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Abschaffung der Restmüllsäcke

„Tonnen machen vieles einfacher“

Von Mathias Klein

Eine Umfrage unter den Bürgermeistern in der Region Hannover zur möglichen Abschaffung der Restmüllsäcke hat Bewegung in die Diskussion um ein einheitliches Müllsystem gebracht.
Künftig sollen die Tonnen nicht nur in Hannover, sondern auch in Laatzen abgeholt werden – zunächst als Versuch.

Künftig sollen die Tonnen nicht nur in Hannover, sondern auch in Laatzen abgeholt werden – zunächst als Versuch.

© Frank Wilde (Archiv)

Seit Jahren wird in der Region Hannover über die Umstellung auf ein einheitliches Müllsystem und die damit verbundene Abschaffung der grauen Restmüllsäcke im Umland diskutiert – jetzt kommt Bewegung in die Sache: Die Stadt Laatzen bietet sich als Modellkommune für die Umstellung vom Sacksystem auf die Mülltonnen an. Das hat Bürgermeister Thomas Prinz (SPD) in einem Gespräch mit der HAZ mitgeteilt. „Sammelsystem, Handhabung und Akzeptanz müssen vor einer Einführung getestet werden“, sagte Prinz. Seine Stadt sei durch ihre Größe und Struktur dafür geeignet. 

Prinz ärgert sich schon seit Längerem über die auf den Bürgersteigen herumstehenden Restmüllsäcke. „Da gehen dann Tiere wie Katzen, Raben oder Waschbären dran“, berichtet er. Eine Rolle spielt aus seiner Sicht die Frage der Kostengerechtigkeit. „Heute kann man aber mit Speicherchip an der Tonne und Waage am Müllwagen jedes Gramm Müll einzeln abrechnen“, erläuterte er.

Einen Versuch, die Mülltonnen durch Säcke zu ersetzen, hatte auch Langenhagen überlegt, berichtete Bürgermeister Friedhelm Fischer. „Aber wegen der vielen Neubaugebiete funktioniert das bei uns nicht“, meinte er. Die Grundstücke seien für mehrere Tonnen einfach zu klein.

„Tonnen machen vieles einfacher“, sagt der Bürgermeister der Wedemark, Tjark Bartels (SPD). Beispielsweise entfiele das schwere Heben der mit bis zu zehn Kilo gefüllten Restmüllsäcke für die Müllwerker. Daher könnte er sich eine Umstellung auf Tonnen im Umland gut vorstellen. Dabei dürfe aber die Gerechtigkeit nicht aus den Augen verloren werden. Denn das Sacksystem habe einen klaren Vorteil: „Wer wenig Müll macht, muss auch weniger Säcke kaufen.“

Überwiegend sind die Bürgermeister der Umlandkommunen allerdings für die Beibehaltung der Sackmüllabfuhr. Aber es gebe Bewegung, meint die Geschäftsführerin der Abfallentsorgungsgesellschaft aha, Cornelia Hülter. 

„Ich habe hier in Seelze noch keinen gehört, der die Tonne will“, berichtete beispielsweise der Seelzer Bürgermeister Detlef Schallhorn (parteilos). Ähnlich sieht es der Sehnder Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (CDU): „Die Häuslebauer haben sich auf den Sack eingestellt.“ Auch der Ronnenburger Bürgermeister Wolfgang Walter (SPD) und sein Burgwedeler Amtskollege Hendrik Hoppenstedt (CDU) sprechen sich gegen die Einführung der Tonne aus. Die Kämmerin von Hemmingen, Bärbel Thomas, befürchtet sogar Proteste, sollte die Tonne kommen.

