Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Üstra fährt Rekord ein und will neue Bahnen
Hannover Aus der Stadt Üstra fährt Rekord ein und will neue Bahnen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:32 30.01.2017
Von Felix Harbart
Die Üstra präsentiert gute Fahrgastzahlen – und würde lieber die neue Version des TW 3000 anschaffen, statt die alten Wagen weiter fahren zu lassen. Quelle: Wallmüller
Hannover

Grund für die hohe Zahl neuer Kunden sind nach Ansicht des Üstra-Vorstandsvorsitzenden der starke Zuzug in die Region - und das gute Angebot seines Unternehmens.

Zum ersten Mal hat die Üstra die neue Stadtbahn TW 3000 im Linienverkehr eingesetzt. Auf der Linie 7 fuhr sie von Misburg nach Wettbergen.

Angesichts dieser Zahlen dringt Neiß im Gespräch mit der HAZ auf die Anschaffung von 24 neuen Stadtbahnen vom Typ TW 3500. Dabei handelt es sich um eine leicht modifizierte Weiterentwicklung des TW 3000, der bereits in Hannover unterwegs ist. Stückpreis: Schätzungsweise rund 3 Millionen Euro. Die zuständige Regionsverwaltung dagegen tendiert bisher dazu, die alten, grünen Bahnen vom Typ TW 6000 für rund 750 000 Euro pro Stück instand zu setzen und zehn weitere Jahre fahren zu lassen. Entscheiden muss letztlich der Verkehrsausschuss der Regionsversammlung.

Es fehlt an Hochbahnsteigen

Die Region begründet ihre ablehnende Haltung mit unklaren Kosten für die neuen Bahnen sowie mit fehlenden Hochbahnsteigen. Auf die jedoch ist der TW 3500 angewiesen. Damit die neuen Bahnen eingesetzt werden können, müssten entweder die Station Bahnhof Nordstadt oder drei Haltestellen entlang der Linie zwei in Rethen mit Hochbahnsteigen ausgerüstet werden. Ohnehin muss die Infra, die für die Stationen zuständig ist, derzeit 30 Hochbahnsteige sanieren, die Baufehler aufweisen.

Die Üstra hatte zahlreiche Wünsche für ihre neuen Stadtbahnwagen. Höhere Sitze, mehr Platz im Innenbereich, größere Fenster – hier kommt der Überblick.

Für Neiß dagegen sind die fehlenden Bahnsteige kein Hindernis. „Wir haben einen Vorlauf von vier Jahren. Es wird doch wohl gelingen, innerhalb dieser Zeit einen oder drei Hochbahnsteige zu bauen, die ohnehin in der Planung sind“, sagt er. Nach Ansicht von Neiß wäre es auch betriebswirtschaftlich sinnvoll, die neuen Wagen anzuschaffen - zumal es noch die Aussicht auf Bundeszuschüsse gebe, die etwa die Hälfte der Kosten abdecken würden. „Dieses Fenster schließt sich irgendwann“, sagt der Üstra-Chef. Zudem betrage die Lebensdauer der neuen Bahnen nicht wie bei den grünen Bahnen zehn, sondern 30 Jahre.

Müssen die Preise weiter steigen?

Geht es nach Neiß, werden Üstra-Kunden auch in den kommenden Jahren nicht von Preiserhöhungen verschont. „Im Koalitionsvertrag von Rot-Schwarz steht, dass der öffentliche Nahverkehr weitgehend kostendeckend arbeiten soll - das ist eine politische Entscheidung.“ Werde diese nicht neu getroffen, werde auch die Üstra nicht um weitere Preiserhöhungen herumkommen. Einen Vorgang wie in Hameln, wo der Landkreis zuletzt die Preise gesenkt und die Tarifstruktur radikal vereinfacht hatte, hält Neiß derzeit nicht für übertragbar.

Im Dezember schickte die Üstra zum ersten Mal eine ihrer neuen Stadtbahnen vom Typ TW 3000 von Leinhausen aus auf die Gleise. Die späte Stunde hatte nichts mit Geheimniskrämerei zu tun. Der reguläre Bahnverkehr sollte nicht gestört werden sollte.

Sie müssen stapelbar sein und sollten Frackschößen Platz bieten: Designstudenten von der Expo-Plaza haben Stühle für Orchestermusiker entworfen. Der Büromöbelhersteller Sedus Stoll will die industrielle Fertigung übernehmen.

Ronald Meyer-Arlt 02.02.2017

Der Veranstalter Stadtbekannt & Co. bietet neue Stadtrundfahrten durch Hannover mit Oldtimerbussen an. Das Besondere: Welfenschloss, Maschsee und Opernhaus werden nicht von irgendwem vorgestellt - sondern von den Comedians Hausmeister Heinrich Bloch, Fräulein Rose und Margarete Käse.

30.01.2017

22 Jahre nach dem Mord an einem Langenhagener in einem Waldstück bei Hannover unternimmt das Landgericht einen dritten Anlauf, um die mutmaßlichen Täter zu bestrafen. Wegen eines Familienstreits sollen die beiden Angeklagten im Juli 1995 einen damals 24 Jahre alten Mann getötet haben.

30.01.2017