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Ü50-Kicker von 96 nach Faustschlag vor Gericht

Zwei Prozesse Ü50-Kicker von 96 nach Faustschlag vor Gericht

Auf der Tagesordnung des Amtsgerichts standen am Donnerstag zwei Prozesse, die mit Hannover 96 in Zusammenhang stehen. Bei der ersten Verhandlung soll ein Mitglied der Ü-50-Mannschaft einen Gastwirt geschlagen haben. Der zweite Termin sollte sich mit einem 96-Rowdy beschäftigen.

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Quelle: Symbolbild

Hannover. Der 53-jährige Shkelzen K. musste sich wegen Körperverletzung und Beleidigung verantworten. Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, am 20. Dezember 2016 den Gastwirt des Museumsstübchens in der Altstadt beschimpft „und mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen“ zu haben. Alexander G. hatte dabei eine Platzwunde an der linken Augenbraue erlitten, die mit fünf Stichen genäht werden musste.

K., der ohne Anwalt erschienen war, sprach von „Tumulten“ in der Kneipe. An mehr könne er sich nicht erinnern. „Wir waren betrunken, es ist alles zu schnell passiert“, sagte der 53-Jährige. „Aber ich weiß, dass ich ihn geschlagen habe.“ K. bestritt jedoch, den Kneipier mit der Faust geschlagen zu haben. Zu viert waren die Kicker des Ü-50-Teams nach der Weihnachtsfeier weitergezogen und im Museumsstübchen versackt.

Als Alexander G. die Kneipe gegen 23.35 Uhr schließen wollte und keine neue Runde Bier mehr brachte, sei die Stimmung gekippt. Aus Richtung der Vierergruppe seien schwulenfeindliche Beleidigungen gekommen, zudem habe sich K. vor dem Tresen aufgebaut. „Plötzlich kam er hinter die Theke und hat mich geschlagen“, sagte der 43-jährige Wirt. Ein Student bekam den Streit von der Straße aus mit und rief die Polizei. Daraufhin verließen die vier Männer die Kneipe.

Richterin Sabine Mzee sprach Shkelzen K. wegen einfacher Körperverletzung für schuldig, er muss 2000 Euro Strafe zahlen. „Es besteht kein Zweifel daran, dass der Angeklagte zugeschlagen hat.“ Die Attacke sei „außerhalb jeglichen Verhältnisses“ gewesen. Allerdings sei nicht zu klären gewesen, ob der 53-Jährige das Opfer beleidigt habe. Positiv wurde bewertet, dass K. „zumindest in einigen Teilen geständig“ gewesen sei. Negativ hatte sich aber ausgewirkt, dass der Angeklagte sich trotz Gelegenheit nicht vor Gericht beim Opfer entschuldigte.

Im zweiten Prozess sollte sich 96-Rowdy Joshua K. vor Gericht verantworten, der einem Aue-Fan nach dem Heimspiel im November ebenfalls mit der Faust ins Gesicht geschlagen und verletzt haben soll. Der Termin wurde jedoch kurzfristig abgesagt und soll nun am 14. September stattfinden.

Von Peer Hellerling

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