Ein Teil der Bürgermeister legt sich nicht fest, sondern dringt auf eine Lösung für die gesamte Region. Dazu gehören Arpad Bogya (CDU) aus Isernhagen, er will dadurch den technischen und finanziellen Aufwand verringern. Die Lehrter Bürgermeisterin Jutta Voß (SPD) kann sich unterschiedliche Systeme in unterschiedlichen Siedlungsstrukturen vorstellen. Und der Springer Bürgermeister Jörg-Roger Hische (CDU) vermisst eine klare Ansage der Verantwortlichen in der Region zu Sack oder Tonne. „Und dann ist es so, wie es ist“, sagte er.

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  • Müllsäcke Matthias F. – 20.08.10
    Das die Müllsäcke selbst eine unnötige Verballerung von der Resource Öl ist, interessiert anscheinend Niemanden? Ich bin nach Hannover aus dem hohen Norden gezogen und dachte, ich bin hier im Vorkriegszeitalter angekommen, was die Müllbeseitigung betrifft.

    Keiner trennt wirklich, alles ab in eine Tonne...und dann noch die gelben, blauen und schwarzen Säcke. Und für Biomüll wohl auch noch Säcke? Wir haben ja genug Öl :-D...

    Also bei uns im Norden lobe ich mir, dass es schon lange, sehr lange keine Säcke mehr gibt. Aber wenn im "schönen" Hannover die Hausfrontansicht ein wichtiges Argument für Säcke und gegen Tonnen ist...schwaches Bild der Bevölkerung hier vor Ort...Eine Tonne wird einmal hergestellt und ist nahezu ein Leben lange nutzbar...eure Säcke...naja

    übrigens gibt es auch kleine Mülltonnen, z.B. 40 Liter...

    und die Tonnen werden natürlich von den Müllmännern aus den Mietshäusern rausgeholt, da muss keine alte Omi schwere Tonnen zur Straße schieben....

    Es geht also, man muss es nur wollen ;-)
  • @k tesa – 20.08.10
    Ich verstehe Ihr Problem nicht.
    Wenn es denn irgendwann tatsächlich eine funktionierende zentrale Mülltrennung - am besten (teil-)automatisiert - geben würde, ja was dann aus Ihrer Sicht? Wären Sie dann vehement dagegen und würden das als rückwärts gerichtet bezeichnen? Dann wären Sie ja ein Müll(trenn)fetischist.
  • Ein klares JA für die Tonne Umland – 19.08.10
    Ein klares Ja und sofort für die Restmülltonne!

    Keine aufgerissenen Säcke mehr durch Tiere, keine 10 Kg Grenze mehr die einfach nur lächerlich ist!

    Überall woanders gibt es auch Mülltonnen man bekommt alles hinein ohne das etwas kaputt geht oder gar über Nacht aufgerissen wird!

    Wir kämpfen seit 5 Jahren für die Tonne, wir nehmen sie sofort mit Kusshand!

    Es wird allmählich Zeit für die Tonne, die vielen Bürgern so einiges erleichtern wird

  • Müll Trennung Tonnen k – 19.08.10
    Dieser Vorstoß, besser vorwärts in die Vergangenheit, wird von der aha lediglich die Vorbereitung auf das alles in eine Tonne rein sein. Wir sortieren für Sie! So wird der Köder heißen, dazu dann nachsortiert muss so oder so werden. Also liebe wer da auch immer beteiligt ist, Politiker, lasst die Katze raus aus dem Sack.

    In der Planung ist es schon seit vier Jahren oder ;)

    Haltet die Niedersachsen nicht immer für Dumm!
  • Stimmt ... – 19.08.10
    Stimmt, kleinerer Sack wäre toll. Ich brauche auch länger, um einen 20 l-Sack vollzukriegen, geschweige denn eine Tonne. Die wäre in einer Woche nicht einmal ein Viertel voll ... wie mag das stinken, wenn die nur einmal im Monat und dann wahrscheinlich immer noch nicht ganz voll geleert wird ....
  • 10-15 Liter Säcke wären toll! stefane – 19.08.10
    Ich bin auch gegen die Einführung von Tonnen,
    würde mir lieber kleinere Restmüllsäcke (10-15 Liter) wünschen.
    Aber leider sind wir mal wieder nicht bei "wünsch dir was".

