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Aus der Stadt Üstra führt Alkoholverbot ein
Hannover Aus der Stadt Üstra führt Alkoholverbot ein
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19:21 01.08.2016
Von Bernd Haase
Regionspräsident Hauke Jagau (links) und üstra Chef André Neiß präsentieren ein Alkoholverbotsschild.  Quelle: Eberstein
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Hannover

Das Thema hatte seit Längerem die Üstra beschäftigt; die meisten anderen Verkehrsunternehmen im Bereich des Großraum Verkehr Hannover (GVH) haben das Konsumverbot in ihren Fahrzeugen bereits eingeführt. Die Üstra hingegen sperrte sich lange dagegen - unter anderem mit Hinweisen auf schwierige Durchsetzbarkeit und die besondere Situation in einer Großstadt, in der die Fahrgäste beispielsweise nicht so lange in Bussen oder Bahnen unterwegs sind wie im Regionalverkehr.

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Das Umfrageergebnis ändert die Dinge nun. "Das Votum der Nutzer ist eindeutig", sagt Hauke Jagau, Präsident der für den Nahverkehr zuständigen Region Hannover. Der Üstra-Vorstandsvorsitzende André Neiß zeigte sich von der Deutlichkeit des Resultats überrascht. Vor allem ältere und weibliche Befragte wollen keinen Alkoholkonsum mehr in Bussen und Bahnen sowie in den unterirdischen Tunnelstationen, für die das Verbot ebenfalls gelten soll. Die Mehrheit verspricht sich von der Regelung mehr Sicherheit in den Fahrzeugen, aber auch mehr Sauberkeit.

Die Üstra will mit Aufklebern, Broschüren und im Fahrgastfernsehen auf die neue Regelung hinweisen. "Bei der Umsetzung werden wir behutsam vorgehen", kündigt Neiß an. Zunächst werde es bei Verstößen keine Strafen geben. Die Durchsetzung wird nicht Sache der Fahrer sein, sondern Aufgabe der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes Protec. Die Kosten stehen noch nicht genau fest, Neiß schätzt sie auf etwa 500 000 Euro im Jahr. Möglicherweise werde bei der Protec zusätzliches Personal eingestellt.

Neiß machte deutlich, dass es sich um ein Konsumverbot handelt. "Es wird in unseren Fahrzeugen keine Null-Promille-Regel geben. Wir sind schließlich auch dafür da, dass jemand, der Alkohol getrunken hat, das Auto stehen lassen kann."

Die Ergebnisse der Studie:

Die Marktforschung zum Alkoholverbot ist im Mai im Auftrag der Üstra vom hannoverschen Marktforschungsunternehmen Aserto durchgeführt worden. Hier eine Ergebnispräsentation, die uns beide zur Verfügung gestellt haben.

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