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Aus der Stadt Tourist hat Handgranate im Koffer
Hannover Aus der Stadt Tourist hat Handgranate im Koffer
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00:33 03.07.2015
Ein Amerikaner hatte am Flughafen Langenhagen eine Handgranate im Koffer, was sofort die Polizei auf den Plan rief. Quelle: Polizei
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Hannover

Bei Reisen durch ferne Länder oder Kontinente lohnt es sich, über die dortigen Gesetze und Gepflogenheiten informiert zu sein. Sonst drohen böse Überraschungen, wie ein US-amerikanischer Tourist am Dienstag in Hannover erfahren musste. Der 28-Jährige wurde kurz vor seinem Abflug nach Amsterdam von der Bundespolizei am Flughafen in Langenhagen ausgerufen. Die Beamten hatten bei der Gepäckkontrolle einen Gegenstand im Koffer des Europareisenden entdeckt, der aussah wie eine Handgranate. Daraufhin wurde der Koffer in einen Sicherheitsbereich gebracht und die Bombenentschärfer der Bundespolizei wurden alarmiert.

„Zunächst haben wir aber den Besitzer gefragt, was in dem Gepäckstück ist“, sagt Behördensprecherin Marcella Krübbe. Der Amerikaner gab daraufhin ganz selbstverständlich an, dass es sich um eine Handgranate aus dem Ersten Weltkrieg handele, die er in einem Andenkenladen in Frankreich gekauft habe. Die Sprengstoffexperten öffneten daraufhin die Tasche und untersuchten den vermeintlich hochexplosiven Gegenstand.

„Dabei stellte sich heraus, dass es sich nur um den Mantel der Granate ohne Zünder und Sprengstoff handelte“, sagt Krübbe. Das Souvenir durfte der Amerikaner behalten. Und auch einer Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffengesetz entging der 28-Jährige.

Seinen Flug nach Amsterdam jedoch verpasste der Urlauber, da der Flieger nicht auf ihn warten konnte.

Den Ersatzflug musste er zudem selbst bezahlen. „Der Einsatz wurde ja durch das Fehlverhalten des Mannes ausgelöst“, erklärt Krübbe. Denn selbst wenn man mit einer Spielzeugwaffe oder einer Waffe, für die man eine Erlaubnis besitzt, verreisen will, muss diese zuvor bei Fluglinie und Polizei angemeldet werden. Im Handgepäck darf sie aber auch dann nicht mitgeführt werden.     

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