    Also liebe Politker,
    bitte ein Volksentscheid.
  • Stimmt Sascha Aust | HAZ.de – 19.08.10
    @ CUP: Sie haben recht, wir haben den Artikel entsprechend geändert. Vielen Dank für den Hinweis.
  • Guten Morgen... CUP – 19.08.10
    Restmüllsäcke sind nicht gelb sondern schwarz/grau... Tolle Recherche schon im zweiten Absatz...
  • Strittiges Thema tesa – 19.08.10
    Da kann man es als Politiker nicht allen Bürgern recht machen. Wie denen dann derartig leichtfertig Unfähigkeit vorgeworfen wird, das verharlmlost ja direkt in anderen Dingen vorgebrachte berechtigte Kritik. So wie die Bevölkerung verschiedene Ansichten hat, so muss man ja auch den Politikern je nach Lager oder Flügel, Gruppierung eine gesonderte Meinung zugestehen. Einfach ist es, wenn da Einer sagt wo es lang geht, aber die volle Zustimmung ist dadurch auch nicht erreicht. Man hat manchmal auch zu hohe Erwartungen an die Politiker, die so nebenbei mal erwähnt auch aus dem Volke kommen und zumindest in der Kommunalpolitik sich noch nicht alle weit weg bewegt haben vom Normalbürger.
  • Es wäre eine Zumutung FB – 19.08.10
    Gerade in Reihenhausgebieten, in denen es nur Stichwege zu den Reihenhäusern gibt, wäre es doch für ältere Mitmenschen fast unmöglich, diese Tonnen an die Straße zu stellen. Insbesondere dann, wenn in diesem Stichweg auch noch eine Treppe zu bewältigen ist. Da ist doch ein Sack wesentlich einfacher zu transportieren. Notfalls wird der Müll auf mehrere Säcke aufgeteilt.

    Die Krönung sind aber die Chips an den Mülltonnen, um damit die Gewichte festzustellen für die verursachungsgerechte Verteilung der Kosten. Da stell ich also meine halbvolle Tonne an die Straße und es wird von anderen die Gelegenheit genutzt, ihren Müll in eine andere Tonne zu packen und somit zahle ich dann für den Müll anderer Leute. Bei den Säcken zahle ich entsprechend der Anzahl und Größe der Säcke und trage damit verursachungsgerecht die Kosten.

    Es wird von den Politikern immer wieder die Politikverdrossenheit der Bevölkerung angeprangert. Wenn die Politiker aber keine Entscheidungen für die Bevölkerung treffen, dann ist es doch klar, dass wir solche Politiker nicht brauchen.
  • Meine Lebensplanung bricht zusammen ... Keine Säcke mehr ...... meier, bernd – 19.08.10
    Tonne für den, der will - nach Gewicht abgerechnet.
    Im Landkreis zahle ich immerhin pauschal nur dafür, dass der Müll LKW kommt.
    Die sw Tonne bitte incl. gelben Müll, das spart Treibstoff in der MVA. Dosen und so etwas kann man noch in einen seperaten Gelb-Sack werfen. Ich habe hier zu 80 Volumen % Plaste, das wiegt nix und kann wunderbar verbrannt werden. Die AHA 16 cent pro Kg Müll würde ich dafür gerne zahlen.

    Die Krähen und Ratten freuen sich immer sehr über den einmal in der Woche gedeckten Tisch. Primär den sw Sack, aber auch in den gelben werden die mal mit suchen anfangen.

    Mich kotzt mein Mülllager in der Wohnung an. Wenn man mal einem Termin verpaßt, entwickelt sich richtig leben im sw Sack. Das unsere Stadtplaner keine Stellplätze für Mülltonnen vorsehen spricht für deren Unfähigkeit. Wo bitte liegen den die Säcke ?
    Da wo Mann/Frau nicht mehr mit dem Kinderwagen (Rollator) durch kommt !

