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„Eindeutige Hinweise auf Schüsse in den Rücken“

Todesschüsse von Bassam A. „Eindeutige Hinweise auf Schüsse in den Rücken“

Auch nach der Freilassung des Werkstattbetreibers Bassam A., der im Juni einen mutmaßlichen Einbrecher vor seinem Haus in Anderten angeblich aus Notwehr erschossen hatte, gibt es weiterhin Zweifel an dieser Darstellung.

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Notwehr oder nicht? Die Schüsse von Anderten geben weiter Rätsel auf.

Quelle: Elsner (Archiv)

Hannover . Rechtsanwalt Holger Nitz, der die Eltern des getöteten 18-Jährigen vertritt, glaubt, dass sich diese These nicht aufrecht erhalten lassen werde. „Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass dem Sohn meiner Mandantschaft in den Rücken geschossen wurde“, sagt der Strafverteidiger.

Bislang hatten die Verteidiger des 40-Jährigen, Matthias Waldraff, Fritz Willig und Benjamin Schmidt, erklärt, es könne nicht eindeutig festgestellt werden, ob die Kugel den 18-Jährigen von vorne oder von hinten getroffen habe, da die Waffe mit einer Munition geladen gewesen sei, die sowohl beim Ein- als auch beim Austritt aus dem Körper ähnliche Verletzungen hervorrufe. Rechtsanwalt Nitz, der Anwalt der Eltern des 18-Jährigen, ist zudem verwundert über das Verhalten des Oberlandesgerichts in Celle.

Dort war die Beschwerde gegen die Untersuchungshaft von Bassam A. am Donnerstag verhandelt worden. Das Gericht hatte schließlich entschieden, den Werkstattbesitzer gegen die Zahlung einer Kaution in Höhe von 30.000 Euro und weiteren Auflagen freizulassen. Das Gericht versäumte es offenbar, diese Entscheidung dem Anwalt der Nebenkläger mitzuteilen. „Wir mussten das heute morgen aus der Zeitung erfahren  – das ist schon sehr befremdlich“, sagt Nitz.   

Der 18-Jährige sei im Juni von Moldawien nach Hannover gekommen, um seine Tante zu besuchen und an einer Hochzeit in Bremen teilzunehmen, nicht aber, um Einbrüche zu begehen. „Die Eltern des Jungen sind durch den Tod ihres Sohnes traumatisiert“, sagt der Jurist.

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Einbrecher erschossen

Werkstattbesitzer Bassam A., der in Anderten einen Einbrecher aus Notwehr erschossen haben soll, wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Das Oberlandesgericht Celle geht davon aus, dass keine Fluchtgefahr besteht. Dafür muss der 40-Jährige allerdings eine Kaution von 30.000 Euro hinterlegen.

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