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Üstra will Zonengrenzen reformieren
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Tarifsystem im GVH Üstra will Zonengrenzen reformieren

Entwirrung bei der üstra: Die Region will eine der größten Ungereimtheiten im Tarifsystem des öffentlichen Nahverkehrs beseitigen: die unterschiedlichen Zonen bei Monatskarten einerseits und Tages-, Sammel- und Einzelfahrscheinen andererseits.

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Welche Fahrkarte darf es sein? Die Region will die Verwirrung um Zonengrenzen beenden.

Quelle: Geoffrey May

Hannover. „Wir streben eine Harmonisierung an und haben dazu ein Gutachten in Auftrag gegeben“, sagt ein Regionssprecher. Den Nutzern von Bussen und Bahnen würde die Behörde damit einen Gefallen tun. Regelmäßig gehen bei der HAZ Beschwerden von Fahrgästen ein, die an Tarifzonengrenzen zur eigenen Überraschung zu Schwarzfahrern geworden sind.

Seit der letzten Tarifreform in den neunziger Jahren gelten für Tickets im Bereich des Großraum Verkehr Hannover (GVH) drei Tarifzonen; je eine für Stadt, Umland und Region. Der Fahrpreis bemisst sich an der Anzahl der Zonen, die jemand durchfährt. Auch der Preis für Monatskarten ist zonenabhängig, aber hier gibt es vier Bereiche, weil das Gebiet der Landeshauptstadt nocheinmal in eine Zone Hannover 1 und eine Zone Hannover 2 untergliedert wurde.

Für auswärtige Besucher oder Gelegenheitsfahrer ist es nicht immer einfach, sich in die Feinheiten einzuarbeiten. Beispiel Linie 9: Mit einem Tages- oder Einzelfahrschein für eine Zone darf man bis zur Endstation am Fasanenkrug fahren, mit der Monatskarte Hanover 1 aber nur bis zur Pelikanstraße. „Beim Kauf einer Monatskarte wird man hier nicht aufgeklärt“, sagt ein Hannoveraner, der nach eigenen Angaben mehrfach beobachtet hat, wie Kontrolleure hinter der Station Pelikanstraße überraschten Fahrgästen, die sich im Besitz eines gültigen Fahrscheins wähnten, ein Schwarzfahrerknöllchen verpassten.

Auch die Hannoveranerin Brigitte van Hoorn musste zahlen, und auch sie wünscht sich bessere Informationspolitik: „In den Stadtbahnen müssten rechtzeitig Durchsagen gemacht werden, bevor eine Tarifgrenze überfahren wird. Dann kann man noch aussteigen und am Automaten nachlösen“, sagt sie.

Frau van Hoorn wie auch ihr Leidensgenosse von der Linie 9 glauben, dass gezielt an Tarifgrenzen kontrolliert wird. „Ich halte das für Wegelagerei.“ Die Üstra weist das zurück. „Wir kontrollieren gleichmäßig auf der gesamten Strecke“, betont Unternehmenssprecher Udo Iwannek. An Durchsagen sei nicht gedacht, weil sich Fahrgäste davon belästigt fühlen könnten.

Es wäre etwas gewonnen, wenn für alle Fahrscheinarten gleiche Zonensysteme gelten würden. Das ginge, indem bei Monatskarten die Zone Hannover 2 entfallen und der Preis für die derzeitige Zone Hannover 1 leicht angehoben würde. Gutachter sollen im Auftrag der Region herausfinden, welche Auswirkungen eine entsprechende Reform auf die Einnahmen der Verkehrsunternehmen hätte. Weil dies und die nötigen Beschlüsse Zeit erfordern, könnte eine Änderung erst Ende 2013 in Kraft treten.

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