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Aus der Stadt Üstra muss auf 1,85 Millionen Euro verzichten
Hannover Aus der Stadt Üstra muss auf 1,85 Millionen Euro verzichten
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12:26 26.02.2018
Vor drei Jahren präsentierte die Üstra auf dem Opernplatz neue Hybridbusse.  Quelle: Michael Wallmueller
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Hannover

 Die Üstra muss ohne einen fest eingeplanten Zuschuss von 1,85 Millionen auskommen. Die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) hat dem Verkehrsunternehmen, das sich seit Wochen wegen Filz und Mauscheleien in den Schlagzeilen befindet, jetzt den endgültigen ablehnenden Bescheid zugestellt, bestätigte LNVG-Sprecher Rainer Peters auf Anfrage der HAZ. 

Die Üstra hatte den Kauf der Busse in Auftrag gegeben, bevor der Förderbescheid der LNVG vorlag. Das ist nach den geltenden Regeln nicht erlaubt, die LNVG wollte davon auch nicht abrücken. Mit einer Kulanzregelung für die Üstra hätten die LNVG für alle Verkehrsunternehmen in Niedersachsen einen Präzedenzfall geschaffen, meinte Rainer Peters.

Die Üstra bestätigte gestern zwar den Eingang des ablehnenden Förderbescheids, wollte das aber nicht kommentieren. Unternehmenssprecherin Katja Raddatz verwies auf die nächste Aufsichtsratssitzung, dort solle das Thema besprochen werden. Die elf neuen Hybridbusse sind inzwischen schon im Einsatz. 

Der fehlgelaufene Kauf ist einer der Gründe für die Kündigung der beiden ehemaligen Üstra-Vorstände André Neiß und Wilhelm Lindenberg. Sie werden vom Aufsichtsrat für den zu spät eingereichten Förderantrag verantwortlich gemacht. Unklar ist, welche Folgen die Ablehnung der LNVG für Lindenberg hat. Ihm hatte der Aufsichtsrat auf Druck der Arbeitnehmervertreter nach seiner fristlosen Kündigung die Zahlung von 200.000 Euro bis zum Ablauf seines regulären Vertrags Ende des Jahres zugestanden. Bei der Ablehnung des Förderbescheids sollte über Zahlungen an ehemalige Vorstände neu beraten werden. 

Von Mathias Klein

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