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Großer Jubel bei Auszeichnung von ICAN-Aktivisten

Friedensnobelpreis Großer Jubel bei Auszeichnung von ICAN-Aktivisten

Dieses Jahr wurde der Friedensnobelpreis an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen (ICAN) verliehen. Im hannoverschen Rathaus verfolgten rund 50 Gäste die Übergabe in Oslo live.

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Stefan Schostok unterschrieb im Hodlersaal als erster eine Unterschriftenliste, in der alle Staaten aufgefordert werden, Kernwaffen abzuschaffen.

Quelle: Samantha Franson

Hannover.  Es war Sonntag gegen 13.30 Uhr, als im Hodlersaal des Rathauses Beifall aufbrandete. Rund 50 Teilnehmer einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung beklatschten die Übergabe des Friedensnobelpreises an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen (ICAN), die mithilfe einer großen Leinwand live aus Oslo übertragen wurde. Hannover gehört zu den weltweit 7000 Städten des „Bürgermeister für den Frieden“-Netzwerks, nimmt dort sogar eine führende Rolle ein. „Wir halten diese Kampagne für eminent wichtig, auch wenn etliche weltpolitisch maßgebliche Staaten einen Atomwaffenverzicht ablehnen“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok. Er war der erste, der im Hodlersaal seine Unterschrift unter eine bundesweit kursierende Liste setzte, in der alle Nationen aufgefordert werden, dem Kernwaffen-Verbots-Vertrag so schnell wie möglich beizutreten.

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Zahlreiche Menschen verfolgten die Preisverleihung in Oslo am Bildschirm im hannoverschen Rathaus.

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Im nächsten Jahr sind in Hannover drei Veranstaltungen zu diesem Thema geplant. Am 8. Mai, dem Jahrestag der Beendigung des Zweiten Weltkriegs, wird es im Rathaus eine Ausstellung unter dem Titel „50 Städte – 50 Spuren“ geben. 50 Metallplatten mit künstlerisch bearbeiteten Reliefs aus „Mayors for Peace“-Städten werden gezeigt, die hannoverschen Schulen sind aufgefordert, sich aktiv mit dieser Schau zu beschäftigen. Die Friedensfahne vor dem Rathaus hissen wird die Stadt gemeinsam mit Dutzenden anderen Kommunen wieder einmal am 8. Juli, dem sogenannten Flaggentag. Außerdem haben die für ganz Deutschland zuständigen Koordinatorinnen  des Friedensbürgermeister-Projekts, Sabine Meschkat-Peters und Evelyn Kamissek, einen Wunsch: Sie würden sich freuen, wenn zum nächsten Internationalen Tag des Friedens am 21. September 2018 möglichst viele Schulklassen ein Projekt beisteuern. Das Büro des Oberbürgermeisters nimmt ihre Ideen jederzeit entgegen. 

Von Michael Zgoll

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