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Aus der Stadt Darum starben die Falter im Tropenschauhaus
Hannover Aus der Stadt Darum starben die Falter im Tropenschauhaus
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00:17 13.02.2017
Von Bärbel Hilbig
Der Tropische Ritterfalter auf der Hand von Ronald Clark kam mit dem Insektizid besser zurecht als andere Arten. Quelle: Michael Thomas
Hannover

Anfang Dezember hatte die Stadt eine Schau mit tropischen Faltern kurzfristig absagen müssen, weil viele Tiere schon wenige Tage nach dem Schlüpfen gestorben waren, während sie im Normalfall meist einige Wochen leben.

„Es lag an einem Spritzmittel, das wir seit 30 Jahren verwenden“, berichtet Gartendirektor Ronald Clark. Das Mittel ließ sich im Labor in eingesandten Schmetterlingen und Pflanzenproben nachweisen. Die Wirkung habe sich nicht absehen lassen, sagt Clark. Bisher hatte sich das Pflanzenschutzmittel aus Sicht der Gärtner bewährt. Sie setzen das Insektizid Lambda-Cyhalothrin gelegentlich gegen beißende und saugende Pflanzenschädlinge ein. Der Wirkstoff aus der Gruppe der Pyrethroide soll laut seiner Klassifizierung Bienen nicht gefährlich werden.

„Wir haben diesen Wirkstoff bisher gerne verwandt, weil er für Menschen wenig giftig ist und normalerweise nach kurzer Zeit rückstandslos abgebaut wird“, erklärt Clark. Nach der Sanierung des Tropenschauhauses wollten die Gärtner die exotischen Pflanzen, mit denen sie das Glashaus neu bestückt hatten, einmal behandeln, um einem Schädlingsbefall vorzubeugen. „Wir spritzen so selten wie möglich und setzen Insektizide im Wechsel mit Nützlingen ein, die gegen Pflanzenschädlinge vorgehen.“

Trotz der Tode vieler Schmetterlinge, ist das Tropenschauhaus wieder eröffnet.

Die Gärtner verteilten das Insektizid zwei Monate bevor das Schauhaus mit einer großen Schmetterlingsausstellung wieder eröffnen sollte. Die kleinen Tropenfalter vertrugen das Gift nicht, während es den sehr großen Arten offenbar nicht schadete. „Die Tiere nehmen das Mittel allein schon durch das Aufsetzen ihrer Beine auf dem Blatt auf“, berichtet der Gartendirektor. Clark geht jetzt davon aus, dass sich die Abbaugeschwindigkeit des Insektizids möglicherweise durch eine veränderte Zusammensetzung verringert hat. Auch bei einer zweiten Analyse von Pflanzenproben im Januar war es noch nachweisbar.

Selbst das Abspülen der Blätter half nicht: Das Gift verbindet sich mit der Pflanzenoberfläche. Im Sommer ist deshalb ein weiterer Test vorgesehen. Denn die Herrenhäuser Gärten haben sich vorgenommen, die Schau tropischer Falter im Dezember zu wiederholen - wenn die Bedingungen dann stimmen. Die Ausstellung soll als Probe für das geplante Schmetterlingshaus dienen, das voraussichtlich 2020 öffnet.

Die Stadt ließ auch die Raumluft im Tropenschauhaus auf Schadstoffe untersuchen. Sie ist nicht belastet. Clark und seine Mitarbeiter hatten zunächst auch in Betracht gezogen, dass eine der Schmetterlingsarten, die aus Zuchtstationen in verschiedenen tropischen Ländern stammten, eine Krankheit eingeschleppt haben könnte.

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