Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Üstra muss videofreie Zonen einrichten
Hannover Aus der Stadt Üstra muss videofreie Zonen einrichten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:38 07.04.2013
Von Mathias Klein
Der Datenschutzbeauftragte des Landes Niedersachsen fordert von der Üstra, in den Stadtbahnen Zonen ohne Videoüberwachung einzurichten. Quelle: Christian Behrens
Hannover

Künftig soll es in allen Stadtbahnwagen mit Videoüberwachung speziell gekennzeichnete Plätze geben, die nicht von den Kameras erfasst würden, sagt Datenschutz-Referatsleiter Christian Lüttkau. Mit dem Unternehmen Regiobus sei das Thema schon gründlich besprochen worden. Seit Neuestem gebe es daher in jedem der videoüberwachten Regiobusse einen Bereich, der von Kameras nicht erfasst werde. Üblicherweise handele es sich dabei um rund zehn Sitzplätze in der Nähe des Fahrers. Dort könne der Fahrer dann im Notfall eingreifen.

Die Videoüberwachung in Bussen und Bahnen wurde zum Schutz von Fahrgästen und Fahrern eingeführt. Sie soll gewaltsamen Übergriffen vorbeugen und der Polizei bei der Aufklärung von Gewalttaten helfen.

Die Üstra hat nach Angaben von Sprecher Udo Iwannek erst vor dem Wochenende durch einen Telefonanruf von den Forderungen des Datenschutzbeauftragten erfahren. „Wir prüfen jetzt, ob wir das nicht schon längst erfüllen“, sagt Iwannek. Gespräche dazu aber habe es bisher nicht gegeben. Insgesamt hat die Üstra in 53 Stadtbahnwagen Überwachungskameras montiert. Die Aufzeichnungen werden nach 24 Stunden vernichtet - falls die Polizei in diesem Zeitraum keinen Bedarf anmeldet.

In den vergangenen Monaten haben Mitarbeiter des Datenschutzbeauftragten bereits mit der Üstra über die Kameras auf den Bahnsteigen verhandelt. Dabei sei es in einigen Fällen zur Demontage von Kameras oder der Veränderung des Schwenkbereichs gekommen, berichtet Lüttkau. Das sei immer dann gemacht worden, wenn die Kameras einen anderen Bereich erfassten als den, der für die Üstra von Interesse sein könnte.

Als Beispiel nennt der Datenschützer die Haltestelle Stadionbrücke. Dort hätten mit der Kamera auch Fußgänger auf dem Weg von und zur AWD-Arena und der Autoverkehr beobachtet werden können. Der Schwenkbereich wurde nach der Intervention so verändert, dass nur noch der Ein- und Ausstieg der Stadtbahnen beobachtet werden kann. „Die Polizei hatte dort durchaus ein Interesse, auf die Kamerabilder zurückzugreifen“, sagt er. Aber wenn sie das wolle, bräuchte man für diese Kameras eine andere Rechtsgrundlage.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Eigentlich hat Stefan Schostok, OB-Kandidat der SPD, mit dem Tanzen nie viel am Hut gehabt. "Als Jugendlicher habe ich lieber Fußball gespielt, als zum Tanzkurs zu gehen", sagt er. Aber was tut man nicht alles, um im Wahlkampf aufzufallen und sich von seiner lockeren Seite zu zeigen.

Andreas Schinkel 19.08.2013

Prominente Gäste im HCC, Gedränge in der City, eine Nullnummer in der AWD-Arena und das "Blaue Wunder" in Linden: Ein Rückblick auf das, was am Wochenende in Hannover los war.

07.04.2013

Rund 220.000 Besucher waren am zweiten verkaufsoffenen Sonntag des Jahres in der Innenstadt unterwegs - und wurden unter anderem mit russischem Konfekt belohnt.

07.04.2013