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Kröpcke: "Alle Fahrgäste die Station verlassen"

Üstra testet Lautsprecher Kröpcke: "Alle Fahrgäste die Station verlassen"

Mit einer ungewöhnlichen Durchsage hat die Üstra am Mittwochmorgen ihre Lautsprecher am Kröpcke getestet. Aus den 235 Geräten ertönte die Durchsage "Alle Fahrgäste sollen die Station verlassen". Zwar wurden die Kunden vorab über den Probealarm informiert. Der Test sorgte aber dennoch für einige Verwirrung.

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Die Üstra testet die Lautsprecher am Kröpcke - mit einer Warndurchsage.

Quelle: Archiv

Hannover. Auf ihrer Facebookseite teilten die Verkehrsbetriebe bereits am Dienstag mit, was die Bahnkunden in der unterirdischen Station am Kröpcke am Mittwoch erwarten würde: ein Probealarm, der durch alle Lautsprecher der unterirdischen Station verkündet werden soll. Um Unsicherheiten oder gar eine möglicherweise aufkommende Panik schon im Vorfeld zu verhindern, hieß es: "Dies ist nur ein TEST - ihr könnt gern in der Station bleiben und die nächste Bahn nehmen".

In den ersten Reaktionen der Bahnkunden war bereits zu erkennen, dass die Aktion für einige Verwirrung sorgt. Ob man den Test der Lautsprecher nicht mit einer anderen Durchsage machen könne, heißt es da mehrfach. Schließlich sorge ein Alarm-Text sicherlich für Unruhe unter den Menschen. Antwort der Üstra: "Auch wir haben uns gefragt, ob der Test nicht mit einem anderen Text erfolgen kann. Jedoch muss dieser Funktionstest der Evakuierungsanlage gemäß der Vorschriften mit einer Evakuierungsansage erfolgen."

In der Tat muss die Üstra aufgrund einer amtlichen Vorschrift exakt diesen Wortlaut durch die Lautsprecher schicken, damit alles seine Ordnung hat. Das bestätigte Üstra-Sprecher Udo Iwannek auf Nachfrage. Diesen Test muss das Unternehmen sogar in einem Abstand von drei Monaten regelmäßig wiederholen. Bislang ging das Prozedere jedoch immer recht unbemerkt vonstatten. Diesmal hatte sich die Üstra jedoch entschlossen, bereits im Vorfeld offensiver damit umzugehen - aus Anlass der jüngsten Terroranschläge, etwa in Orlando. Damit die Fahrgäste den Test nicht für einen echten Alarm hielten, informierte das Unternehmen vor Ort über die Maßnahme: durch weitere Lautsprecherdurchsagen und durch Mitarbeiter der Üstra und des Sicherheitsdienstes Protec vor Ort. Nach Angeben der Üstra war der Test nach zehn Minuten beendet und verlief ohne besondere Zwischenfälle. 

Wenngleich die von einigen Kunden befürchtete Panik also ausblieb, hatte der Test zumindest im Vorfeld für Verwirrung gesorgt. Ein Facebook-Nutzer fasste die Situation am Dienstag in passenden Worten zusammen: "Eine Ansage 'Wir wünschen allen Fahrgästen Frohe Ostern' sollte für einen Test auch ausreichen und würde höchstens ein Lächeln anstatt Panik verursachen ;) Aber so sind sie halt, die Gesetze..."

mic

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