    Beim Grünzeug (fieses Unkraut gehört für mich in die sw Tonne) wird es mengenbedingt beim grünen Sack bleiben. Mindermengen schmeisse ich mit in den sw Sack, das kostet kaum mehr und wozu zwei halb volle Säcke vor die Tür.

    Scheiss Thema Müll, jeder hat eine Meinung und selbst das bekommen die Polit-Clowns nicht sinnvoll geregelt.

    Somit soll gelten - wer will: Tonne nach Gewicht abgerechnet
  • @OKI: Danke! tesa – 19.08.10
    Dann muss man sich ja wohl bei dir bedanken für die Unterstützung von Sparkasse, Üstra und so (aus deinem Wohnsitz im Ex-Landkreis). Wußte ich bisher nicht, sorry.
  • Tonnen sind praktisch JS – 19.08.10
    Tonnen sind praktisch, da man den Müll nur so reinschmeißen braucht. Problematisch ist nur , dass ich schon die kleinste Tonne habe, sie aber nur in 4-6 Wochen voll bekomme.
    Der längste Leerrythmus ist aber 2-Wöchig.
    Da ich nun alle 2 Wochen für eine nicht volle Tonne zahlen muss, schmeiße ich am Tag vor der Lehrung alles was noch da ist, unsortiert hinein, da ich die Tonne sonst nicht voll kriege.
    Das ist so wohl gewollt.
  • Wir sind die Sechs von der Müllabfuhr... FischPantz – 19.08.10
    Ich würde ja mal schwer Behaupten das Tonnen den Arbeiter_innen bei der Müllabfuhr einiges an Arbeit ersparen. Die Armen Schweine die morgens z.B. in Wunstorf tausende Säcke in den Lastkraftwagen werfen müssen. Das Argument mit dem für Luft bezahlen meiner Vorschreiber_Inn sehe ich aber auch.
  • Häh ? MarcusCDe – 19.08.10
    ´Einen Versuch, die Mülltonnen durch Säcke zu ersetzen, hatte auch Langenhagen..´

