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Tropenschauhaus öffnet trotz Schmetterlingssterben

Exotische Falter Tropenschauhaus öffnet trotz Schmetterlingssterben

Alles im frisch sanierten Tropenschauhaus war perfekt auf die flatternden Gäste abgestimmt. Mit einer großen Schau prächtiger tropischer Schmetterlinge wollten die Botaniker im Berggarten das Pflanzenhaus nach zehn Monaten wieder öffnen, doch viele der Schmetterlinge starben schon nach wenigen Tagen.

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Ronald Clark und Boris Schlumpberger mit Schmetterling.

Quelle: Michael Thomas

Hannover .  „Wir haben seit Februar darauf hingearbeitet und gefiebert“, berichtet Betriebsleiterin Prof. Anke Seegert. Die Gärtner haben extra passende Blumen wie den Stern von Ägypten (Pentas) und die giftige Seidenpflanze pünktlich zum Blühen gebracht. Denn deren Nektar mundet den großflügeligen Insekten besonders. Für die wählerischen Raupen stehen Pfeffergewächse, Bananen- und Zitruspflanzen bereit.

Doch als die Lieferungen mit rund 1600 Puppen von 60 Arten exotischer Schmetterlinge eintrafen, starben viele Tiere schon wenige Tage statt wie normal Wochen nach dem Schlüpfen. Offiziell ist die Schau nun abgesagt, Nachlieferungen sind bis auf Weiteres gestoppt. „Solange wir die Ursachen für das Sterben nicht kennen, setzen wir die Ausstellung aus“, betont Seegert. Besucher können dennoch etliche Schmetterlinge zwischen Palmen und Titanwurz entdecken.

Trotz der Tode vieler Schmetterlinge, ist das Tropenschauhaus wieder eröffnet.

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Besonders die riesigen Bananenfalter mit 18 Zentimeter Spannbreite und die intensiv blau leuchtenden Himmelsfalter fallen auf. „Je größer, desto robuster sind die Tiere“, erklärt Boris Schlumpberger, Kustos der tropischen Sammlung. Die Bananenfalter hätten sogar Eier gelegt, berichtet Gartendirektor Ronald Clark.

Clarks Mitarbeiter ziehen nun Experten aus anderen Gärten zu Rate und wollen die Falter untersuchen lassen. „Wir hoffen natürlich, dass wir uns mit den Lieferungen keine Schmetterlingskrankheit eingeschleppt haben.“ Die Tiere stammen aus Schmetterlingsfarmen in Costa Rica, Malaysia, Thailand, den Philippinen und einem afrikanischen Land. Möglich ist jedoch auch, dass die Bedingungen im Schauhaus nicht stimmen, auch wenn das Klima mit 26 Grad und 70 bis 80 Prozent Luftfeuchtigkeit auf Tagfalter der Tropen abgestimmt ist.

Im Tropenhaus sind die morschen Holzfenster, Pflanzbeete, Elektrik und Metallunterbauten erneuert worden. Optisch hat sich wenig geändert, denn die drei Schauhäuser von 1958 stehen unter Denkmalschutz. Allerdings wirkt das Haus jetzt lichter – viele Pflanzen sind Ableger der ursprünglichen Gewächse. Einzig die Fischschwanzpalme ist während der gesamten Sanierung am Platz geblieben. Als drittes und letztes Gebäude wird ab Februar das Orchideenhaus überholt.
Die Schauhäuser sind täglich von 9 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 3,50 Euro.     

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