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Aus der Stadt Stammtisch feiert 125. Geburtstag von J.R.R Tolkien
Hannover Aus der Stadt Stammtisch feiert 125. Geburtstag von J.R.R Tolkien
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07:36 09.02.2017
Ein Hoch auf J.R.R. Tolkien: Der Stammtisch trifft sich, um die Werke des Fantasy-Autors zu diskutieren. Quelle: Sonja Steiner
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Hannover

„To the professor! To the man who brought us together - Auf den Professor, der uns zusammen brachte“, prostet Ulrich Hacke den Stammtischgästen zu. Gemeint ist J.R.R. Tolkien, der Erfinder des Hobbits und Verfasser von „Der Herr der Ringe“. An diesem Abend treffen sich die Fans des Fantasy-Autors im Dublin Inn in der Innenstadt Hannovers, denn sie feiern den 125. Geburtstag Tolkiens und haben sich dafür die urige Atmosphäre eines Pubs ausgesucht.

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Der Stammtisch ist für alle offen, die sich für Tolkien und seine Werke interessieren, eine Mitgliedschaft ist kein Muss. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.hannohirrim.de.

„Ich bin seit 1992 mit Tolkien infiziert“, sagt Gudrun Pohlmeyer lachend. „Damals habe ich ihn über meinen Sohn wiederentdeckt, ich hatte ihn als Jugendliche schon gelesen.“ Dann kamen die Filme. „Und da haben wir noch heftig diskutiert, ob man sich die überhaupt ansehen soll. Ich wollte mir doch meine Fantasie nicht kaputt machen lassen. Und dann habe ich eine Vorschau gesehen und dachte: Die Filmemacher haben in meinen Kopf geguckt. Die Umsetzung war wirklich genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte“, erzählt die Zahnarzthelferin in Rente.

Zeitlose Themen

Zustimmendes Gemurmel am langen Tisch. Zwölf Mitglieder der Tolkien Gesellschaft haben sich eingefunden, legen Bücher und Schriften auf den Holztisch und lassen die neueste Ausgabe von „Der Herr der Ringe“ herumgehen, ein schwerer, in dunklem Blau gehaltener Band. „Das ist fantastisch mit den Zeichnungen von Alan Lee, der auch die Filme mitgestaltet hat“, erklärt Kerstin Hacke, der das Buch gehört. Sie ist auch deshalb von dem englischen Autors begeistert, weil „alle Themen, die er anfasst, zeitlos sind“.

Die Begeisterung für die von Tolkien geschaffene Welt von Mittelerde vereint die unterschiedlichsten Berufe und Altersgruppen an einem Tisch. Lehrer, Referenten, Angestellte, Landschaftsplaner, Softwareentwickler und eine Studentin der Heilerziehungspflege diskutieren monatlich über die Werke Tolkiens oder planen gemeinsame Unternehmungen. „Wir waren auf der Leipziger Buchmesse, fahren zu den jährlichen Treffen der Fantasy-Freunde, der MagicCon, und veranstalten die Tolkien-Lesetage“, erzählt Sprecher Ulrich Hacke. Insgesamt gibt es über 20 Stammtische in Deutschland, die alle der Deutschen Tolkien Gesellschaft angehören.

Mix aus Griechisch und Finnisch

Wer sich wissenschaftlich mit Tolkien auseinandersetzen will, findet in der jährlich erscheinenden Vereinsschrift Aufsätze von Philologen, Psychologen oder Literaturwissenschaftlern. „Tolkien war ja nicht einfach ein Fantasy-Autor, er hatte die Vision, eine eigene Mythologie für England zu erfinden“, sagt Englischlehrer Ulrich Hofstetter. „Und dazu hat er die Sprache der Elben erfunden, eine Mischung aus Finnisch und Griechisch“, ergänzt Christian Weichmann, der im wahren Leben Software entwickelt. Sofort beginnt eine Diskussion über die Motive und den biografischen Hintergrund Tolkiens. „Aber wir treffen uns oft auch einfach nur so, um zusammenzusitzen und ein Bierchen zu trinken“, meint Hacke. In einem sind sich alle einig: „Bei Tolkien entdeckt man immer wieder Neues, und die Lieblingsfiguren ändern sich mit den eigenen Lebensabschnitten“, meint nicht nur Gudrun Pohlmeyer. Ihre Lieblingsfigur ist Aragorn, einer der Helden in „Der Herr der Ringe“. „Ich mag ihn besonders, weil er in eine Rolle hineingedrängt wurde, die er nicht haben wollte. Und an seiner Aufgabe wächst.“

Von Sonja Steiner

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