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Bußgelder

Üstra will mehr Geld von Schwarzfahrern

Die Üstra spricht sich dafür aus, die Bußgelder für ertappte Schwarzfahrer in Bussen und Bahnen von 40 Euro auf 60 Euro zu erhöhen. Wiederholungstäter sollen sogar 120 Euro zahlen.

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Quelle: Decker

Hannover. Das hannoversche Verkehrsunternehmen folgt damit einem Vorschlag des Dachverbandes der Branche, des VDV. Um den Plan durchzubringen, müsste der Verband aber das Bundesverkehrsministerium überzeugen, das die Bußen für Schwarzfahrer bundesweit einheitlich regelt.

Bei der Üstra rennt der VDV offene Türen ein. „Das Bußgeld ist seit vielen Jahren nicht angehoben worden und hat seinen Abschreckungseffekt verloren“, sagt Unternehmenssprecher Udo Iwannek. Deshalb seien vor allem die 120 Euro, die Wiederholungstäter zahlen müssten, eine angebrachte Forderung. Iwannek verwies auf einen Typ Schwarzfahrer, der eine Kosten-Nutzen-Kalkulation anstellt: „Er rechnet sich aus, wie oft er für das gleiche Geld, das ein Knöllchen kostet, ohne Fahrschein fahren kann.“ Vielen, die mehrfach erwischt würden, sei daher Vorsatz zu unterstellen.

Die Üstra gilt als eines der Verkehrsunternehmen, die bundesweit die umfangreichsten Schwarzfahrerkontrollen durchführen. Sie hatte allerdings stets betont, dass es ihr dabei nicht um Einnahmeverbesserungen geht, sondern um Abschreckung. Aus diesem Grund zeigt sie Wiederholungstäter an. Als Beleg für die Richtigkeit dieser Strategie wertet es die Üstra, dass die Zahl der ertappten Schwarzfahrer rückläufig ist. Im vergangenen Jahr haben die Kontrolleure 64 000 Fahrgäste ohne Fahrschein ertappt. Ein Jahr zuvor waren es noch 74 000, Mitte des vergangenen Jahrzehnts lag die Zahl sogar einige Male bei 90 000. Das Verhältnis von Schwarzfahrern zu überprüften Fahrgästen, die Quote also, liegt für die Üstra bei 1,81 Prozent. Das ist ebenfalls weniger als in den Jahren zuvor und liegt unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Wenn der VDV mit seinen Vorschlägen auf Resonanz stößt, müssten auch Fahrgäste in der S-Bahn Hannover und in Regionalzügen höhere Bußgelder zahlen, wenn sie keinen gültigen Fahrschein vorweisen. Wie die Bahn das findet, kann man nur raten: „Wir geben keine Stellungnahme ab“, teilt der im Bundesbesitz befindliche Konzern mit. Bei der RegioBus geht die Schwarzfahrerquote nach Unternehmensangaben gegen Null, weil die Fahrer beim Einstieg kontrollieren.

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