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Aus der Stadt Üstra präsentiert verbesserte Stadtbahn
Hannover Aus der Stadt Üstra präsentiert verbesserte Stadtbahn
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19:37 06.11.2012
Von Bernd Haase
Bereits vor einigen Monaten zeigte die Üstra eine erste Version des neuen „Silberpfeils". Bei der neuen Variante wurde noch einmal nachgebessert. Quelle: Herzog
Hannover

Voraussetzung ist, dass der Kauf vom Land finanziell gefördert wird. „Wir haben den Antrag gestellt“, sagte gestern Vorstandsmitglied Wilhelm Lindenberg. Weil keine Entwicklungskosten mehr anfallen, wäre die Kaufsumme für den zweiten Schwung der neuen Bahnen um mehr als zehn Millionen Euro niedriger als diejenige für den ersten, die 126 Millionen Euro beträgt.

Mittlerweile ist die Entwicklung für den TW 3000 beendet. Gegenüber dem ersten Entwurf sind auf Anregung der Behindertenverbände die Gänge im Innenraum so verbreitert worden, dass das Fahrzeuge auf gesamter Länge für Rollstühle passierbar ist. Außerdem werden die Wagen außen im Türbereich an den Haltestellen einen Ton abgeben, der Sehbehinderten die Orientierung erleichtert.

Die Frontpartie wurde leicht verändert, um das Sichtfeld für die Fahrer zu verbessern. Diese dürfen sich zudem über einen sogenannten Memory-Sitz freuen, der sich die individuellen Einstellungen jedes Benutzers merkt und sich automatisch anpasst. Wesentliche Gestaltungselemente wie das Design der Karosserie, das weltweit einmalige Lichtkonzept für den Innenraum mit je nach Stimmungslage wechselnden Farben – der Fachmann nennt das „farbliche Ambientebeleuchtung“ – sowie Ausgestaltung, Zahl und Sitzanordnung bleiben unverändert.

Von 2013 an sollen die alten grünen Stadtbahnen in Hannover ausgemustert werden. Vorstände und leitende Mitarbeiter der Üstra haben jetzt ein Modell besichtigt.

„Wir haben die Konstruktionsphase endgültig abgeschlossen, jetzt beginnt die Fertigung“, sagt der Üstra-Vorstandsvorsitzende André Neiß. Gebaut wird der TW 3000 an drei Standorten: Alstom in Salzgitter stellt Fahrgestelle und Räder her, Vossloh Kiepe in Düsseldorf liefert die elektronischen Komponenten und die Leipziger Firma Heiterblick die Karosserie. In der Sachsenmetropole werden die Wagen dann auch zusammengebaut und mit Tiefladern nach Hannover transportiert.

Der Zeitplan sieht vor, dass der erste neue Wagen Ende 2013 nach Hannover kommt und in den regulären Betrieb einschert. Die weiteren 49 Wagen der ersten Serie folgen dann nach und nach. Insgesamt will die Üstra mit den neuen Silberpfeilen bis Mitte der zwanziger Jahre ihre 146 grünen Fahrzeuge ersetzen, die in die Jahre gekommen und reparaturanfällig sind. Voraussetzung ist aber, dass das Land weiterhin wie bei der ersten Serie die Hälfte der Beschaffungskosten trägt.

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