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Aus der Stadt Hier soll die Südlink-Trasse verlaufen
Hannover Aus der Stadt Hier soll die Südlink-Trasse verlaufen
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22:07 07.03.2017
Von Bernd Haase
Die Stromautobahn soll unter der Erde verlegt werden. Quelle: dpa
Hannover

Die Stromtrasse soll Windstrom von den Küsten quer durch Deutschland in den Süden transportieren und nach heftigem Widerstand aus der Bevölkerung statt als Freileitung an Masten in Form von Erdkabeln verlegt werden. Die Netzbetreiber Tennet und Transnet haben mehrere Varianten gegeneinander abgewogen und informieren derzeit Abgeordnete, Landräte und Verwaltungen über das Ergebnis.

Wie am Dienstag bekannt wurde, haben sich die Unternehmen in der Region für die Ostvariante entschieden. Die ist zwar länger, aber nach einer umweltplanerischen Bewertung geeigneter, heißt es.

Tennet favorisiert östliche Variante

(Hinweis: Die Darstellung bildet den etwaigen Verlauf des Vorschlags ab. Die eingezeichnete Linie zeigt den Mittelpunkt des Korridors, der eine Breite von 500 bis 1000 Metern hat.)

Die Stromnetzbetreiber Tennet und TransnetBW legten am Dienstag diesen bevorzugten Trassenkorridor vor. Eine Strecke westlich von Hannover bleibt zwar formell im Verfahren, ist aber faktisch vom Tisch. Bundestagsabgeordnete aus der Region wie Caren Marks, Matthias Miersch (beide SPD) sowie Maria Flachsbarth (CDU) begrüßten die Entscheidung. Landwirte aus der hauptsächlich betroffenen Gemeinde Uetze kündigten dagegen Widerstand an.

Die Trasse soll Windstrom von den Küsten in den Süden Deutschlands transportieren. Ursprüngliche Planungen, sie als Freileitung zu verlegen, hatten einen Proteststurm verursacht und wurden von der Politik gebremst. Jetzt sind auf rund 600 Kilometern Länge Erdkabel vorgesehen.

„Uns ist es wichtig, einen Korridor zu finden, der Mensch und Natur möglichst wenig belastet“, sagt Lex Hartman, Mitglied der Geschäftsführung von Tennet. Dies habe man über die umfassendste Bürgerbeteiligung erreicht, die es je für ein Netzausbauprojekt in Deutschland gegeben habe. Mögliche Korridorvorschläge waren im Herbst vergangenen Jahres präsentiert worden. Danach führten die Netzbetreiber nach eigenen Angaben drei Dutzend Informationsforen durch, an denen sich insgesamt 5000 Bürger beteiligten. „Wir haben Hinweise berücksichtigt“, betont Hartman.

Nach Angaben von TransnetBW-Geschäftsführer Werner Götz werden die Projektpartner am 17. März das offizielle Genehmigungsverfahren beantragen. „Dort können sich weitere Veränderungen ergeben“, sagt er. Die endgültige Entscheidung fällt die Bundesnetzagentur.

Geht es nach den Planungen der Netzbetreiber, ist das Verfahren 2021 abgeschlossen. Weitere vier Jahre veranschlagen sie für den eigentlichen Bau der Leitung, deren Kosten vorläufig auf etwa 10 Milliarden Euro taxiert werden. Der Zeitplan gilt als ambitioniert – unter anderem, weil mit juristischen Auseinandersetzungen gerechnet werden muss. Zu den Kritikern des Südlink zählt der Bund für Umwelt- und Naturschutz. Die Trasse gilt als wichtiger Baustein der Energiewende. Durch die Umplanungen ist das Vorhaben schon um drei Jahre in Verzug geraten.     

Fragen und Antworten

Das müssen Sie zum Bau der Stromtrasse wissen.

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