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Aus der Stadt Jetzt ist das Jante am Zug
Hannover Aus der Stadt Jetzt ist das Jante am Zug
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20:32 19.11.2017
Von Stefanie Gollasch
Mutige Gastronomen: Sternekoch Tony Hohlfeld und Mona Schrader starten mit dem Jante ein neues Projekt. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

Eingeschworene Fans von Hohlfelds so kunstvoller wie erdiger Küche können sich freuen: Der 25-jährige sterngekrönte Koch will seinem Stil treu bleiben und aus saisonalen und regionalen Produkten raffinierte Gerichte kreieren.

Abends wird es außer À-la-carte-Gerichten ein Sieben-Gänge-Menü für 89 Euro geben, mittags unter anderem einen „Drei-Gänge-Schlemmerlunch“ für knapp 30 Euro. Beispiel gefällig? Als Vorspeise könnte es confierten Saibling mit einem kleinen Salat und Graubrotknusper geben, zum Hauptgang geschmorte Ochsenbacke mit Bohnencassoulet und Trüffelschaum und als Dessert marinierte Beeren mit Cheesecake-Schaum und Malzcrumble. „Wir bleiben bei Tonys Küchensprache“, formuliert es Mona Schrader. Die ebenfalls 25-jährige Sommelière wird im Jante mit zwei noch zu findenden Kolleginnen den Service leiten und natürlich für die Weine zuständig sein.

Jante stammt aus dem Skandinavischen

In vier Wochen sollen die ersten Gäste bewirtet werden, aber bis dahin wartet noch viel Arbeit auf das junge Betreiber-Duo. Dabei haben sie schon einen gewaltigen Kraftakt hinter sich: Die Räume des Le Monde sind nicht wiederzuerkennen, Türen wurden versetzt, eine komplett neue Theke ist eingebaut, und auch in der Küche schafft sich Tony Hohlfeld mit viel Aufwand das Reich, in dem er mit Deele-Kollege Lars Kösel zusammen wirken will. Sockel mussten gemauert, Wände neu gefliest und nicht zuletzt einige Geräte ersetzt oder neu angeschafft werden, damit alles so ist, wie es der Sternekoch für seine aufwendigen Gerichte braucht.

Im Gastraum dominieren ein rauchiges Blau und helle Holztöne das neue Ambiente: Die Gäste werden auf gepolsterten Sesseln an schlichten, soliden Holztischen sitzen, durch die Glasfront zum ebenfalls neu möblierten Garten wirkt alles licht und offen. Kleine kupferfarbene Details wie etwa die Deckenleuchten oder die stylishen Mann/Frau-Symbole an den WC-Türen lockern die skandinavisch-kühle Farbsprache auf. „Das ist alles Monas Werk, ich durfte immerhin die Teller aussuchen“, sagt Hohlfeld grinsend. Den Namen für ihr Projekt haben sie aber gemeinsam ersonnen: Jante steht in Skandinavien für das ungeschriebene Gesetz, nach dem das Team zählt und nicht der Einzelne.

Die Familien helfen mit

Für das Team, das zurzeit das Le Monde ins Jante verwandelt, muss dieses Motto nicht extra betont werden. Der Bruder von Mona Schrader hilft ebenso tatkräftig mit wie der künftige Souschef Lars Kösel, und auch bei der Finanzierung hat das eine oder andere Familienmitglied helfend eingegriffen. Woher die beiden jungen Existenzgründer den Mut für ihr Vorhaben nehmen? „Ach, irgendwann merkt man einfach, dass die Zeit dafür jetzt reif ist“, sagt Mona Schrader. Die gebürtige Wolfsburgerin kommt aus einer Gastronomenfamilie und ist praktisch im Gasthaus ihrer Großeltern aufgewachsen, wie sie sagt.

Und der Zeitpunkt sei doch einfach ideal: „Wir sind privat ungebunden, und wenn das hier tatsächlich schiefgeht, zahlen wir eben die Schulden ab und leben dann ab 35 oder so ganz normal weiter“, sagt sie. Dass in genau diesem so perfekten Moment die Immobilie am Braunschweiger Platz zu haben war und der Vermieter zu einigen Verschönerungen bereit war, hat die beiden dann vollends davon überzeugt, das Wagnis einzugehen.

Reservierungen sind ab sofort unter jante-restaurant.de möglich.

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