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Aus der Stadt Terrorverdächtiger Abbas A. verschwunden
Hannover Aus der Stadt Terrorverdächtiger Abbas A. verschwunden
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04:25 11.06.2016
Der Terrorverdächtige, wie er sich auf seinem Facebook-Profil gezeigt hat.  Quelle: Facebook/Archiv
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Hannover

Vier Monate nach der vorläufigen Festnahme von Abbas A. ist der terrorverdächtige Algerier offenbar verschwunden. Auf Anfrage der HAZ bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft Berlin, die gegen den 25 Jahre alten Flüchtling wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren, staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt, dass ihr nicht bekannt sei, wo der junge Mann sich aktuell aufhält.

Am 4. Februar hatten Spezialkräfte der Polizei zeitgleich eine Wohnung in Vahrenwald und eine Flüchtlingsunterkunft in Isernhagen H.B. gestürmt. In Isernhagen nahmen die Beamten den verdächtigen Algerier fest. Er steht unter dem Verdacht, gemeinsam mit dreien seiner Landsleute einen Anschlag in Berlin geplant zu haben. Nach seiner Befragung wurde der 25-Jährige zwar wieder auf freien Fuß gelassen, „die Ermittlungen gegen ihn sind jedoch noch nicht abgeschlossen“, betont Martin Steltner, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin.

Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei haben unter anderem eine Wohnung in Vahrenwald durchsucht.

Wo sich A. im Moment aufhält, ist jedoch unklar. „In der Unterkunft an der Burgwedeler Straße wohnt er nicht mehr“, sagt der Isernhagener Verwaltungsleiter Frank Niemeier. Darüber, wo hin der Verdächtige verschwunden sein kann, gibt es unterschiedliche Versionen. Eine davon besagt, A. sei bei dem Versuch, vom Flughafen Hannover aus ins Ausland zu gelangen, aufgegriffen und daraufhin abgeschoben worden. Nach Informationen der HAZ ist diese Variante allerdings sehr unwahrscheinlich.

Abbas A., der als Asylbewerber nicht ins Ausland reisen darf, soll sich laut anderen Quellen dennoch ins Nachbarland Belgien abgesetzt haben. Ein Grund für seine Verhaftung war, dass der Algerier Verbindungen in den Brüsseler Vorort Moolenbeek haben soll, der als eine Islamistenhochburg in Belgien gilt.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa soll A. kurze Zeit vor seiner Festnahme im Februar mindestens einmal nach Moolenbeek gereist sein. Er selbst begründete diese Reise gegenüber zwei Redakteuren von „Zeit online“ damit, dass er dort seinen Onkel besuchen wollte und dass er dort eine Frau kenne, die er vielleicht heiraten wolle.

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