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Aus der Stadt Üstra braucht weitere Stadtbahnen
Hannover Aus der Stadt Üstra braucht weitere Stadtbahnen
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00:16 06.10.2016
Von Bernd Haase
In den Stadtbahnen könnte es bald eng werden. Quelle: Michael Wallmueller
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Hannover

Wegen stetig steigender Fahrgastzahlen und künftiger neuer Strecken braucht die Üstra perspektivisch weitere Stadtbahnen. Zur Wahl stehen zwei Möglichkeiten, die sich unter anderem in Kostenfrage unterscheiden: Entweder werden 24 weitere Wagen vom Typ TW 3000 gekauft; diese Lösung favorisiert die Üstra. Alternativ könnten auch zwei Dutzend der grünen Stadtbahnen, die eigentlich nach und nach zur Ausmusterung anstehen, generalüberholt und so für weiterer Dienstjahre fit gemacht werden.

Die Üstra hatte vergangenes Jahr einen im Bundesvergleich überdurchschnittlich hohen Fahrgastzuwachs um 3,9 Prozent auf knapp 170 Millionen verbucht. „Für dieses Jahr zeichnet sich eine ähnliche Marge ab“, sagt Sprecher Udo Iwannek. Zu rechnen sei damit, dass der Trend anhält. Zu Beginn des nächsten Jahrzehnts könnte es in Sachen Beförderungskapazitäten kritisch werden - zumal dann auch die Strecke nach Hemmingen in Betrieb sein wird.

Die Üstra hat bereits 35 von 100 bestellten TW 3000 in Betrieb. Für weitere 46 laufen Gespräche mit dem Land über eine Förderung. Diese wäre auch unerlässlich, wenn noch 24 hinzukommen sollen. Bestellen Land, Region und Üstra entsprechend nach, müssen sie auch einen um 500 000 Euro höheren Stückpreis bezahlen. Der bisherige lag bei 2,5 Millionen Euro pro Exemplar, weil eine Option griff.

Grüne Wagen entsprechen nicht mehr den Ansprüchen

Das Thema ist kürzlich bei einer Klausur des Üstra-Aufsichtsrates besprochen worden, ohne dass es eine Entscheidung gibt. Nach Angaben von Teilnehmern ist die für den Nahverkehr zuständige Region noch nicht von der Neuanschaffung überzeugt. Würden stattdessen die vorhandenen grünen Wagen ertüchtigt, käme das mit etwa 700 000 Euro pro Fahrzeug erheblich billiger.

Üstra-Chef André Neiß hat dem Vernehmen nach für Neufahrzeuge plädiert und dafür auch wirtschaftliche Gründe ins Feld geführt. Irgendwann sind die mehr als 30 Jahre alten grünen Bahnen ohnehin am Ende ihrer Lebensdauer angelangt - das Problem würde sich dann erneut stellen. Außerdem genügen die Veteranen nicht mehr modernen Ansprüchen etwa in Sachen Barrierefreiheit. Und schließlich wären dann auf längere Zeit drei unterschiedliche Fahrzeugtypen auf Hannovers Gleisen unterwegs.

Eine Entscheidung könnte bald fallen, weil ein Antrag auf finanzielle Förderung spätestens im Mai kommenden Jahres beim Land eingehen muss.

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