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Taxiunternehmer fordern Kameraüberwachung

Nach Raubüberfall-Serie Taxiunternehmer fordern Kameraüberwachung

Wegen der Serie von Raubüberfällen auf Taxifahrer in Hannover fordern die Unternehmer nun die Einführung von Überwachungskameras in den Fahrzeugen. Das könne abschreckende Wirkung haben und die Aufklärung von Verbrechen erleichtern. Bisher hat sich die zuständige Datenschutzbehörde geweigert, den Einbau solcher Kameras zuzustimmen.

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„Die jüngste Überfallserie auf Taxifahrer in Hannover erzwingt ein Umdenken“, sagt Taxiunternehmer Engelmann.

Quelle: Kleinschmidt

Hannover. „Wir wollen mehr Sicherheit für unsere Fahrer“, sagt der hannoversche Taxiunternehmer Gerhard Engelmann. Er verweist auf einen Pilotversuch in Bremen. Dort hätten sich Kameras in Taxis als wirksames Mittel erwiesen, die Zahl der Überfälle und Übergriffe auf die Fahrer drastisch zu senken. Er verwies auf die seit zwei Jahren bestehende Forderung des Fachverbandes Taxi und Mietwagen zum Einbau von Überfallschutzkameras.

Der Verband wolle keine Videoaufzeichnungen, lediglich einige Bildsequenzen zu Beginn und während der Fahrt würden ausreichen, um eine Abschreckungseffekt zu erzielen und die Aufklärung von Überfällen deutlich zu erleichtern. Die Daten müssten nur wenige Tage aufgezeichnet und könnten dann automatisch gelöscht werden. Jeder weitere Überfall werfe die Frage auf, ob er nicht durch den Einsatz einer Kamera hätte verhindert werden können.

Bisher hat sich die zuständige Datenschutzbehörde geweigert, den Einbau solcher Kameras zuzustimmen. Das Landesamt für Datenschutz lege die Hürden für den Einbau der Technik so hoch, dass er für die überwiegend kleinen und mittelgroßen Betrieb im Taxigewerbe nicht möglich sei. „Die jüngste Überfallserie auf Taxifahrer in Hannover erzwingt ein Umdenken“, sagt Engelmann.

In anderen Bereichen werde der Datenschutz systematisch mit Füßen getreten, meint der Taxiunternehmen. Wenn es um die Sicherung von Dingen gehe, würden Überwachungskameras schon seit vielen Jahren eingesetzt. Als Beispiele nannte er Plätze, Kaufhäuser Bahnhöfe und Firmengelände. „Wenn es um die Gesundheit und das Leben von Menschen geht, dann wird blockiert“, betont Engelmann.

Wie berichtet, waren Anfang des Monats  vier Taxifahrer innerhalb einer Woche brutal überfallen worden. Die Taten liefen stets nach einem ähnlichen Muster ab. Auch die Beschreibungen des Täters sind relativ ähnlich. Zuletzt hatte am Steintor ein Fahrgast versucht, einen Taxifahrer auszurauben.

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Von Singapur nach Hannover: Journalistin Sophie Mühlmann

Sophie Mühlmann hat 13 Jahre lang als Asienkorrespondentin in Singapur verbracht. Von dort aus bereiste und beschrieb sie die riesige Region zwischen Afghanistan, Ozeanien und Nordkorea. Zuvor war sie für den ARD-Hörfunk mehrmals als Korrespondentenvertretung und „Feuerwehr-Reporterin“ in China im Einsatz. Seit dem vergangenen Sommer ist sie nun Neu-Hannoveranerin.