Der stärkste Tag war der Pfingstsonntag mit 16 681 Besuchern. „Das war der größte Andrang seit Zoo-Gedenken“, freute sich Zoo-Chef Klaus-Michael Machens. Nach der Zoo-Statistik hatte gut ein Drittel der Besucher eine Anfahrt von mehr als einer Stunde in Kauf genommen. Trotz des Gedränges sei die Stimmung im Park zu allen Zeiten gut gewesen. „Das Konzept ist damit voll aufgegangen“, sagte Machens.
Auch die hannoversche Polizei ist zufrieden mit dem Wochenende im Zooviertel. „Es gab zu den Stoßzeiten zwar ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, aber darauf waren wir vorbereitet“, sagte Polizeisprecherin Anja Gläser. Das Parkhaus konnte auf den letzten Drücker doch noch fertiggestellt werden, sodass dort 960 Autos auf zwei Ebenen Platz fanden. Am Sonntag und Montag wurde die Fritz-Behrens-Allee an der Kreuzung zur Bernadotte-Allee gegen Mittag gesperrt, die Autofahrer über Rundfunkansagen zu den Parkplätzen am Hannover Congress Centrum und an der Hindenburgstraße verwiesen. Beschwerden von Anwohnern hätte es so gut wie keine gegeben. „Sie hatten sich auf die Eröffnung eingestellt“, sagte Gläser.
Am Sonnabend warteten gut 2000 Besucher bereits vor neun Uhr auf Einlass, die letzten zehn Sekunden wurde feierlich heruntergezählt – bis sich die Tore öffneten. Allerdings war es am Sonnabend deutlich leerer als an den beiden darauffolgenden Feiertagen, was wohl auch dem kühlen Wetter geschuldet war.
Neben viel Lob und unzähligen Gratulationen war vereinzelt auch Kritik zu hören, etwa was die spärlichen Informationen auf den Hinweistafeln zu den Tieren anging oder dass man die Voliere für die Schneeeulen als zu klein empfand. Auch von zu viel Kitsch war hin und wieder die Rede. An „Disneyland“ fühlten sich einige Besucher auch bei der inszenierten Eisbärenfütterung erinnert, bei der ein Tierpfleger in luftiger Höhe einen Hafenarbeiter mimt. Doch die meisten Reaktionen waren positiv. „Das ist kein Zoo, das ist ein Erlebnis – ein besonders schönes“, sagte etwa Marianne Stolze aus Osnabrück. Machens freute, dass die Tiere, allen voran die Eisbären, sich am Eröffnungswochenende von ihrer besten Seite gezeigt hätten und „sehr aktiv gewesen sind“. Allerdings gab es wegen Problemen mit den Gehegen noch nicht alle neuen Bewohner Yukon Bays zu bewundern. Pinguine und Bisons sollen aber bald ihre neuen Quartiere beziehen können. „Sie sitzen auf gepackten Koffern“, hieß es.
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Kommentare
Verkehrschaos GL – 25.05.10
Nach dem heute am Dienstag erlebten Verkehrschaos um den Zoo wird es endlich Zeit, dass die Stadt eine vernünftige Regelung für Linksabbieger von der Fritz-Behrens-Allee in die Adenauerallee einrichtet, d.h. eine entsprechende Ampelschaltung, die auch nicht von der Fußgängerampel am Zoo ausgebremst wird. Es ist ohnehin unverständlich, warum dort innerhalb von 20 Meter Abstand zwei Fußgängerampeln benötigt werden (Zoo und Zookreuzung), dann auch noch erschwert durch eine völlig sinnfreie Ampel für die Buslinie. Diese Ampel blockiert den Verkehr erst, wenn der Bus schon längst auf die Hindenburgstrasse abgebogen ist.Falls es der Rot-Grünen Stadtverwaltung tatsächlich um eine Reduzierung von Feinstaubbelastung geht, ist hier der richtige Punkt um durch eine vernünftige Regelung für einen glatten Verkehrsfluß zu sorgen.
Super Zoo dino96 – 25.05.10
Ich bin begeistert von der einzigartigen Darbietung. Ist doch schön, wenn Steuergelder so investiert werden anstatt in sinnlosen Kriegen...Leider waren zur Eröffnung noch nicht alle Tiere in ihren neuen Unterkünften. So freue ich mich schon auf den nächsten Besuch.
Viel Erfolg!
