Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Üstra führt Alkoholverbot ein

Reaktion auf Fahrgastumfrage Üstra führt Alkoholverbot ein

In den Bussen und Bahnen der Üstra darf vom 1. Januar kommenden Jahres an kein Alkohol mehr getrunken werden. Damit reagiert das Unternehmen auf die Ergebnisse einer im Mai durchgeführten repräsentativen Fahrgastumfrage. 83 Prozent der 500 Teilnehmer hatten sich für das Verbot ausgesprochen.

Voriger Artikel
So verschmutzt ist der Maschsee
Nächster Artikel
Räuber schubst Mann vom Hochbahnsteig

Regionspräsident Hauke Jagau (links) und üstra Chef André Neiß präsentieren ein Alkoholverbotsschild. 

Quelle: Eberstein

Hannover. Das Thema hatte seit Längerem die Üstra beschäftigt; die meisten anderen Verkehrsunternehmen im Bereich des Großraum Verkehr Hannover (GVH) haben das Konsumverbot in ihren Fahrzeugen bereits eingeführt. Die Üstra hingegen sperrte sich lange dagegen - unter anderem mit Hinweisen auf schwierige Durchsetzbarkeit und die besondere Situation in einer Großstadt, in der die Fahrgäste beispielsweise nicht so lange in Bussen oder Bahnen unterwegs sind wie im Regionalverkehr.

Diskutieren Sie mit über dieses Thema!

Jeden Tag werden hier auf HAZ.de ausgewählte Artikel zum Kommentieren freigegeben. Bis zu drei Tage nach Veröffentlichung des Textes können Sie mitdiskutieren. Sie finden die Anmeldung und die bereits abgegeben Kommentare etwas weiter unten auf dieser Seite. Viel Spaß beim Kommentieren!

Das Umfrageergebnis ändert die Dinge nun. "Das Votum der Nutzer ist eindeutig", sagt Hauke Jagau, Präsident der für den Nahverkehr zuständigen Region Hannover. Der Üstra-Vorstandsvorsitzende André Neiß zeigte sich von der Deutlichkeit des Resultats überrascht. Vor allem ältere und weibliche Befragte wollen keinen Alkoholkonsum mehr in Bussen und Bahnen sowie in den unterirdischen Tunnelstationen, für die das Verbot ebenfalls gelten soll. Die Mehrheit verspricht sich von der Regelung mehr Sicherheit in den Fahrzeugen, aber auch mehr Sauberkeit.

Die Üstra will mit Aufklebern, Broschüren und im Fahrgastfernsehen auf die neue Regelung hinweisen. "Bei der Umsetzung werden wir behutsam vorgehen", kündigt Neiß an. Zunächst werde es bei Verstößen keine Strafen geben. Die Durchsetzung wird nicht Sache der Fahrer sein, sondern Aufgabe der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Protec. Die Kosten stehen noch nicht genau fest, Neiß schätzt sie auf etwa 500 000 Euro im Jahr. Möglicherweise werde bei der Protec zusätzliches Personal eingestellt.

Was meinen Sie?

Alkoholverbot bei der Üstra: In Bussen und Bahnen darf bald kein Alkohol mehr getrunken werden. Wie finden Sie das?

Neiß machte deutlich, dass es sich um ein Konsumverbot handelt. "Es wird in unseren Fahrzeugen keine Null-Promille-Regel geben. Wir sind schließlich auch dafür da, dass jemand, der Alkohol getrunken hat, das Auto stehen lassen kann."

Die Ergebnisse der Studie:

Die Marktforschung zum Alkoholverbot ist im Mai im Auftrag der Üstra vom hannoverschen Marktforschungsunternehmen Aserto durchgeführt worden. Hier eine Ergebnispräsentation, die uns beide zur Verfügung gestellt haben.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Debatte wurde beendet
Die Debatte zu diesem Artikel ist beendet. Auf HAZ.de können Sie die Themen des Tages diskutieren – hier finden Sie die aktuellen und vergangenen Themen im Überblick.
Mehr zum Artikel
Leserbriefe und Kommentare
Ab dem 1. Januar 2017: Bier trinken in der Üstra-Straßenbahn ist.

Zug um Zug zu Strafen oder freie Fahrt für's Feierabendbier? Das denken die HAZ-Leser über das geplante Alkoholverbot der Üstra, das ab dem 1. Januar 2017 in allen Bussen und Straßenbahnen gelten soll.

mehr
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Die Mega 90er-Party in der TUI-Arena

Fun Factory, Captain Hollywood Projekt oder Culture Beat: Bei der Mega 90er-Party haben die Musikgrößen der Neunziger in der TUI-Arena die gute alte Zeit wieder aufleben lassen. Und das Publikum feierte ungenierte zu den Beats seiner Jugend.