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Trotz Unfallserie keine Kontrollen auf der A 2

Abschnitt bei Lehrte Trotz Unfallserie keine Kontrollen auf der A 2

Nach einer Serie von schweren Unfällen hatte Verkehrsminister Olaf Lies vor einer Woche Tempo 60 und schärfere Kontrollen auf der A 2 bei Hannover angekündigt. Passiert ist nicht viel. Für Tempo 60 fehlten die richtigen Schilder, für die Kontrollen das Personal. 

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Immer wieder hat es in den vergangenen Wochen schwere Lkw-Unfälle auf der A 2 gegeben.

Quelle: Christian Elsner

Hannover. Eine Woche nachdem auf der Autobahn 2 zwischen der Anschlussstelle Hämelerwald und dem Kreuz Hannover-Ost ein Tempolimit von 80 eingerichtet wurde, ist es am Donnerstag erneut zu einem schweren Unfall auf der Strecke gekommen. Ein Lastwagenfahrer hatte kurz vor dem Kreuz Hannover-Ost ein Stauende und fuhr nahezu ungebremst auf einen stehenden Lkw auf, den er auf einen weiteren Sattelzug schob. Zwei Personen wurden bei dem Zusammenprall leicht verletzt.

Erst in der vergangenen Woche hatte Niedersachsens Verkehrsminister Lies auf mehrere schwere Unfälle auf der A 2 reagiert und angekündigt, bereits auf dem Abschnitt zwischen Hämelerwald und Kreuz Hannover-Ost eine Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 60 für Lastwagen und 80 für Autos einzurichten. Zudem sollte die Einhaltung des Tempolimits und der Sicherheitsabstand der Lastwagen auf dem Streckenabschnitt „ab sofort deutlich schärfer kontrolliert werden“, wie eine Sprecherin des Ministeriums mitteilte.

Auf der Autobahn 2 bei Lehrte hat es binnen weniger Minuten zwei Unfälle mit insgesamt fünf Lastwagen gegeben.

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Bisher ist daraus aber noch nichts geworden. „Tempo-Abstands-Kontrollen konnten bislang aufgrund technischer und personeller Probleme nicht durchgeführt werden“, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage der HAZ. Vor allem der anstehende Besuch von US-Präsident Barack Obama binde viele Einsatzkräfte der Polizeidirektion. „Die Kontrollen sind aber in Vorbereitung“, so der Behördensprecher.

Bereits am Freitag sollen allerdings die Tempo-60-Schilder an der Autobahn aufgestellt werden, deretwegen der ursprüngliche Plan des Verkehrsministeriums noch nicht umgesetzt werden konnte. Bislang gilt auf dem Abschnitt zwischen Hämelerwald und Kreuz Hannover-Ost noch Tempo 80, da die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr keine Verkehrszeichen auf Lager hatte, um Tempo 60 für Lastwagen anzuzeigen. „Die Herstellung dieser größeren Schilder, speziell für den Einsatz an Autobahnen, hat einige Tage gedauert“, sagt Stefan Wittke, Sprecher des Verkehrsministeriums.

Gebraucht werden diese Schilder, weil die digitalen Anzeigen, die es an der A 2 bereits gibt, zwar unterschiedliche Geschwindigkeiten anzeigen können. „Der Zusatz ,für Lkw’ kann aber nicht eingeblendet werden“, erklärt Wittke.

 So häufig kracht es auf der A 2

Die Autobahn 2 ist in der Region Hannover nicht nur eine Staustrecke, auf ihr ereignen sich auch Jahr für Jahr zahlreiche schwere Unfälle. Das zeigen die Zahlen der Polizeidirektion Hannover. Diese ist für 330 Kilometer Autobahnen in der Region Hannover zuständig. Jeden Tag passieren etwa 330 000 Verkehrsteilnehmer dieses Gebiet, 45 000 davon sind Lastwagen. Im vergangenen Jahr gab es auf den Autobahnen in der Region insgesamt 3172 Unfälle, allein 2283 davon ereigneten sich auf der A 2.

Wie gefährlich die Ost-West-Verbindung in der Region Hannover ist, zeigt auch die Zahl der Toten und Verletzten: Neun Menschen starben im vergangenen Jahr auf der A2, 23 Menschen wurden schwer verletzt. Im Vorjahr verzeichnete die Statistik zehn Tote und sogar 53 Schwerverletzte. Etwa jeder dritte Unfall wurde im vergangenem Jahr von einem Lastwagenfahrer verursacht - insgesamt 720 Mal. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen. 

(mit: frs)

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