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Aus der Stadt Turbo-Internet für 45.000 Haushalte in Hannover
Hannover Aus der Stadt Turbo-Internet für 45.000 Haushalte in Hannover
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20:33 15.04.2011
Von Helmuth Klausing
1: Vermittlungsstelle, Verteilerkasten und Hausanschluss sind per Kupferkabel verbunden. 2: Nur noch der Hausanschluss ist aus Kupfer. 3: Durchgängig Glasfaser. Quelle: Telekom
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Zum Vergleich: Im Stadtgebiet bietet die Telekom in ihrem VDSL-Netz höchstens 50 Megabit an, beim Konkurrenten Kabel Deutschland sind es bis zu 100 Megabit. In vielen Teilen der Region gibt es hingegen noch immer weniger als zehn Megabit.

Für Hausbesitzer, die sich schnell entscheiden, soll der Anschluss ihrer Immobilie an das neue Glasfasernetz sogar kostenlos sein, versprach Rainer Thiemann, Telekom-Ausbauleiter in Hannover, am Freitag im Rathaus. „Der Glasfaseranschluss steigert den Wert der Immobilie.“ Gemeinsam mit Oberbürgermeister Stephan Weil stellte die Telekom das Projekt vor. Kostenlos ist allerdings nur der einmalige Anschluss. Die Nutzung lässt sich die Telekom mit rund 45 Euro bis 65 Euro im Monat bezahlen. Zur Verfügung stehen verschiedene Tarife zum Surfen, Telefonieren oder Fernsehen über den Glasfaseranschluss.

Mit im Boot ist bereits die Wohnungsgenossenschaft Ostland, die in Linden 800 ihrer insgesamt 3000 Wohnungen mit Glasfaserleitungen versorgen lassen will. Weil betonte das große Interesse der Stadt, beim Glasfaserausbau von Anfang an dabei zu sein. Er rief Wohnungsbesitzer dazu auf, an dem Projekt teilzunehmen – „und dies auch als Chance zu sehen“. Infrage kommen zunächst Wohnungen in den Stadtteilen Linden, Südstadt, Bult und im Zooviertel, die bereits in diesem Jahr an das neue Netz angeschlossen werden sollen. Wenn das Interesse groß ist, soll der Glasfaserausbau im kommenden Jahr weitergehen, sagte Thiemann. Man habe sich jetzt dichter besiedelte Gebiete der Stadt ausgesucht, um mit geringerem Aufwand mehr Wohnungen anschließen zu können.

Größere Ausgaben kämen auf Hannover nicht zu, sagte Weil. Die Ausbaukosten im „zweistelligen Millionenbereich“ trage die Telekom allein, erläuterte Thiemann. Man werde 600 Kilometer Glasfaserleitungen verlegen, doch nur für rund 110 Kilometer würden Tiefbauarbeiten in Angriff genommen. Vorgärten müssten nicht aufgegraben werden, sagte Thiemann. Die Leitungen würden unterirdisch ins Haus „geschossen“.

Die Telekom nutzt in ihrem VDSL-Netz in Hannover bereits Glasfaserleitungen. Die reichen allerdings nur bis zu den Verteilerkästen am Straßenrand. Die letzten Meter bis in die Häuser sind herkömmliche Kupferkabel. Doch in der Kupferleitung nimmt die Übertragungsgeschwindigkeit Meter für Meter ab. Deshalb will die Telekom mit der Glasfaser, die den Datenstrom kaum bremst, bis in Häuser und Wohnungen gehen.

Bundesweit will die Telekom zunächst 160.000 Wohnungen in zehn Städten mit Glasfaser versorgen. Hannover erhält in diesem ersten Ausbauschritt den größten Anteil. In Braunschweig als einziger weiterer Stadt in Niedersachsen sind 11.000 Anschlüsse geplant.

Interessierte Immobilienbesitzer erhalten Auskünfte unter der kostenlosen Telefonnummer 0800-7733888 oder online unter www.telekom.de/glasfaser.

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