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Wenn Obama kommt, wird Hannover zur Sicherheitszone

Besuch der Industriemesse Wenn Obama kommt, wird Hannover zur Sicherheitszone

Seit dem Vorabend zu Silvester ist es offiziell: US-Präsident Barack Obama wird zur Industriemesse nach Hannover kommen. Wie hoch werden die Sicherheitsvorkehrungen sein, wo schläft der Präsident und vor allem: Kriegen die Hannoveraner ihn überhaupt zu Gesicht?

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Hallo Hannover: US-Präsident Barack Obama kommt im April zur Eröffnung der Industriemesse.

Quelle: Lynn Bo Bo

Hannover . Das erwartet Hannover, wenn Barack Obama kommt:

  • Ist der Besuch eines US-Präsidenten eine Premiere für Hannover?

Ja. Die Stadt hat vor allem anlässlich der Großmessen im Laufe der Jahre schon viel Politprominenz begrüßt, aber noch nie einen amerikanischen Präsidenten. Die USA sind zum ersten Mal Partnerland der Hannover-Messe. Bei der Expo 2000 hatten die USA durch Abwesenheit geglänzt.

  • Warum kommt Obama?

Laut Pressemitteilung des Weißen Hauses will er bei der Messe eine „einmalige Gelegenheit nutzen, Amerikas Innovationskraft und Erfindergeist zu unterstreichen sowie für Investitionen in seinem Land werben“. Außerdem plant er, die Verhandlungen über das umstrittene transatlantische Freihandelsabkommen TTIP voranzutreiben. Es handelt sich dabei um eines der Projekte, die Obama unbedingt vor seinem Abschied aus dem Weißen Haus im Januar kommenden Jahres unter Dach und Fach bringen will.

  • Wie sieht der Ablauf des Besuches aus?

Obama wird am 24. April, einem Sonntag, abends im Hannover Congress-Centrum gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel die Messe eröffnen. Am Montagvormittag unternimmt er dann einen Rundgang über die Industrieschau. Details und mögliche weitere Programmpunkte stehen ebenso wenig fest wie mögliche weitere Stationen in Deutschland. „Für das Besuchsprotokoll arbeiten Weißes Haus, Bundeskanzleramt, Land, Stadt und Messe zusammen“, sagt Messesprecher Onuora Ogbukagu. Die Abstimmungen beginnen in der ersten Januarwoche.

  • Wie wird Obama reisen und wo nächtigen?

Fest steht nur, dass er mit der Präsidentenmaschine Air Force One einfliegt. Sie könnte in Langenhagen landen, aber auch in Berlin. Als Unterkünfte kämen in Hannover die Nobelherbergen wie das Kastens Hotel Luisenhof, das Sheraton-Hotel oder das Maritim Airport-Hotel infrage. Das Maritim Grand-Hotel gegenüber vom Rathaus hingegen steht nicht mehr zur Verfügung, es wird in den nächsten Tagen zur Flüchtlingsunterkunft umgenutzt. Es ist aber durchaus denkbar, dass Obama sich zum Schlafen nach Berlin fliegen lässt oder dass er in Wolfsburg im Fünfsternehotel Ritz schläft. Als Chinas Premier Wen Jiabao 2012 anlässlich seines Messebesuchs nach Wolfsburg fuhr, wurde aus Sicherheitsgründen eigens die Autobahn gesperrt. Allerdings fuhr Wen nicht zum Schlafen nach Wolfsburg, er absolvierte dort eine VW-Besichtigung. Geschlafen hat er im hannoverschen Fünfsternehotel Kastens.

  • Wie werden die Sicherheitsvorkehrungen sein?

Enorm und so hoch wie noch nie. „Obama ist der Staatsgast mit den weltweit höchsten Sicherheitsanforderungen“, sagt Ogbukagu. Was genau gemacht wird, stimmen der für den Schutz des Präsidenten zuständige United States Secret Service und das Bundeskriminalamt miteinander ab. Fest steht schon, dass die Messe während des Rundgangs für normale Besucher geöffnet bleibt. Vor drei Jahren hatte es dabei einen Zwischenfall gegeben, als barbusige Aktivistinnen der Protestgruppe Femen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin sehr nahe kamen und erst von dessen Leibwächtern gestoppt werden konnten. Die Bilder der Aktion gingen um die Welt - etwas Ähnliches soll sich nicht wiederholen.

  • Werden die Hannoveraner Obama zu Gesicht bekommen?

Wohl kaum. 2009 ging der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger während seines messebedingten Aufenthalts kurz in die Innenstadt zum Einkaufsbummel. Obama wird derartige Aktionen wegen der Sicherheitsfrage unterlassen.

  • Ist mit Protesten zu rechnen?

Möglicherweise; das Reizwort heißt TTIP. In Berlin demonstrierten im vergangenen Oktober knapp 200 000 Menschen gegen das geplante Abkommen.

Was meinen Sie?

Wenn US-Präsident Barack Obama im April nach Hannover kommt: Wollen Sie ihn sehen, wenn es sicherheitstechnisch möglich ist?

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