Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
Fahndung

Überfälle auf Senioren in Hannover - Polizei hat Hinweise auf Täter

Von Tobias Morchner

Die Polizei hat eine heiße Spur zu den beiden Männern, auf deren Konto eine Reihe von Raubüberfällen auf Senioren gehen soll. Die Unbekannten wurden am 17. Februar in Döhren beim Geldabheben mit einer gestohlenen EC-Karte von einer Überwachungskamera gefilmt.
© Polizeidirektion Hannover

Sie sind extrem gewaltbereit, haben es ausschließlich auf Senioren abgesehen und verbreiten seit Monaten Angst in der Stadt. Jetzt haben die beiden Männer, die wegen einer Serie von acht Einbruchdiebstählen und Raubüberfällen gesucht werden, aber offenbar einen entscheidenden Fehler begangen. Nach einem erneuten Beutezug am 17. Februar in Bemerode, bei dem sie die EC-Karte eines 80-Jährigen entwendet hatten, hoben sie zwei Tage später an einem Döhrener Geldautomaten 500 Euro ab. Dabei wurden sie von der Überwachungskamera des Geldinstituts gefilmt.

Die Beamten der Ermittlungsgruppen „Senioren“, die ausschließlich mit der Aufklärung dieser Straftaten befasst sind, hoffen nach der Veröffentlichung der Fotos auf den Durchbruch. Sie gehen davon aus, dass die beiden Männern auf den Fotos für alle acht Taten verantwortlich sind. Die Serientäter sind etwa 30 Jahre alt und tragen in der Regel dunkle Kleidung. Einer der Männer ist 1, 80 Meter groß, sein Komplize ist etwas kleiner. Sie sprechen Deutsch mit Akzent. Ihre Masche ist meist ähnlich: Sie geben sich in der Regel als Polizeibeamte aus, erlangen so schnell das Vertrauen ihrer Opfer und schlagen dann zu. Ihre Überfälle dauern nur wenige Minuten.

So war es auch im jüngsten Fall in Bemerode. Die Männer durchwühlten gerade die Wohnung eines 80-Jährigen in der Straße Oheriedetrift, als sie von dem Mieter überrascht wurden. Der Rentner hatte am Nachmittag kurz schlafen gelegt und war durch laute Geräusche im Wohnzimmer geweckt worden. Als der Senior die Unbekannten ansprach, wiesen sie sich als Kriminalbeamte aus und gaben an, sie müssten die Wohnung des 80-Jährigen durchsuchen. Dabei erbeuteten sie die EC-Karte des 80-Jährigen.

Es ist nicht das erst Mal, dass die Gesuchten solch eine Dreistigkeit an den Tag legen. Im ersten Fall, der sich in der Woche vor Weihnachten in der Nordstadt ereignete, klingelten die beiden Männer am Nachmittag an der Wohnung eines 84-Jährigen. Auch dort stellten sie sich als Polizisten vor. Plötzlich griff einer der Täter dem Rentner ins Gesicht und bedrohte ihn mit einem Messer. Zwei Stunden später überwältigten sie eine 85-Jährige in ihrer Südstadt-Wohnung. Dabei verzichteten sie auf die Tarnung als Kriminalbeamte, sondern drohten der Frau sofort damit, sie umzubringen und ihr die Finger abzuschneiden, wenn sie um Hilfe schreien würde.
Anfang Januar passte einer der Gesuchten eine 83-Jährige vor ihrer Haustür in der Berliner Allee ab. Er sei von der Polizei und wollte die Seniorin in ihrer Wohnung begleiten, weil dort eingebrochen worden sei, gab der Unbekannte seinem Opfer gegenüber an. Bei der anschließenden „Wohnungsdurchsuchung“ nahm der Täter wertvollen Schmuck an sich und entkam, bevor die 83-Jährige Verdacht schöpfte.

