Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Todesschüsse auf Hochzeit: Keine Spur von Täter
Hannover Aus der Stadt Todesschüsse auf Hochzeit: Keine Spur von Täter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:38 13.03.2017
Seit einem Jahr ist Sefin Nahmann Pesso auf der Flucht. Quelle: Dillenberg/Polizei/Montage
Hannover

Vieles deutet darauf hin, dass sich der Täter Sefin Nahmann Pesso unmittelbar nach der Bluttat ins Ausland abgesetzt hat. Die Spur seiner Flucht verlor sich in Italien. Die 21-Jährige Kurdin Shilan H. und der Schütze gehörten am 13. März letzten Jahres zu den Gästen einer Hochzeitsfeier in einer Veranstaltungshalle in Vahrenheide. Während der laufenden Feier ging der Schütze auf die Frau zu und streckte sie mit mehreren Schüssen nieder. Zu dem Zeitpunkt waren noch etwa 300 Frauen und Männer auf der Party.

Bei seiner Flucht bekam der Täter Hilfe von seinem Cousin Hamid. Dieser brachte ihn mit einem schwarzen VW Golf vom Tatort weg. Das ist belegt, denn beide gerieten am Abend der Tat in eine Radarfalle auf der Vahrenwalder Straße. Eine Funkzellenabfrage von Hamids Handy soll ergeben haben, dass die beiden über Bielefeld und Hamm nach Süden flohen. Seither wird mit internationalem Haftbefehl nach Nahmann Pesso gefahndet.

In Vahrenheide sind Schüsse auf einer Hochzeitsfeier gefallen, eine 21-Jährige starb.

Der Tod der 21-jährigen Shilan ist der traurige Höhepunkt einer Fehde zwischen zwei Familien. Doch das Zerwürfnis hat offenbar schon lange vor ihrer abgelehnten Zwangsverlobung begonnen, wie unlängst Recherchen der Wochenzeitung „Die Zeit“ nahelegten. Manipulierte Nacktfotos sollen der Grund sein, warum Shilan überhaupt erst ins Zentrum des Konflikts innerhalb einer Großfamilie geriet, die sich zur grausamen Tat auswuchs.

In den sozialen Medien sprach der Vater der 21-Jährigen später von einer geplanten Zwangsheirat und erhob schwere Vorwürfe gegen seine eigenen Brüder. Seine Tochter habe sich gegen die Verbindung mit ihrem Cousin gewehrt und sei "Opfer eines heimtückischen Verrats und Brauches" geworden. Die 21-Jährige hatte an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst HAWK in Holzminden studiert. Die Studenten hatten damals sehr betroffen reagiert.

dpa/frs/isc

Das Wichtigste aus Hannover und der Region lesen Sie auch heute wieder in unserem HAZ-Morgenticker. Heute: Eröffnung der neuen Technikumshalle der Hochschule Hannover, Behinderungen auf der Wunstorfer Straße wegen Bauarbeiten – und die Kulturtipps für den Abend.

13.03.2017

Die HAZ-Gesundheitswochen bieten vom 18. März an 14 Tage lang täglich Informationen zu Medizin, Ernährung
 und Bewegung. Dazu kommt eine Reihe von Vorträgen im Pressehaus in Kirchrode, bei denen Sie mit Experten diskutieren können. Das Programm im Überblick.

12.03.2017

Nicht auszudenken, wenn die Furys nur ein Konzert in Hannover gegeben hätten. Aber glücklicherweise sind es ja drei: Und so gehen Fury in the Slaughterhouse am Sonnabend und Sonntag mit unverminderter Energie in die Verlängerung in der Tui-Arena.

Bärbel Hilbig 12.03.2017