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Aus der Stadt Erneut Krawall von Trinkern vor Spielwarenladen
Hannover Aus der Stadt Erneut Krawall von Trinkern vor Spielwarenladen
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00:16 21.08.2016
Von Andreas Schinkel
„Keine Sozialstation“: Trinker am Weißekreuzplatz. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

 „Es wird immer schlimmer, kürzlich mussten wir wieder die Polizei rufen“, erzählt Nora Schwenger vom Spielwarenladen Fridolin’s. Ein betrunkenes Pärchen sei am Mittwoch vor dem Geschäft lautstark in Streit geraten. Der Mann verletzte sich selbst, blutete am Hals, wurde immer aggressiver. Seine Freundin rannte ins Geschäft und bat darum, die Polizei zu rufen. „Wir mussten die Polizei regelrecht bitten, zu kommen“, sagt Schwenger. Der Mann wurde überwältigt, von Sanitätern versorgt und dann in die Psychiatrie gefahren. Die Polizei bestätigt den Vorgang.

„Bisher haben Trinker noch keine Kinder in unserem Laden belästigt“, sagt Schwenger. Dennoch seien solche Szenen wie am Mittwoch erschütternd, nicht nur für Kinder. „Wir finden es auch nicht lustig, wenn Betrunkene unsere Bälle in der Auslage durch die Gegend schießen.“ Sie schlägt einen Spielplatz auf dem Weißekreuzplatz vor. Kinder gibt es rundum genug.

Den Vorschlag teilt die Aktion Lister Meile, ein Zusammenschluss von Geschäftsleuten. „Dann kann auf dem Platz ein Alkoholverbot ausgesprochen werden“, sagt der Sprecher des Vereins, Klaus Eberitzsch. Mit einer Spendenaktion könnten sich die Kaufleute an den Kosten für den Umbau beteiligen. „Wir haben Oberbürgermeister Stefan Schostok am 19. Juli die Idee unterbreitet, aber noch keine Antwort bekommen.“

Anwohner hatten sich kürzlich im Bezirksrat Mitte über die Trinkerszene auf dem Weißekreuzplatz beschwert. Sie beklagten, dass die Zecher aggressiver und zahlreicher würden. Bis zu 50 Menschen versammelten sich nach Beobachtung der Anwohner in den Nachmittagsstunden auf dem Platz. Die Stadt lehnte den Bau eines Spielplatzes mit der Begründung ab, dass die Trinker dann vom Platz verdrängt würden.

Die CDU ist der Ansicht, dass es so nicht weitergehen könne. „Ein öffentlicher Platz ist keine Sozialstation“, sagt Hannovers CDU-Chef Dirk Toepffer. Zugleich müsse sich die Stadt um die alkoholkranken Menschen kümmern.

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