    Langenhagen hat definitiv nur Säcke, keine Mülltonnen !
  • Sack oder Tonne OKI – 19.08.10
    Alle sprechen hier von Kostengerechtigkeit aber vergessen zu erwähnen das z.B die Straßenreinigung in Hannover Stadt von der AHA erledigt wird (Winterdienst ebenso).
    Außerdem ist mir schon mehrmals aufgefallen das im Stadtgebiet Hannovers "normale Säcke abtransportiert werden - das sollte sich mal einer im Landkreis -ups/sorry der Region erlauben !!
    Wir aus den umliegenden Gemeinden bekommen dann immer so kleine leuchtrote Zettelchen angeklebt.
    Wenn man schon von Angleichung in Stadt und Region labert, dann sollte man doch erst mal klären welche Aufgaben die AHA in Stadt und Umland übernommen hat, und wer diese Kosten trägt.
    Ich habe den Eindruck (nicht nur bei der AHA - siehe Sparkasse,Üstra, Zoo usw.)das seit der Regionsgründung das Umland die (selbstgemachten) Schulden von Hannover gerade in o.gen. Feldern mitbezahlen muß
    Außerdem vermisse ich ein wenig die Transparenz bei der Entscheidungsfindung - man bekommt immer erst die Ergebnisse nachdem einige Entscheidungsträger im stillen Kämmerlein ihre Pläne gemacht haben.
    Auch habe ich das Gefühl das hier wieder einmal nur an der Kostenschraube gedreht werden soll.
    Schon mal aufgefallen - alle möglichen Leute in kommunalen Stellen erzählen freudig was Sie alles schon wieder eingespart haben - putzigerweise wurden bei mir noch nie irgendwelche Gebühren gesenkt !
  • Wohin mit der Tonne versatis – 19.08.10
    In wohne in einem Reihenmittelhaus ohne Kellereingang zur Strassenseite. Ich müßte die Tonnen entweder vor dem Haus oder auf der Terrasse parken.Meine Garage liegt ca. 300 Meter entfernt. Für mich wäre das also nichts. Den Vorschlag, kleinere Restmüllsäcke anzubieten halte ich für gut, wobei es die ja bereits gibt. Man müßte halt nur die großen 50 Liter Säcke aus dem Verkehr ziehen.
  • Laatzens Bürger möglichst oft verärgern captaincarter67 – 19.08.10
    Vielleicht fällt der SPD in Laatzen noch mehr ein, ihre Bürger möglichst nachhaltig zu verärgern, so daß es nach der nächsten Kommunalwahl in Laatzen keinen SPD-geführten Stadtrat und keinen Prinzen mehr gibt, der selbstherrlich Entscheidungen trifft...
  • Tonnen machen, reckless68 – 19.08.10
    es der AHA leichter die Bürger abzuzocken. Bei der Abfuhr mit Säcken kann ich selbst beinflussen wieviel ich zahle, bei den Tonnen muss ich ggf. für Luft zahlen. Darüber hinaus kann ich mein Auto nicht mehr in die Garage stellen, da dort 4 Tonnen den Platz beanspruchen.
  • Den Stellplatz bezahlt die Stadt Laatzen ? captaincarter – 19.08.10
    Als unsere Wohnanlage (47 Reihenhäuser) 1997 errichtet wurde, hat noch niemand an Mülltonnen gedacht. Übernimmt Herr Prinz denn jetzt die Kosten für eine Fläche, auf der mind. 47 graue Mülltonnen geparkt werden können ?
  • ... bella – 19.08.10
    zumindest biomülltonnen sind vollkommen angezeigt; etwas ekligeres, als biomüll privat in der wohnung (nicht alle haben garage oder keller!) zu lagern, gibt es sicherlich nicht im bereich müllentsorgung!
  • Tonnen in die Tonne Wettberger – 19.08.10
    Wir haben in Wettbergen die Zwangsumstellung auf Tonnen vor Jahren mitgemacht.
    Ich kann nur allen raten, es nicht zu tun. Wer das probagiert, handelt jedenfalls nicht im Interesse der Bürger, sondern im alleinigen Interesse der Politik und Verwaltung.
    Es kostet den Bürger einfach nur mehr Geld.
  • Restmülltonnen Günter – 19.08.10
    Das ist nix weiter als der nächste Stellenabbau!
  • An den Autor - Tonnen-nein! Adele – 19.08.10
    1. Seit wann sind Restmüllsäcke gelb?
    2. Seit wann hat Langenhagen Mülltonnen?
    3. Wie groß sollen die Grünmülltonnen werden, wenn in den Sommermonaten der Rasenschnitt anfällt (bei mir ca. 6 Säcke pro Woche)?
    4. Wie klein können die Restmülltonnen werden? Der kleinste Restmüllbeutel - 20 l - ist bei mir nach ca. 3 Wochen abholbereit.
  • Tonnen-Pro Sandra – 19.08.10
    Ich habe jahrelang in Barsinghausen gewohnt, wo wir Restmüllsäcke hatten. Hier in Hannover sind wir froh die Tonnen, bzw. Container zu haben.
    Wir hatten beides in Hannover schon: in der ersten Wohnung Tonnen (8 Wohnparteien) die zweimal wöchentlich geleert wurden und jetzt, in einem 14 Parteien-Haus (wo ca. 20 Personen wohnen), einen Container. Dieser Container wird auch zweimal wöchentlich geleert, aber wir teilen uns den auch mit dem Nachbarhaus! Bei uns kommt es äusserst selten vor dass der Container mal überfüllt ist wenn ich was rein werfen will. Dann muss man sich die Mitnutzer eben erziehen ;-). WIR jedenfalls trennen ... weitestgehend ...

