegensatz dazu müssten die Taxifahrer die von der Stadt und der Region festgelegten Tarife von den Kunden kassieren.

Fürst geht sogar noch einen Schritt weiter. Der Taxiunternehmer meint, die dauerhafte schwierige Verkehrssituation sei einer der Gründe für die bevorstehende Geschäftsschließung des Taxiunternehmens Mein Taxi, das derzeit noch die schwarz lackierten Wagen betreibt.

Wie berichtet, will Mein Taxi seinen Betrieb zum 30. Juni dieses Jahres einstellen. Mit der Auflösung des Betriebes will Geschäftsführer Ingo Schröder nach eigenen Worten einer Pleite zuvorkommen. Schröder hatte als Grund für die Schließung der Firma Probleme mit der Bezahlung der Mitarbeiter infolge des Mindestlohns angegeben. Betroffen von der Schließung sind 43 Angestellte, die mit 20 Taxis in Hannover unterwegs sind. Schröder hatte die Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung von seinen Plänen informiert, die Mitarbeiter können nach Angaben von Hallo-Taxi-Chef Fürst in anderen Unternehmen in Hannover unterkommen.

Erst vor zwei Jahren hatte Mein Taxi kurz vor der Betriebsauflösung gestanden. Der damalige Geschäftsführer hatte zunächst allen Fahrern gekündigt, einige von ihnen hatten gegen ihren Rauswurf geklagt. Daraufhin hatte Schröder den Betrieb übernommen.

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