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Üstra-Chefs sollen Geld zurückzahlen

Einigung mit Vorständen Üstra-Chefs sollen Geld zurückzahlen

Die Regionsspitze strebt im Streit mit den Vorständen der Üstra über Bonuszahlungen an die Mitarbeiter eine Einigung an – knüpft diese aber offenbar an strenge Bedingungen. Er werde einen Schlichterspruch akzeptieren, sagte Regionspräsident Hauke Jagau am Mittwoch. „Es wäre ein schönes Signal, wenn es zu einer Einigung käme.“

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Bei der Vorstellung des TW 3000 wirkten Wilhelm Lindenberg (von links), André Neiß und Hauke Jagau noch harmonisch.

Quelle: Ralf Decker

Hannover . Nach Informationen der HAZ erwartet die Verwaltung dafür jedoch von den Üstra-Chefs André Neiß und Wilhelm Lindenberg die Bereitschaft, einen Teil der 1,4 Millionen Euro aus der Privatkasse an die Region zurückzuzahlen. Wie es heißt, müssten die Vorstände das akzeptieren. Neiß hatte eine solche Zahlung allerdings bereits vor einiger Zeit mit der Begründung abgelehnt, sie käme einem Schuldeingeständnis gleich.

Andere Forderungen Jagaus dürften leichter zu erfüllen sein. So dürfe sich nicht wiederholen, dass der Üstra-Vorstand allein entscheide, wenn der Partnerschaftsvertrag betroffen sei, betonte Jagau.

In dem Konflikt geht es um Bonuszahlungen an die Mitarbeiter für das Jahr 2014 in Höhe von 1,4 Millionen Euro, die Neiß und Lindenberg veranlasst hatten, obwohl die Bedingungen dafür nicht erfüllt waren. Jagau verwies dabei am Mittwoch unter anderem darauf, dass das Unternehmen den festgelegten Wert der Kundenzufriedenheit knapp verfehlt hatte. Die Region übernimmt das jährliche Defizit der Üstra. „Wir haben darauf zu achten, dass sorgsam mit Steuergeldern umgegangen wird“, sagte Jagaus Mitarbeiter Axel von der Ohe, der für die regionseigenen Unternehmen zuständig ist.

Unterdessen hat der Aufsichtsrat der Üstra am Mittwoch mehrheitlich die Entlastung der beiden Vorstände für das vergangene Geschäftsjahr empfohlen. Einen endgültigen Beschluss fasst die Hauptversammlung des Unternehmens, die im August stattfindet. Wie Teilnehmer der Sitzung außerdem berichteten, befürwortet das Gremium im Streit mit der Region ein Schlichtungsverfahren. Eine formelle Zustimmung erteilte der Aufsichtsrat noch nicht. Zuvor seien noch juristische Detailfragen zu klären.

Jahresbilanz 2015: Die Üstra hat Mittwoch die Bilanz für das vergangene Jahr vorgelegt. Die Fahrgastzahlen stiegen um 3,9 Prozent auf 169,9 Millionen Fahrgäste. Das sei vor allem angesichts des milden Winters und der niedrigen Spritpreise ein großer Erfolg, sagte Vorstandschef Neiß.

Die Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrkarten und Zeitkarten stiegen um 4,9 Prozent auf 151,2 Millionen Euro. Das vergangene Jahr schloss die Üstra mit einem Verlust von 21,1 Millionen Euro ab, das ist 5,9 Millionen Euro besser als geplant.

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Streit um Sonderzahlungen

Seit Wochen liegen die Üstra-Vorstände André Neiß und Wilhelm Lindenberg mit der Region im Clinch. Grund: Sie haben Boni für das Jahr 2014 in Höhe von 750 Euro je Mitarbeiter ausgezahlt, obwohl die Bedingungen dafür nicht erfüllt waren. Jetzt stellt sich heraus: Beide hatten dies in Mitarbeiterversammlungen zunächst abgelehnt. 

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