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Üstra schasst ihren Stadtbahnchef

Unruhe im Unternehmen Üstra schasst ihren Stadtbahnchef

Was ist bei der Üstra los? Das Unternehmen hat seinen langjährigen Chef der Straßenbahnsparte beurlaubt, eine Rückkehr auf seinen Posten scheint ausgeschlossen. Erst einen Tag zuvor war bekannt geworden, dass die Üstra allen Mitarbeitern Erfolgsprämien ausgezahlt hatte, das aber gar nicht gedurft hätte.

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Ein Jahr später als geplant ging der TW 3000 in Betrieb. Projektverantwortlicher für das neue Stadtbahnmodell war Straßburger.

Quelle: Körner/Archiv

Hannover. Die Üstra hat den Leiter ihrer Stadtbahnsparte, Gunnar Straßburger, beurlaubt. Entsprechende Informationen der HAZ bestätigte Unternehmenssprecher Udo Iwannek, äußerte sich aber nicht zum Anlass. Dass Straßburger auf seinen Platz zurückkehrt, scheint ausgeschlossen. Straßburger war unter anderem Projektverantwortlicher für den TW 3000.

Straßburger führte die Abteilung seit Jahresbeginn 2004 und war unter anderem Projektverantwortlicher für das neue Stadtbahnmodell TW 3000. Dessen Inbetriebnahme in den Linienverkehr hatte sich wegen Pfuschs bei Schweißarbeiten an tragenden Teilen durch einen Subunternehmer um ein Jahr verzögert.

Die betroffenen Stahlelemente mussten nachgebessert werden. Diese Vorgänge seien aber nicht Anlass zu Straßburgers Beurlaubung gewesen, heißt es aus dem Unternehmen. Vielmehr sollen sich Mitarbeiter aus dem Fahrpersonal über den bei der Üstra traditionell immens einflussreichen Betriebsrat wegen zu hoher Belastung und zu enger Dienstpläne beschwert haben. Weil die Differenzen nicht ausgeräumt werden konnten, habe der Vorstand gehandelt.

Ärger um Bonuszahlungen

Erst am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Üstra allen Mitarbeitern 2015 Erfolgsprämien ausgezahlt hatte – 1,4 Millionen Euro für 1800 Mitarbeiter. Das Geld hätte nach Ansicht der Region Hannover im vergangenen Jahr aber nicht ausgezahlt werden dürfen, weil die Kundenzufriedenheit 2014 nicht hoch genug war. Daran war die Auszahlung der Prämie gekoppelt gewesen. Doch der Vorstand setzte sich offenbar über entsprechende Vertragsklauseln hinweg und zahlte trotzdem. 

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