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Traditionsgeschäft Werner und Werner gibt auf

Kindermodenhaus Traditionsgeschäft Werner und Werner gibt auf

Das Aus kommt überraschend - sowohl für die Kunden als auch für die Händler der City-Gemeinschaft: Nach 79 Jahren ist das Kindermodengeschäft Werner und Werner an der Osterstraße geschlossen worden. Ein Maklerbüro bietet das Ladenlokal nun zur Vermietung an. 

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Das Geschäft Werner und Werner in der Innenstadt hat geschlossen.

Quelle: Hagemann

Hannover. Seit Kurzem sind die Schaufenster zum Teil verklebt, ein Maklerbüro preist das zweigeschossige Ladenlokal mit rund 300 Quadratmetern Fläche zur Vermietung an. Darauf, dass die letzten Besitzer, ein Ehepaar aus dem Raum Celle, sehr kurzfristig aufgeben mussten, lässt das Fenster zur Windmühlenstraße schließen: Die kleinen Kleiderpuppen sind bereits mit der aktuellen Wintermode ausstaffiert.

„Wir haben von den Schwierigkeiten nichts gewusst“, betont Martin Prenzler von der City-Gemeinschaft. Die Schließung des Fachgeschäfts in bester Lage sei sehr schade. „Aber inhabergeführter Einzelhandel ist nun einmal unendlich schwer.“ Prenzler sieht da zwar keinen Trend in Hannover, die Wartelisten für Nachmieter seien ziemlich lang in City-Lage. „Dennoch fehlt es an jungen Unternehmern, die mit frischen Ideen einen Neuanfang in der Innenstadt wagen“, sagt Prenzler. Aber bei 220 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter rund um den Kröpcke sei das auch ein Wagnis.

Werner und Werner gehörte zu den altbekannten Adressen in der Innenstadt. Gegründet wurde das Kindermodengeschäft 1936 an der heutigen Rathenaustraße von den Brüdern Hermann und Franz Werner. Das Fachgeschäft für Baby-, Kinder- und Damenmoden wurde 1943 ausgebombt und eröffnete nach dem Zweiten Weltkrieg neu an der Georgstraße 34. Geleitet wurde es inzwischen von Hermann Werners Töchtern Ursula Löbbecke und Annemarie Eicke. Das Angebot an Kleidung reichte damals vom ersten Strampelanzug bis zum Tanzstundenkleid, außerdem gab es Umstandsmoden und Möbel. 2002 zog Werner und Werner an die Osterstraße um, Geschäftsführerin war Eickes Tochter Julia Westermann. Vor zwei Jahren dann wurde das Zepter an das Ehepaar aus Celle übergeben, fünf Mitarbeiter waren dort bis zum Schluss beschäftigt.

„Wir haben noch ein bisschen Hoffnung, dass es gelingt, das Unternehmen im Insolvenzverfahren fortzuführen“, sagt Prenzler. Ein Leerstandsproblem indes fürchtet er nicht. „In dieser Lage gehen die Flächen meist unter der Hand weg.“

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