    Ich weiß nicht was schlimmer aussieht, oder riecht: geschlossene Plastiktonnen, oder zu schwere, teils auslaufende oder von Tieren aufgerissene Restmüllsäcke?
  • brennbare Plastiktonnen Mitglied – 19.08.10
    Wenn Tonnen angeschafft werden sollten, wäre es fein folgendes beim Kauf zu bedenken:

    In einigen Vierteln gibt es immer wieder "Feuerteufel" die Mülltonnen abfackeln. Nicht nur das o etwas umweltschädlich ist, in engen Vierteln könnte so etwas auch mal Menschenleben kosten.

    Gibt es evtl. schlecht entflammbare aber leichte Tonnen? Wenn ja wäre es ja mal ein Gedanke so zu bestellen.
  • Platz, Geruch, Optik der Straßenräume Archi – 19.08.10
    Doch, das geht mit dem Platz- auch auf ganz kleinen Grundstücken!
    Wie das aussieht, kann man in Celle sehen. Dort gibt es pro Haus nicht nur je eine Tonne für Rest- und Biomüll, sondern auch für Papier und Verpackungen, also 4 insgesamt.
    In den Reihenhaussiedlungen englischer (Soldaten-) Familien mit gepflasterten "Vorgärten" von 5x2 Metern ist das unheimlich schön: Tonnen, soweit das Auge reicht. Und es riecht auch so lecker!
    (Ironie aus)
    Im Ernst: ich wohne in Hannover in einem 10-Familienhaus. Bei der Papierabfuhr stehen 3 Säcke vor dem Haus und bei den Verpackungen 2, aber der Riesencontainer ist schon wenige Tage nach dem Abfuhrtag bis zum Bersten gefüllt: Holzleisten, Elektrogeräte, Grünabfall, Glasflaschen, Dosen mit Lack, Zeitungen und Kartons, Stoff, sogar Stühle!
    Da ich im Hochparterre wohne und vor dem Haus wenig Platz ist, steht der Container vor dem Wohnzimmerfenster (der 1-Zimmer-Wohnung). Im Sommer zu lüften, ist nicht so nett: neben dem Geruch (Südseite) verirren sich binnen Minuten zahlreiche grünschimmernde Fliegen in die Wohnung (und manchmal Ratten auf die Containereinzäunung).
    Wer sich ernsthaft fragt, warum in der Landeshauptstadt soviel mehr Restmüll anfällt als im Umland, ist in dieser Diskussion nicht wirklich ernst zu nehmen.
    Allerdings sehe ich ein, dass bei der Sackabfuhr die körperliche Belastung für die Abholer enorm ist. Könnte man die Größe der Säcke für Restmüll und Bioabfälle nicht einfach halbieren?
  • Platz... Goofy – 18.08.10
    Zumal ja, wie im Artikel auch korrekt beschrieben, in den teils engen Neubaustraßen gar kein Müllfahrzeug rangieren kann. Und wenn dann 12-15 Parteien ihre Mülltonnen frühmorgens oder abends zur Hauptstraße rumpeln müssen, wird das sicher ein Heidenspaß - abgesehen davon, dass dort oft gar kein Platz für eine große Anzahl an Tonnen ist und die Dinger ggf. auf die Straße purzeln.
  • Tonne voll Frank – 18.08.10
    Ich wohne in Gehrden.

    Wenn uns hier Tonnen vor die Tür gestellt werden per "Müllflatrate", dann werde ich 'nen Teufel tun und gar keinen Müll mehr trennen - einfach alles rein in die Restmülltonne.

    Bisher sehe ich zu, dass ich möglichst wenig Restmüll verursache.

    Ich möchte auch keine großen Tonnen am Haus stehen haben - mich nerven schon die Altpapiertonnen, die hier überall rumstehen.

    Gruß, Frank

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