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Üstra baut eine Ökosiedlung

Vahrenwalder Straße Üstra baut eine Ökosiedlung

140 Wohnungen baut das Üstra-Versorgungswerk auf dem ehemaligen Betriebshofareal zwischen Vahrenwalder und Wedelstraße. Nach Plänen der Mosaik-Architekten wird erstmals in Hannover eine mehrgeschossige Holzbausiedlung errichtet. Die Wohnungen sollen aber vorwiegend für Üstra-Mitarbeiter reserviert sein.

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Hannover. Seit 2008 schon wird an dem Gelände geplant, das Hannover kürzlich die zweitgrößte Blindgängerevakuierung der bundesdeutschen Nachkriegsgeschichte beschert hat. Eigentlich wollte das Verkehrsunternehmen die Fläche an Bauträger verkaufen. "Heute sind wir froh, dass wir das nicht gemacht haben", sagt Vorstand André Neiß. Der Wohnungsmarkt hat sich so entwickelt, dass das eigene Versorgungswerk dort gerne Kapital anlegt und so die Ruhestandsbezüge der Mitarbeiter sichert. Als Arbeitgeber zudem neue Betriebswohnungen für Mitarbeiter anbieten zu können, steigere die Attraktivität für Beschäftigte, sagt Versorgungswerk-Vorstand Wilhelm Lindenberg.

Wenn die Stadt in Kürze die Baugenehmigung erteilt, soll im August Baustart sein. Die Gebäude haben zwar Stahlbetonfundamente und auch Treppenhäuser und Aufzugskerne aus Beton. Innen- und Außenwände sowie Böden und Decken aber werden aus 20 Zentimeter dickem Schichtholz vorgefertigt und als Bauteile auf die Baustelle gebracht, sagt Architekt Ekkehard Vogt vom Büro Mosaik. Die Architekten haben in Hannover mehrere Flüchtlings-Wohnanlagen komplett in Holzbau realisiert. "Die Erfahrungen damit sind positiv", sagt Vogt. Neiß und Lindenberg loben insbesondere das Raumklima in den Holzbauten.

Die gesamte Siedlung soll ausschließlich mit ökologisch unbedenklichem Material gebaut werden. Trotzdem sollen die Kaltmieten nicht über 10 Euro pro Quadratmeter liegen. "Wir wollen beweisen, dass das mit Holzbau geht", sagt Lindenberg. 20 Prozent der Wohnungen sollen zudem an Sozialmieten von 5,60 Euro vergeben werden. Darüber hatte es Streit mit der Ratsmehrheit gegeben, weil die Üstra das ursprünglich nicht wollte. Manfred Hofmann, der für die Meravis die Projektsteuerung für das 34-Millionen-Euro-Vorhaben managt, sprach jetzt aber von einer "guten Zusammenarbeit" mit der Stadt. 2019 soll die Siedlung bezugsfertig sein.

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