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Tierschützer demonstrieren in Hannover

Protest gegen Boehringer Tierschützer demonstrieren in Hannover

Etwa 18 Tierschutzorganisationen und -vereine haben sich am Sonnabend auf dem Steintorplatz für den Tierschutz eingesetzt. Sie informierten an Ständen über ihre Arbeit, dazu wurde veganes Essen angeboten.

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Für den Tierschutz: 240 Demonstranten zogen am Sonnabend durch die Innenstadt.

Quelle: Frank Wilde

Knapp 240 Tierschützer starteten zudem mit Plakaten und Transparenten einen Demonstrationszug gegen Tierversuche durch die Innenstadt, marschierten zur Lister Meile über die Osterstraße und zurück zum Steintor. Organisiert hatte die Veranstaltung „Erhebe Deine Stimme!“ der neu gegründete hannoversche Verein „Tier Time“, dem bisher elf Mitglieder angehören. Einige von ihnen seien auch bei der Besetzung des geplanten Tierimpfstoffzentrums des Pharmakonzerns Boehringer in Kirchrode beteiligt gewesen, sagte Michael Trost von „Tier Time“.

Vor allem das geplante Versuchslabor der Firma Boehringer wurde von den Tierschützern bei den Protesten am Sonnabend thematisiert: „Schweinehauptstadt Hannover“ war auf Plakaten zu lesen, und die Demonstranten skandierten „Boehringer gehört abgeschafft“. Der Verein „Ärzte gegen Tierversuche“ präsentierte zudem seine Recherchen, nach denen Hannover deutschlandweit auf Platz vier der Tierversuchshochburgen steht. „Grundlage der Statistik sind Auswertungen von Tierversuchsergebnissen aus Fachzeitschriften“, sagte Corina Gericke, Mitglied des Vereins. In Hannover fänden bedingt durch die Medizinische und die Tierärztliche Hochschule zahlreiche Tierversuche statt, kritisierte sie.

Auch die Bürgerinitiative gegen den geplanten Bau des Versuchslabors warb weiter um Unterstützung für die juristische Auseinandersetzung. „Wir wollen eine Zeitverzögerung erreichen – und das hat bisher geklappt“, sagte Hans-Helmut Kruse von der Bürgerinitiative. Derzeit ist beim Oberverwaltungsgericht Lüneburg eine Normenkontrollklage anhängig. Damit richten sich zwei Mitglieder der Bürgerinitiative gegen die vom Rat im September verabschiedete Änderung des Flächennutzung- und Bebauungsplans, der das Forschungszentrum ermöglichen soll.

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