@ tesa HP – 25.05.10
Berechtigte Kritik bedeutet aber auch nun nicht gleich wieder, das Hervorragendes mies gemacht wird/werden soll......Es geht hier beim Zoothema wohl auch um die richtige Wahrnehmung von vernünftigen Relationen!
Hervorragendes tesa – 25.05.10
mies reden.Man könnte so auch argumentieren, dass freie Wochenenden so lange abgeschafft werden, bis alle wichtigen Arbeiten erledigt sind - also für immer.
Natürlich ist die Ansicht legitim, einer weiteren Investiton in dieser Größenordnung hätte es nicht bedurft. Andere sind begeistert - und es ist ein Magnet.
@ Zooniusmus WS – 25.05.10
Zweifelsohne braucht eine Stadt einen Stadtzoo - wohlgemerkt einen Zoo und keine Luxus-Zooversion a la Herrn Machens aus Hannover - zu bezahlbaren Eintrittspreisen für die b r e i t e (Stadt-)Bevölkerung!Und auch Sie betonen ja nochmals, das Hannover nun noch attraktiver wäre. Was bringt eine Luxus-Zooversion, wenn es genügend sanierungsbedürftige Schulen, Schwimmbäder, Strassen etc. gibt??? Da stimmt doch wohl irgendwie die Wertigkeit nicht!! Und noch eines:
Willkommen in der Stadt-/Regionswirklichkeit 2010 - und da können die Bürger aber zuweilen sehr lange auf Sanierungswunder warten!
Und wenn der Zoo sich Ihrer Meinung nach auch über die Gastroeinnahmen finanziert, dann sollte es schon etwas mehr als nur teures Fast Food geben.......gerade, weil die vielen Familien mit Kindern einen grossen Besucheranteil darstellen!
kannste glauben...... a.k. – 25.05.10
Vielleicht ändern Sie ja Íhre Ansicht wenn Sie sich die Zeit nehmen auf folgender Seite ein wenig zu lesen !http://www.zoo-stiftung.de
Der Zoo dient nicht der Gefangennahme oder Quälerei der Tiere, sondern der Arterhaltung der Tiere und Sensibiliesierung der Menschen für die Tiere.
Denn nur was der Mensch kennt kann der Mensch lieben und schützen.
@lt A. Lange – 25.05.10
Ist mir durchaus bekannt und auch bewußt.Dennoch bleibt die Tatsache, dass wenn man den Zoo besucht, man gefangene Tiere sieht!
So werden die Kinder schon früh an einem der Krone der Schöpfung gebührenden Umgang mit anderen lebewesen gewöhnt ;-)
@ tl A. Lange – 25.05.10
Ist mir durchaus bekannt und auch bewußt.Dennoch bleibt die Tatsache, dass wenn man den Zoo besucht, man gefangene Tiere sieht!
So werden die Kinder schon früh an einem der Krone der Schöpfung gebührenden Umgang mit anderen lebewesen gewöhnt ;-)
Zoo Hannover Zooniusmus – 25.05.10
Eine Landeshauptstadt sollte einen Zoo im Angebot haben! Und der Zoo Hannover finanziert sich übrigens auch über die Gastroeinnahmen, würde er diese nicht haben wären die Tickets noch teurer!Wer z.B. mal im Zoo in FFM war der würde die Stadt und Betreiber am liebsten wegen schwerer Tiermisshandlung verklagen, dagegen ist Hannover ein Paradies.
Kurzfristig ist der Zoo vielleicht teurer aber er macht die Stadt attraktiver und auf lange Sicht wird mehr Geld in Stadt und Region eingenommen als ausgegeben und dann gibts auch neue Straßen, wie das mit Investitionen eben so läuft.
"Nur schlechte Zoos können billig sein" HK – 25.05.10
...so ein Zitat, dass ich letztens von Herrn Machens gelesen habe. Diverse andere Zoos nehmen noch nicht mal die Hälfte als Eintrittspreis, und sind dennoch in Punkto Tierhaltung und Wissensvermittlung an den Besucher (und dafür, so finde ich, ist ein Zoo nunmal da - und nicht für diverse gastronomische Erlebnisse, die wahrscheinlich sogar einen Großteil der Investition gekostet haben) ganz vorne mit dabei. Ein schicker Internetshop und die erwähnten Goldschürferpommes machen keinen guten Zoo aus...@ Ximi WS – 25.05.10
Interessant, das Ihnen die Grundversorgung der teuren Zootiere derart am Herzen liegt!Das würde ich auch bei Ihrem Beitrag nicht hinterfragen....wenn die Grundversorgung von Bürgern aus Hannover und dem Umland mittlerweile nicht diverse Lücken aufweisen würde!
