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Sind diese Vorschläge die Lösung am Raschplatz?

Trinkerszene Sind diese Vorschläge die Lösung am Raschplatz?

Mehr Ordnungskräfte in den Abendstunden, ein Ideenwettbewerb für Architekten oder doch ein rigoroses Alkoholverbot? Die hannoversche Ratspolitik legt Vorschläge auf den Tisch, wie der Raschplatz zu einem angenehmeren Ort werden kann.

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Ein gewisse Verschmutzung sei „normal“, sagen die Grünen. Aber der derzeitige Zustand am Raschplatz behagt auch ihnen nicht. Fotos: Wiechers, Franson

Hannover. Die Mehrheit der Politiker ist sich einig, dass die Trinkerszene auf dem Areal hinterm Bahnhof nicht vertrieben werden sollte. Es sei aber nicht hinnehmbar, dass sich Zecher und Partygänger auf dem Platz erleichterten, obwohl eine kostenlose, öffentliche Toilette zur Verfügung steht. Die Grünen wenden ein, dass eine gewisse Verschmutzung für eine Großstadt wie Hannover „normal“ sei. „Wir wollen allerdings den zu beobachtenden Trend stoppen, dass es schlimmer wird“, sagt Grünen-Ratsfrau Renee Steinhoff.

Bis zu 50 Trinker treffen sich bei mildem Wetter auf dem Raschplatz. Sie belästigen keine Passanten, jedoch bricht innerhalb der Gruppe häufig Streit aus, und es kommt zu Handgreiflichkeiten. Die Sozialarbeiter vom Karl-Lemmermann-Haus haben vor einem Jahr die Lage auf dem Raschplatz beobachtet und einen Bericht angefertigt, der aber nicht der Öffentlichkeit präsentiert wird. Nach Informationen der HAZ kommen die Experten zu dem Ergebnis, dass die überwiegend aus Osteuropäern bestehende Trinkerszene mit den Mitteln der Sozialarbeit kaum erreicht werden kann. Zu kritisieren sei, so heißt es in dem Bericht, dass sich die Verantwortlichen vor Ort besser koordinieren müssten. Damit sind vor allem die Stadtverwaltung und die Grundstücksgesellschaft HRG gemeint, die Eigentümerin des Platzes ist.

Dem Vernehmen nach arbeitet die Stadtverwaltung derzeit an einem langfristigen Konzept für den Raschplatz, das aber erst in einigen Wochen präsentiert werden soll. Voraussichtlich wird der Plan ein Bündel von Maßnahmen enthalten.

Den Ratspolitikern geht das nicht schnell genug. Die Grünen sehen nicht nur auf dem Raschplatz, sondern auch auf anderen Cityplätzen eine zunehmende Verschmutzung und wollen das Problem ordnungspolitisch lösen. „Wir brauchen mehr Mitarbeiter der Servicegruppe Innenstadt, die zudem nach 20.30 Uhr in der City unterwegs sind“, sagt Ratsfrau Steinhoff. Damit meint sie jene sechs Stadtbeschäftigten, die durch die Innenstadt patrouillieren und Ordnungswidrigkeiten ahnden. Üblicherweise sind die Mitarbeiter montags zwischen 8 und 20.30 Uhr unterwegs, sonnabends von 10 bis 19 Uhr. Erwischen sie eine Person dabei, wie sie sich auf öffentlichen Plätzen erleichtert, können sie ein Bußgeld verhängen. „Das Problem ist nur, dass bei manchen Menschen kein Geld zu holen ist“, heißt es aus dem Rathaus.

Der Raschplatz in Hannovers Innenstadt ist als Treffpunkt für Alkoholkonsum bekannt. Das hinterlässt dort seine Spuren. Ein Besuch.

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Am weitesten geht der Vorschlag der CDU im Bezirksrat Mitte. Sie will die Verwaltung in der nächsten Sitzung des Gremiums am Montag auffordern, ein Alkoholverbot zu prüfen. Zustimmung findet der Antrag in der CDU-Ratsfraktion, die noch einen zusätzlichen Vorschlag macht: „Wir wollen einen Ideenwettbewerb für den Raschplatz“, sagt CDU-Baupolitiker Felix Blaschzyk. Architekten, Landschaftsplaner und Studenten sollen skizzieren, wie der Raschplatz ohne allzu großen Aufwand verschönert werden kann.

Einen ersten Schritt in diese Richtung unternimmt jetzt ein Gastronom auf dem Raschplatz. „Wir haben endlich die Genehmigung der Stadt für unserer Außenterrasse und fangen mit den Bauarbeiten an“, sagt Massoud Kader, Wirt des Clubs „Warm up“. Seine Gastronomie befindet sich unmittelbar neben der Freitreppe zum Hauptbahnhof, dem Versammlungsort der Trinkerszene. Er investiere viel Geld, um eine ansprechende Terrasse einzurichten. „Wir wollen den Raschplatz verbessern“, sagt Kader. Er glaubt aber auch, dass sich die Probleme nachhaltig nur durch ein Alkoholverbot lösen lassen.

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