Die Beamten der Ermittlungsgruppe bitten Zeugen, die etwas zur Identität der beiden Männer oder zu deren Aufenthaltsort sagen können, sich mit der Kriminalpolizei unter der Nummer (0511) 1 09 55 55 in Verbindung zu setzen. Am Montagabend haben drei junge Männer einen 66-Jährigen in Bothfeld überfallen. Sie sprachen ihr Opfer in der Adolf-Emmelmann-Straße an. Plötzlich schubsten sie den Senior zu Boden, traten ihm in den Unterleib und bedrohten ihn mit einem Messer. Schließlich übergab der Senior dem Trio das Bargeld, das er kurz zuvor bei einer Bank abgehoben hatte. Die Angreifer flüchteten. Nach Angaben der Ermittler hat dieser Überfall jedoch nichts mit der Serie der „falschen Polizisten“ gemeinsam. „Dafür haben wir keinerlei Hinweise“, sagte ein Behördensprecher.

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
  • Polizeifotos Doli – 03.03.10
    ... liebe HAZ; vielleicht auch das zweite Foto von der Polizei veröffentlichen? Da sieht man nämlich die extrem auffällige Brille des "Menschen", der rechts im Bild zu sehen ist, noch viel besser ... nur so ein kleiner Hinweis ...
  • Ja wenn das so ist Bornum – 03.03.10
    Also hätte ich diese Beiden die alte Menschen auf das Brutalste Gefoltert haben als...Sozial Gestrauchelte bezeichnen sollen.Man lernt nie aus.
  • @Bornum UM – 03.03.10
    Du hast in der Überschrift die armen Jungs als "Bestien" beschimpft.

    Das kann (bei der HAZ)schon als Aufstachelung zum Rassenhass gewertet werden oder aber zumindes Diskrimnierung von Minderheiten. :)

    Möglicherweise befinden sich derzeit alle HAZ-Techniker auf der Cebit und der HAZ Zensor ist offensichtlich technisch überfordert die Überschrift zu löschen deshalb hat er eben nur den unverfänglichen Text in der Kommentarspalte gelöscht und die böse Überschrift stehen lassen.



  • Bitte? Bornum – 03.03.10
    Kann es sein das sie sich verlesen haben? Ich habe geschrieben das das Bild an jeden Baum gehängt werden soll. Was ist daran anstößig?
  • Endlich... zipp – 03.03.10
    ... tut sich etwas in dieser Angelegenheit. Enttäuschend finde ich allerdings die Qualität der Fotos aus der Überwachungskamera. Ich selbst besitze eine Minikamera (Schlüsselanhängerformat) die ich für 9.95€ erworben habe. Die liefert 10x bessere Fotos. Auch bei Gegenlicht.

    Eigentlich sollte man von solchen Überwachungseinrichtungen eine bessere Qualität erwarten können.
  • Knallt die Bestien auf die Titelseite Bornum – 03.03.10
    Kommentar wurde von HAZ.de gelöscht. Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen unter www.haz.de/Nutzungsbedingungen.

Meistgelesene Hannover-Artikel

Anzeige

Videos aus Hannover

Kennen Sie Hannover?

Hannover von oben: Das neue Rathaus.

Aus der Vogelperspektive sehen bekannte Orte ganz anders aus. Wie gut kennen Sie Hannover? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Bilderrätsel.

Tipp für Vereine: Homepage aktuell halten

myheimat - Das Mitmachportal der Heimatzeitungen in HAZ und Neuer Presse

Viele Vereine kennen das Problem: Die eigene Internetseite ist veraltet, weil die Zeit dafür fehlt. Mit dem Mitmachportal unserer Zeitung lassen sich Pressearbeit und Pflege der Vereinshomepage in einem Schritt erledigen.

Anzeige

Welcher Stadtteil ist gemeint?

Stadtteilrätsel

Wie gut kennen Sie Hannover? Woche für Woche präsentieren wir Ihnen an dieser Stelle ein neues Rätsel. Beantworten Sie die Fragen und schicken Sie das Lösungswort an die Redaktion. Viel Spaß beim Rätseln!

Hannover in Zahlen

Hannover in Zahlen
  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 521.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
    30159 Hannover
    Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stephan Weil (SPD)


Top