Aber wenn auch Sie meinen, das ein Freizeitpark-Zoo de Luxe klasse ist......und sanierungsbedürftige Strassen und Schulen usw. weniger wichtig sind - na dann.....
Ewige Nörgler Ximi – 25.05.10
Ich komme ursprünglich aus Hannover und habe seine Entwicklung von den 80ern bis heute verfolgt. Früher kostete er nur 4Mark Eintritt, die Käfige waren winzig und es gab nur wenige Besucher.Heute gibt es eine spannende Erlebnislandschaft, die viele Besucher anlockt aber auch mehr kostet. Die Tiere leben in größeren Gehegen, die mehr Spannung bieten (Bsp. Wölfe neben Karibus, Wasserfall bei den Elefanten). Allein die Zuchterfolge und die sichtlich nicht völlig stupide herumlaufenden Tiere rechtfertigen meiner Meinung nach den ganzen Aufwand. Ohne Subventionen wäre eine stetige Entwicklung sowie eine Sicherung der Grundversorgung vermutl. fraglich. Denn nur solange Besucher den Zoo interessant finden und trotz recht hoher Preise stetig wiederkommen, können sich auch die Lebensbedingungen der Tiere verbessern.
@ Ein zufriedener Besucher HS – 25.05.10
Apropos sparen: nun ist Yukon Bay da....für 35 Millionen Euro wurden Luxusgehege für gerade mal 100 Tiere geschaffen mit u.a. 12 Millionen Euro Zuschüssen von der Region Hannover. Dagegen hätte ich sonst nichts einzuwenden......wenn z.B. alle Regionsstraßen in Ordnung wären (sind Sie aber leider nicht.....nicht wahr?)!Abgesehen davon hat die Region Hannover bereits einen beachtlichen Schuldenberg........
an die Kritiker Ein zufriedener Besucher – 25.05.10
Man sollte einfach mal ein bisschen Stolz darauf sein, dass unsere Stadt einen der schönsten Zoos Deutschlands hat!Das der Eintritt teuer ist steht ausser Frage, aber der Besuch lohnt sich! Man kann ja auch mal auf so einen Ausflug sparen oder sich die Karte zum Geburtstag wünschen.
@A.Lange tl – 25.05.10
Jaja, immer diese armen eingesperrten Tiere....Schon jemals davon gehört, dass dadurch auch viel für den Artenschutz getan wird und Tierarten, die vom Aussterben bedroht sind weiterhin auf der Erde vorhanden sind?
Ich gebe zu, der Zoo Hannover ist eine Erlebniswelt, aber trotzdem wird hier auch viel Tierschutz betrieben.
Firlefanz Loobster – 25.05.10
Gestern habe ich mir die Dokumentation im NDR über Yukon Bay angeschaut und ganz ehrlich: Es hätte auch weniger Firlefanz sein dürfen. Wieviel von den über 30 Millionen hätte eingespart werden können? Muss eine extra gebaute Dampflok sein, die nur Dekozwecke erfüllt? Und eine Riesen Fototour durch Yukon um dann hier alles 1:1 teuer zu kopieren...naja...Riesenerfolg @ whoknows / ratoncita – 25.05.10
Wenn es einen so großen Besucherzustrom gibt, müßten die Einnahmen auch erheblich steigen.Dann brauchte der Zoo doch auch keine 3 Mill. Euro Subventionen mehr oder ?
Oder ist eher das Gegenteil der Fall ?
Egal, bezahlen müssen es die Autofahrer !
Entlarvend whoknows – 24.05.10
"„Das ist kein Zoo, das ist ein Erlebnis"Das sagt eigentlich alles. Unklar ist lediglich wieso ein Erlebnis jährlich von der Region mit 3 Mio Subventioniert wird und dennoch so teuer ist...
UHUS bubo scandiacus – 24.05.10
Da ist es doch gut, dass die in einem Minigehege eingesperrten Schneeeulen am Ende von Yukon Bay sitzen, da hat die "Faszination" gleich ein jähes Ende.Zoo-Besuch A. Lange – 24.05.10
Es ist doch immer wieder interessant, welche Faszination gefangene Tiere auf Menschen ausüben!