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Tschernobyl-Kinder sind in Hannover gelandet

Erholungsaufenthalt Tschernobyl-Kinder sind in Hannover gelandet

30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe im ukrainischen Tschernobyl sind am Mittwoch knapp 120 Kinder und ihre Begleiter zu einem Erholungsaufenthalt in Niedersachsen eingetroffen. Sie machen vier Wochen lang Urlaub in der Region. Die hannoversche Landeskirche startet die Ferienaktion zum 26. Mal.

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120 Kinder aus Weissrussland machen vier Wochen lang Ferien in Niedersachsen. Zum 26. Mal organisiert die Landeskirche den Aufenthalt für Menschen aus der von der Reaktorkatastrophe von Tschernoby besonders betroffenen Regionen.

Quelle: Holger Hollemann/dpa

Langenhagen. Am Mittwochvormittag landete auf dem Flughafen Langenhagen eine Maschine mit 116 Kinder, elf Mütter mit Kleinkindern sowie sechs Dolmetscherinnen. Sie reisten per Bus weiter in die Kirchenkreise Emsland-Bentheim, Grafschaft Diepholz und Melle. Die Landeskirche organisiert die Ferienaktion für Menschen aus der von der Reaktorkatastrophe von 1986 besonders betroffenen weißrussischen Region Gomel. Sie liegt etwa 100 Kilometer vom UnglücksortTschernobyl entfernt. Alles begann vor 25 Jahren mit der Privatinitiative eines Ehepaars aus Neuenkirchen, die schnell Schule machte. Insgesamt werden dieses Jahr rund 600 Kinder und Betreuer erwartet, die bei Gastfamilien einquartiert werden.

30 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl sind 120 Kinder aus Weißrussland zu einem Erholungsaufenthalt in Niedersachsen eingetroffen. Sie landeten am Flughafen Langenhagen. Zusammen mit ihren Begleitern reisten sie per Bus weiter in die Kreise Emsland-Bentheim, Grafschaft Diepholz und Melle.

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Seit dem Start der Ferienaktion 1991 sind rund 26 000 Kinder und Begleiter nach Niedersachsen gekommen. Erstmals in der Geschichte der Hilfsaktion sei es nicht mehr gelungen, mit dem Flugzeug auf dem Rückflug Medikamente und medizinische Hilfsgüter für die Kinderabteilungen der Krankenhäuser in Gomel mitzunehmen. Über die Zentrallieferanten von Medikamenten sei es logistisch nicht mehr gelungen, die benötigten und über Spenden finanzierten Hilfsgüter zusammenzubekommen, erklärte Lars-Torsten Nolte von der Arbeitsgemeinschaft Hilfe für Tschernobyl-Kinder. Die Hilfe sei weiter nötig, sagte Nolte: "Wissenschaftler erwarten in den nächsten Jahrzehnten eine weitere starke Zunahme von Krebserkrankungen, weil der Erdboden mit zum Teil langlebigen radioaktiven Substanzen verseucht ist."

dpa/epd

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