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Todesschüsse auf Hochzeit: Keine Spur von Täter

Ein Jahr nach Tat Todesschüsse auf Hochzeit: Keine Spur von Täter

Ein Jahr nach den tödlichen Schüssen auf eine 21-Jährige bei einer kurdischen Hochzeitsfeier in Vahrenheide fehlt von dem mutmaßlichen Mörder weiter jede Spur. Nach dem 23 Jahre alten Cousin, der aus enttäuschter Liebe zur Waffe gegriffen haben soll, wird mit internationalem Haftbefehl gefahndet.

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Seit einem Jahr ist Sefin Nahmann Pesso auf der Flucht.

Quelle: Dillenberg/Polizei/Montage

Hannover. Vieles deutet darauf hin, dass sich der Täter Sefin Nahmann Pesso unmittelbar nach der Bluttat ins Ausland abgesetzt hat. Die Spur seiner Flucht verlor sich in Italien. Die 21-Jährige Kurdin Shilan H. und der Schütze gehörten am 13. März letzten Jahres zu den Gästen einer Hochzeitsfeier in einer Veranstaltungshalle in Vahrenheide. Während der laufenden Feier ging der Schütze auf die Frau zu u nd streckte sie mit mehreren Schüssen nieder. Zu dem Zeitpunkt waren noch etwa 300 Frauen und Männer auf der Party.

Bei seiner Flucht bekam der Täter Hilfe von seinem Cousin Hamid. Dieser brachte ihn mit einem schwarzen VW Golf vom Tatort weg. Das ist belegt, denn beide gerieten am Abend der Tat in eine Radarfalle auf der Vahrenwalder Straße. Eine Funkzellenabfrage von Hamids Handy soll ergeben haben, dass die beiden über Bielefeld und Hamm nach Süden flohen. Seither wird mit internationalem Haftbefehl nach Nahmann Pesso gefahndet.

In Vahrenheide sind Schüsse auf einer Hochzeitsfeier gefallen, eine 21-Jährige starb.

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Der Tod der 21-jährigen Shilan ist der traurige Höhepunkt einer Fehde zwischen zwei Familien. Doch das Zerwürfnis hat offenbar schon lange vor ihrer abgelehnten Zwangsverlobung begonnen, wie unlängst Recherchen der Wochenzeitung „Die Zeit“ nahelegten.  Manipulierte Nacktfotos sollen der Grund sein, warum Shilan überhaupt erst ins Zentrum des Konflikts innerhalb einer Großfamilie geriet, die sich zur grausamen Tat auswuchs.

In den sozialen Medien sprach der Vater der 21-Jährigen später von einer geplanten Zwangsheirat und erhob schwere Vorwürfe gegen seine eigenen Brüder. Seine Tochter habe sich gegen die Verbindung mit ihrem Cousin gewehrt und sei "Opfer eines heimtückischen Verrats und Brauches" geworden. Die 21-Jährige hatte an der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst HAWK in Holzminden studiert. Die Studenten hatten damals sehr betroffen reagiert.

dpa/frs/isc

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