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„Technikum“ hilft beim Start ins Studium

Praxisprojekt „Technikum“ hilft beim Start ins Studium

Das Praxisprojekt „Niedersachsen-Technikum“ soll junge Frauen für die Studienfächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik gegeistern. Die Leibnitz-Uni Hannover, die Hochschule, der VW-Konzern sowie der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall beteiligen sich.

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Die Leibniz Universität in Hannover beteiligt sich am Praxiprojekt "Technikum".

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Junge Frauen beginnen viel zu selten mit einem ingenieur- oder naturwissenschaftlichen Studium. Im Studiengang Elektrotechnik an der Leibniz-Uni zum Beispiel gibt es nur zehn Prozent Studentinnen, im Maschinenbau liegt die Quote bei 13 Prozent. An der Hochschule (früher Fachhochschule) Hannover sieht es nicht viel anders aus.

Darum beteiligen sich die beiden hannoverschen Bildungsinstitutionen an einem neuartigen landesweiten Projekt, das Abiturientinnen und Schulabgängerinnen mit Fachhochschulreife den Einstieg in die „MINT“-Fächer erleichtern will. „Niedersachsen-Technikum“ heißt das Programm, das auf die intensive Kooperation mit Firmen setzt. Der VW-Konzern und der Arbeitgeberverband NiedersachsenMetall haben bereits ihre Unterstützung zugesagt.

Das Besondere: Die Teilnehmerinnen des „Technikums“ absolvieren vor einem möglichen Studienbeginn zunächst ein sechsmonatiges Praktikum in einem Unternehmen, das vergütet wird. Zugleich starten sie in ein „Schnupperstudium“ an einer der Partnerhochschulen. Einmal pro Woche besuchen sie Lehrveranstaltungen des ersten Semesters, ohne bereits für ein Studium eingeschrieben zu sein; die Betreuung übernehmen neben den Dozenten Kommilitonen aus höheren Semestern als Mentoren. Die Projektphase schließt mit einem Zertifikat ab, bestimmte Leistungen werden auf ein späteres Studium angerechnet.

Die Organisatoren hoffen, dass sich nach dem „Technikum“ möglichst viele Schülerinnen entscheiden, ein reguläres Studium in technischen und naturwissenschaftlichen Fächern zu beginnen. Die Erfahrungen aus einem Pilotprojekt der Uni Osnabrück seien durchweg positiv, erklärt Brigitte Just aus dem Gleichstellungsbüro der Hochschule Hannover. „Alle 20 Kandidatinnen haben sich für ein einschlägiges Studium oder für eine technische Ausbildung entschieden.“

Die Hochschule Hannover und die Leibniz-Uni stellen je eine Koordinatorin ein, die als Schnittstelle zwischen Schülerinnen, Fakultäten und Firmen fungiert. „Wir sind zuversichtlich, dass viele Unternehmen dabei sein werden“, sagt Helga Gotzmann, Gleichstellungsbeauftragte der Uni. Bei der Auftaktveranstaltung am Montag mit Ministerin Johanna Wanka und Vertretern aller elf beteiligten niedersächsischen Hochschulen hätten schon mehrere Firmen Interesse signalisiert. So hat der VW-Konzern 25 Praktikumsplätze zugesagt; NiedersachsenMetall will gezielt bei seinen 300 Mitgliedsfirmen, von denen ein Viertel in der Region Hannover angesiedelt ist, für das Projekt werben.

Das Wissenschaftsministerium fördert das „Technikum“ mit 800.000 Euro. Uni und Hochschule Hannover rechnen mit jeweils 20 Teilnehmerinnen. Los geht es am 1. September, schon jetzt sind Bewerbungen möglich.

Infos gibt es bei der Uni unter Telefon (05 11) 7 62 40 16 oder www.gleichstellungsbuero.uni-hannover.de sowie bei der Hochschule unter Telefon (05 11) 92 96 12 80 und -21 43 oder unter www.hochschule-hannover.de/gb.

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