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Aus der Stadt Tunnel für D-Linie in Hannover ist vom Tisch
Hannover Aus der Stadt Tunnel für D-Linie in Hannover ist vom Tisch
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09:13 01.04.2011
Die Stadtbahnlinie 10 fährt weiterhin oberirdisch. Quelle: Tim Schaarschmidt (Archiv)
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Die Regionsverwaltung hat sich von der Tunnellösung für die sogenannte D-Linie, also die Stadtbahnen 10 und 17, endgültig verabschiedet. Das wurde am Donnerstag im Verkehrsausschuss der Region mitgeteilt. Zur Begründung heißt es in einem Informationspapier, dass der Kostenanteil der Region von mehr als 30 Millionen Euro zu hoch sei. Jetzt will die Region nur noch prüfen, wie die beiden Stadtbahnlinien oberirdisch ausgebaut werden können. „Ziel der Region ist es, die heutige Streckenführung vom Ernst-August-Platz über den Thielenplatz zum Aegi aufzugeben und durch eine neue Strecke über die Lister Meile und die Berliner Allee zum Raschplatz zu ersetzen“, heißt es in dem Papier. Ob die Züge der Linie 10 auf Niederflurtechnik umgestellt werden oder ob man an den bestehenden Wagen mit ihren hohen Ein- und Ausstiegskanten festhält und weitere Hochbahnsteige baut, das lässt die Region derzeit von Experten untersuchen. Im Mai sollen die Ergebnisse vorliegen.

Der endgültige Abschied von einem neuen U-Bahn-Tunnel ist in der SPD-Ratsfraktion mit Bedauern aufgenommen worden. „Ich halte einen Tunnel nach wie vor für eine gute Lösung“, sagte SPD-Baupolitiker Thomas Hermann. Denn dann wäre sowohl der Bereich vor dem Hauptbahnhof als auch die Kurt-Schumacher-Straße vom Bahnverkehr entlastet. Fraglich sei zudem, ob die Stadtbahn bis zum Raschplatz fahren sollte. „Dann würde sie die Berliner Allee kreuzen, was erhebliche Auswirkungen auf den Verkehrsfluss hätte“, sagt Hermann. Sein Kollege von den Grünen, Michael Dette, sieht jetzt die Chance für Niederflurzüge gekommen.

Die Mehrheitsfraktionen in der Regionsversammlung, die letztlich über den Stadtbahnausbau entscheidet, geben sich zurückhaltend. „Wir warten ab, bis die Untersuchungsergebnisse auf dem Tisch liegen“, sagt der SPD-Fraktionsvorsitzende Bode Messerschmidt. Es gebe keine Vorfestlegung auf Niederflurtechnik oder Hochbahnsteige. Sein Kollege von den Grünen, Raoul Schmidt-Lamontain, macht keinen Hehl daraus, dass seine Partei viele Vorteile bei den Niederflurbahnen sieht, etwa wesentlich kleinere und günstigere Bahnsteige. „Dennoch warten wir das Gutachten ab.“

Andreas Schinkel

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