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Üstra muss grüne Bahnen länger nutzen

Vorerst kein Ersatz Üstra muss grüne Bahnen länger nutzen

Im Konflikt zwischen Region und Üstra um 24 zusätzliche Stadtbahnen scheinen die Würfel gefallen. Die Üstra muss zwei Dutzend der eigentlich zur Ausmusterung anstehenden grünen Bahnen aufmöbeln, statt wie von ihr gewünscht, neue zu kaufen. Das will der Aufsichtsrat am Freitag so beschließen.

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Der TW 6000 bleibt Hannover länger erhalten.

Quelle: Dröse

Hannover. Der Fall beschäftigt die Beteiligten seit Monaten. Dass bis 2021 die Fahrzeuge wegen steigender Fahrgastzahlen und neuer Strecken gebraucht werden, ist unstrittig. Die Üstra plädiert für den Neukauf von Stadtbahnen des Typs TW 3500. Die Bezeichnung stieß zunächst auf Verwirrung (manche glaubten an einen Druckfehler), ist aber korrekt: „Der Auftrag muss neu ausgeschrieben und in einem Wettbewerb vergeben werden“, erläutert die Region. Das Modell würde dem jüngsten Stadtbahnwagen der Üstra, dem TW 3000, zwar annähernd gleichen, aber eben nicht in allen Details.

Die Region wiederum sieht Risiken beim möglichen Kaufpreis und vor allem beim Bedienkonzept. Weil an einigen Strecken noch Hochbahnsteige fehlen, kann der nicht über Klapptrittstufen verfügende TW 3000 dort nicht eingesetzt werden. Üstra-Chef André Neiß hatte im HAZ-Interview gefordert, das Hochbahnsteig-Programm entsprechend zu ändern, dringt damit aber nun nicht durch. Die Region will, dass die 24 grünen Stadtbahnen noch eine Zusatzrunde drehen. Die Renovierung kostet pro Stück bis zu 800 000 Euro. Die Beschaffung von Nachfolgern für den Silberpfeil (TW 2000) soll etwas vorgezogen werden, steht aber trotzdem erst Mitte des kommenden Jahrzehnts an.

Die Auffassung der Region hat sich nun auch die Politik zu eigen gemacht, deren Vertreter im nicht öffentlich tagenden Aufsichtsrat auf der Arbeitgeberbank sitzen. SPD, CDU und Grüne tragen einen entsprechenden Antrag mit. "Für uns ist entscheidend, dass die Bahnen alle Stationen anfahren können. Mit einem TW 3000 ist das nicht gesichert", sagen übereinstimmend Silke Gardlo (SPD) und Immo Heinzel (Grüne). Heinzel ergänzte, bei der Renovierung der Bahnen müssten wegen des Gesundheitsschutzes auch die Fahrerkabinen neu ausgerüstet werden.

Weil die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sich nach Informationen der HAZ enthalten wollen, steht eine Mehrheit für die Regionsversion. Das hat dann zur Folge, dass sich die Regionspolitik offiziell gar nicht mehr mit dem Thema befassen wird. Im Verkehrsausschuss wird es keine Beschlussdrucksache geben, weil dafür die Grundlage entfällt.

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