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Aus der Stadt Totes Baby im Koffer: 22-Jährige kommt vor Gericht
Hannover Aus der Stadt Totes Baby im Koffer: 22-Jährige kommt vor Gericht
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13:35 16.02.2017
In einem Koffer in einer Wohnung in Vahrenwald sind ein lebendes Baby und das Skelett eines toten Babys gefunden worden. Quelle: dpa/Archiv
Hannover

Knapp fünf Monate nach dem erschütternden Fund von einem lebenden und einem toten Säugling in einem Koffer in Hannover steht die Mutter von Freitag an vor dem Landgericht. Die 22-jährige Laura S. muss sich unter anderem wegen versuchten Totschlags und Verletzung der Fürsorgepflicht verantworten. Der Lebensgefährte der jungen Frau hatte die Babys im vergangenen September in dem Koffer in der gemeinsamen Wohnung entdeckt: Ein Neugeborenes lebte noch, ein zweites war bereits vor längerem gestorben und skelettiert.

Für den Prozess sind vier Fortsetzungstermine bis Anfang März geplant. Ein Sachverständiger soll zur Schuldfähigkeit der Frau gehört werden und ein medizinischer Gutachter zum Zustand des lebend gefundenen Babys. Außerdem befragt werden zwei Ärzte der Medizinischen Hochschule Hannover, die das Baby und die Mutter untersuchten.

Die 22-Jährige, die in Untersuchungshaft sitzt, soll das eine Kind am 26. September zur Welt gebracht und nahezu unversorgt in den Koffer gelegt haben. Nach drei Tagen wurde das Mädchen entdeckt. Neben dem wenige Tage alten Kind hatte das Skelett eines toten Geschwisterkindes gelegen. In diesem Fall wurden die Ermittlungen eingestellt, weil nicht zu klären war, ob dieses Baby im Januar 2015 bereits tot geboren wurde.

Tod des Kindes billigend in Kauf genommen

Der Frau droht eine Mindeststrafe von zwei Jahren Haft, es sei denn, dass vom Vorwurf des versuchten Totschlags im Laufe des Prozesses noch abgerückt wird. Nach den bisherigen Erkenntnissen ging die Mutter nach der Geburt und an den folgenden Tagen regelmäßig zur Arbeit. Zwischendurch soll sie nur gelegentlich nach dem Neugeborenen geschaut und dieses gestillt haben. Der Koffer befand sich in einem Abstellraum in der Wohnung des Paares. Durch ihr Handeln habe sie eine Unterkühlung beziehungsweise den Tod des Kindes infolge Erstickens zumindest billigend in Kauf genommen, heißt es in der Anklage.

Der Koffer, in dem sich noch eine Vielzahl anderer Gegenstände befand, war den Ermittlungen zufolge zunächst nur zugeklappt. Am Tag, als das Baby gefunden wurde, war er mit einem Reißverschluss verschlossen. Gegen den 19 Jahre alten Freund der Frau wurde nicht ermittelt. Das Paar war erst wenige Monate zuvor in die Wohnung in einem gepflegten Wohnviertel in der Nähe des Zentrums von Hannover gezogen.

dpa

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