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Teile des Misburger Bads baufällig

Sanierung gestoppt Teile des Misburger Bads baufällig

Das Misburger Bad wird zum Millionengrab. Bei den laufenden Sanierungsarbeiten sind Statiker jetzt auf beschädigte Deckenbalken im Bereich des Fitnessstudios gestoßen. Das gesamte Studio musste sofort geschlossen werden. Auch die laufenden Reparaturen in der Schwimmhalle sind gestoppt.

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Das Misburger Bad.

Quelle: Archiv

Hannover. „Die Deckenkonstruktion muss vollständig untersucht werden“, bestätigt Stadtsprecher Udo Möller die Informationen der HAZ. Als erste Maßnahme werde eine „Notabstützung“ eingebaut, um später mit der Badsanierung fortfahren zu können. Das Fitnessstudio bleibe aber bis auf Weiteres geschlossen. „Klar ist, dass wir den Eröffnungstermin für die Schwimmhalle am 6. September nicht halten können“, sagt Möller. Um den Schwimmvereinen entgegenzukommen, soll der Freibadbereich länger als geplant geöffnet bleiben.

Für den Betreiber des Fitnessstudios, Panagiotis Sifnios, ist das ein schwacher Trost. „Wenn mein Studio länger dicht bleibt, stehe ich vor der Pleite“, sagt er. Zwar betreibe er auch die Gastronomie im Bad und habe auch die Einnahmen aus dem Kiosk-Verkauf im Freibad, aber das reiche langfristig nicht aus. „Ich werde jetzt einen Anwalt einschalten“, kündigt Sifnios an. Juristischen Rat dürfte sich auch die Stadt holen, denn die Deckenkonstruktion ist nicht morsch, sondern wurde angebohrt. „Zu prüfen ist, wie es zu diesen baulichen Veränderungen gekommen ist, wer sie vorgenommen hat und wer dafür die Kosten zu tragen hat“, sagt Möller. 

Seit Mai ist der Innenbereich des Misburger Bads geschlossen. Die Stadt lässt neue Leitungen legen, die Wasseraufbereitungsanlage überholen und verbessert den Umkleidebereich. Kosten: 450 000 Euro. Die Stadt hat das Bad im September vergangenen Jahres von der holländischen Firma Optisport übernommen. Die Besucherzahlen waren massiv zurückgegangen, es gab Klagen über mangelnde Hygiene. Optisport erklärte, das Bad nicht mehr wirtschaftlich betreiben zu können. Nach eigenen Angaben hatte Oprisport aber insgesamt mehr als 300.000 Euro in das Bad investiert.

Optisport geriet schon 2012 in Schwierigkeiten. Der damalige Oberbürgermeister Stephan Weil, mitten im Wahlkampf, vervierfachte den jährlichen Betriebskostenzuschuss der Stadt, um dem Betreiber unter die Arme zu greifen. Kosten: 405.000 Euro. Dabei ist es noch nicht lange her, dass das Bad saniert wurde: 2007 flossen 11,3 Millionen Euro.

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