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Streit um Bau auf Vahrenwalder Depot

Üstra Streit um Bau auf Vahrenwalder Depot

Zwischen der Üstra und der rot-grünen Ratsmehrheit gibt es Zwist um das Baugebiet auf dem früheren Stadtbahndepot in Vahrenwald. Dabei geht es nicht um die Häuser an sich, sondern um die Frage, wer über die Bewohner entscheidet.

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Einigung in Sicht? Die Üstra will bauen – und die Stadt fordert Belegrechte.

Quelle: Archivfoto: Krajinoviç

Hannover. Die Politiker fordern wie zuletzt regelmäßig in derartigen Fällen einen Anteil von 20 Prozent mietgünstiger Wohnungen mit Belegungsrechten für die Stadt. Die Üstra hat damit Schwierigkeiten.

„Wir sind uns mit der SPD einig, dass wir die Quote so in den Bebauungsplan schreiben“, erklärt Michael Dette, Baupolitiker der Grünen. Nach Informationen der HAZ hat die Üstra zwischenzeitlich damit gedroht, in diesem Fall auf das Bauvorhaben zu verzichten. Auf Anfrage gibt sich Sprecher Udo Iwannek moderater: „Es gibt noch Gesprächsbedarf. Wir sind aber optimistisch, dass sich die Angelegenheit klären lässt.“

Das Wohngebiet soll Vahrenwalder Anger heißen. Die Fläche von 16 000 Quadratmetern wurde von der Üstra bis 2005 als Depot genutzt und liegt seitdem brach. Zuletzt war es dem Versorgungswerk des Verkehrsunternehmens zugeschlagen, das dort 140 Wohnungen in drei- bis fünfgeschossigen Flachdachhäusern errichten will. Die Stadt verspricht sich davon eine städtebauliche Aufwertung von Vahrenwald.

Dabei hat das Üstra-Versorgungswerk gar nicht vor, am Vahrenwalder Anger im Hochpreissegment zu agieren. „Wir streben sozialverträgliche Mieten an“, erklärt Iwannek. Es gibt aber ein strategisches Ziel. Die Üstra will die Wohnungen ihren Mitarbeitern reservieren, um so mehr Attraktivität als Arbeitgeber zu erlangen. Nur bei geringerer Nachfrage soll es auch auf den freien Markt gehen. SPD und Grüne dagegen sind willens, ein Belegungsrecht für die Stadt durchzusetzen, verbunden mit einer subventionierten Höchstmiete von 5,60 Euro.

In jedem Fall hat der Zwist, der in mehreren Verhandlungen nicht beigelegt werden konnte, schon zu einer Verzögerung des Wohnungsbaus geführt. Ursprünglich wollte man im Sommer mit Planung und Vergabe fertig sein und mit den Arbeiten beginnen. Da der Bebauungsplan noch nicht einmal im offiziellen Verfahren ist, lässt sich dieser Zeitplan nicht halten. Frühestmöglicher Start ist nun im Frühsommer 2017.

von Bernd Haase

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