Mit einer ungewöhnlichen und für die Polizei neuen Methode haben drei junge Männer versucht, an Geld zu kommen. Das Trio orderte im Internet Feingold im Wert von knapp 5000 Euro. Die Lieferung erfolgte per Nachnahme. Bei der Übergabe der kleinen Goldbarren an die Täter überwältigten diese den Kurier und flüchteten mit der Beute. Einmal waren sie auf diese Art und Weise erfolgreich. Zwei weitere Taten schlugen fehl. Jetzt sitzen die Männer in Untersuchungshaft.
Mitte Februar schlugen die Täter zum ersten Mal in Bremen zu. Sie bestellten unter falschem Namen und mit einer falschen E-Mail-Adresse von einem Internet-Café aus Feingold in kleinen Barren und ließen sich die Ware an eine Adresse liefern, die nicht existiert. Als die Kurierfahrerin sich per Handy bei den Bestellern meldete, verabredeten die Täter einen Übergabeort unter freiem Himmel. Dabei sprühte das Trio der Frau Pfefferspray ins Gesicht, nahm das Goldpaket an sich und flüchtete mit der Beute. Anfang März schlug ein zweiter Versuch fehl. Am 8. März wurde die Polizei auf eine verdächtige Goldbestellung aus Hannover aufmerksam. Die Lieferung sollte in diesem Fall in die Ricklinger Bebelstraße gehen.
Die Täter, zwei 20-Jährige und ein zwei Jahre jüngerer Komplize, hatten sich in der Nähe der vermeintlichen Lieferanschrift auf die Lauer gelegt. Außerdem hatten sie einen Audi mit abgeschraubten Kennzeichen als Fluchtwagen bereitgestellt. Doch auch die Polizei hatte sich in der Nähe postiert. Kurz bevor es zur Übergabe der Bestellung kam, nahmen die Beamten die aus Bremen stammenden Täter fest. Dabei stellten sie ein Handy sicher, das die Männer für ihre Taten benutzt hatten. Außerdem fanden sie eine Schreckschusswaffe. Die 20-Jährigen schwiegen gegenüber den Polizisten. Der 18-Jährige hingegen legte ein Geständnis ab und berichtete den Ermittlern davon, dass einen Tag später ein weiterer Goldkurier in Bremen überfallen werden sollte. Die Polizei versucht jetzt zu ergründen, wo das Feingold, das das Trio bei der ersten Tat erbeutet hatte, abgeblieben ist und ob die Männer für weitere Straftaten verantwortlich sind.
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