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Aus der Stadt Trinkwasserprobe im Henriettenstift enthält Blei
Hannover Aus der Stadt Trinkwasserprobe im Henriettenstift enthält Blei
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06:04 13.02.2015
Von Bernd Haase
Gezogen worden ist die belastete Wasserprobe am Dienstag bei Routineuntersuchungen der Trinkwasserversorgung in der Südstadt. Quelle: dpa (Symbolfoto)
Hannover

Nach Entdeckung des Schwermetalls konnten diese zwar noch duschen und waschen, wurden aber davor gewarnt, Leitungswasser zu trinken. Als Ersatz gab es abgepacktes Wasser in Flaschen. Über das weitere Vorgehen will die Klinikleitung heute mit dem Gesundheitsamt beraten.

„Wir wissen bisher weder genau, welches Ausmaß die Belastungen haben, noch, wie das Blei in das Wasser gelangt ist“, sagt Unternehmenssprecher Achim Balkhoff. Fest stehe aber, dass zu keinem Zeitpunkt das Wohlergehen von Patienten und Personal gefährdet gewesen sei. Gezogen worden ist die belastete Probe am Dienstag bei Routineuntersuchungen der Trinkwasserversorgung des gesamten Hauses in der Südstadt. Daraufhin wurden Personal und Patienten per Aushang informiert und das Gesundheitsamt eingeschaltet.

„Es handelt sich bisher um den Verdacht, dass Grenzwerte überschritten worden sind“, sagt Balkhoff. Diese sind zuletzt 2013 verschärft worden. Blei ist früher häufig im Rohrleitungsbau verwendet worden. Das war ungesund. Das Metall greift im menschlichen Körper das Nervensystem an, beeinträchtigt die Blutbildung und führt zu Nierenschäden. Deshalb sind Bleileitungen für Wasser längst verboten. „Dass im Krankenhaus derartige Leitungen liegen, ist ausgeschlossen“, erklärt der Unternehmenssprecher.

Auffällig gewesen ist laut Balkhoff die Probe an einer Entnahmestelle. Da aber nicht auszuschließen sei, dass Wasser mit verdächtigen Werten auch an damit verbundenen Stellen des Leitungsnetzes auftauche, habe man sich entschlossen, Patienten der Stationen 1, 2 und 3 der Inneren Medizin mit Ausnahme der Nuklearmedizin umziehen zu lassen. Betroffen sind etwa 30 Betten von insgesamt rund 500 im Krankenhaus. Weil es derzeit nicht ausgelastet ist, können sie voraussichtlich in anderen Zimmern der Klinik untergebracht werden. Sollte dies nicht ausreichen, stünden im nahegelegenen Haus des Friederikenstiftes an der Marienstraße Kapazitäten zur Verfügung.

Fest steht, dass in den nächsten Tagen in den betroffenen Stationen des Henriettenstiftes das Trinkwasser mit sogenannten Staffelproben weiter untersucht werden soll. Davon erwarten sich Klinikleitung und Gesundheitsamt nähere Aufschlüsse darüber, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder ob Grenzwerte dauerhaft überschritten werden sowie darüber, wo das Blei überhaupt herstammt. Die Klinikleitung will bei einer erneuten Überschreitung der Grenzwerte eine umfassende Sanierung des Leitungssystems in den betroffenen Stationen in Auftrag geben.

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