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SPD berät über Altlast

Tendenz zu Teilsanierung der Kleingärten

Von Felix Harbart

In der Debatte um die radioaktive Altlast unter der Kleingartenkolonie Lister Damm stehen die Zeichen zunächst einmal auf eine abgespeckte Variante der Sanierung.

Die Stadt will nur einen Teil der betroffenen Fläche in der Kolonie sanieren.

© Christian Elsner (Archiv)

Am Montag hatte Hannovers Umweltdezernent Hans Mönninghoff im Umweltausschuss mitgeteilt, die Stadt strebe nur eine sogenannte Teilsanierung der Fläche an, die einen Teil des Parkplatzes der Kolonie sowie fünf Kleingärten umfasst. Bei dieser Maßnahme würde die Stadt nur die oberflächennah belasteten Bereiche, die sogenannten Hotspots, auskoffern. Andere Bereiche würden so weit abgedeckt, dass an der Oberfläche keine Grenzwerte mehr überschritten würden. Für diese Variante kalkuliert die Stadt Kosten von 680.000 Euro ein. Die Vollsanierung des Geländes, bei der rund 6600 Kubikmeter Erde ausgekoffert werden müssten, würde laut Verwaltung mit etwa 3,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. „Das ist zu teuer“, sagt Mönninghoff.

Zuletzt hatte der Bezirksrat Vahrenwald-List mitsamt den Vertretern der SPD für eine Vollsanierung votiert. Daher setzte die Ratsfraktion der Sozialdemokraten das Thema am Montag von der Tagesordnung des Ausschusses ab, um zunächst intern darüber abzustimmen. Dabei geht die Tendenz der Fraktion offenbar in die Richtung, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen – „auch, wenn das im Herzen wehtut“, sagt ein Abgeordneter.

Detlef Krautkrämer, Vorsitzender des Kleingartenvereins Lister Damm, wünscht sich dennoch die komplette Sanierung seiner Kolonie. „Es bleibt eine unterschwellige Angst“, sagt er. Viel Hoffnung hat er indes nicht: „Ich weiß, dass die Ausgabe von 3,5 Millionen Euro bei dieser Haushaltslage schwierig zu machen sein wird.“ Bei der SPD weist man unterdessen darauf hin, dass in der Kleingartenkolonie derzeit Parzellen vakant sind, in die die Betroffenen Kleingärtner zum Teil schon umgezogen seien. „Dennoch wäre uns die Vollsanierung lieber“, sagt Krautkrämer.

Die Stadt wartet jetzt zunächst den Ausgang des Verwaltungsgerichtsprozesses zwischen der Region Hannover und dem Chemiekonzern Honeywell ab, der kommende Woche beginnt. Die Region hofft, dass Honeywell als Rechtsnachfolger der Verursacherfirma Riedel-de Haën dabei zur Übernahme aller Sanierungskosten rund um den Altlastenfall am de-Haën-Platz verdonnert wird.

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