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Aus der Stadt Studenten ziehen in Lindener Uhlhorn-Kirche
Hannover Aus der Stadt Studenten ziehen in Lindener Uhlhorn-Kirche
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00:15 07.03.2016
Von Conrad von Meding
Markantes Dach: Die Uhlhorn-Kirche, gesehen vom Schnellweg Bremer Damm. Quelle: Marcel Schwarzenberger
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Hannover

Die Kirchengemeinde Linden-Nord und die Käufer, die hannoverschen Projektentwickler Dirk Felsmann und Gert Meinhof, bestätigten gestern, dass sie sich handelseinig sind und die Pläne mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt sind. Nun folgen weitere Abstimmungen etwa mit den Baubehörden, auch der Bebauungsplan muss noch geändert werden.

Das 1963 errichtete Gebäude prägt mit seinem steilen Kupfer-Walmdach und dem freistehenden, schlanken Beton-Glockenturm die Ansicht des Stadtteils von Nordwesten. Von innen verfügt der Sakralbau über ein großzügiges Kirchenschiff. Die architektonische Qualität aber erschwerte die Nachnutzung. Seit drei Jahren gibt es immer wieder wechselnde Interessenten. Unter anderem wollte ein Inklusionsprojekt einziehen, auch die Pläne für ein Kinderzirkushaus waren schon weit gediehen.Am Ende aber wurde die Gemeinde nie handelseinig. Jetzt zeigte sich die Gemeinde „erleichtert, dass ein Schlussstrich unter das langwierige Verfahren gezogen“ werde. Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart, es soll sich um einen mittleren sechsstelligen Betrag handeln.

Felsmann hatte zunächst auch ein gemischtes Wohnprojekt geplant, jetzt aber wird es doch ein reines Studentengebäude. Über die nahe Leinebrücke lässt sich die Universität in einem Kilometer Entfernung erreichen. Um die energetischen und die Denkmalsanforderungen zu vereinen, solle es eine Haus-in-Haus-Lösung geben. Der Plan sieht vor, Wohnraum für insgesamt 40 Studierende zu schaffen. Dabei gibt es neun Einzelappartments, die dank Wohnraumförderung über gedeckelte Mietobergrenzen verfügen sollen, und zwei Wohngemeinschaften mit Einzelzimmern und Gemeinschaftsküchen. Der ehemalige Kirchsaal soll weiterhin der Begegnung dienen, er wird als Gemeinschaftsraum gestaltet. Die fusionierte Gemeinde Linden-Nord hatte ihn zuletzt für Kunstausstellungen genutzt.

Die Projektentwickler Felsmann/Meinhof haben mit ihrer Firma GES auch das Gebäude der Athanasiuskirche in der Südstadt erworben und bauen es zum Kulturzentrum mit Wohnungen um. Zusätzlicher Wohnraum entsteht auch auf dem Areal der Gustav-Brand´schen Stiftung im Stadtteil Bult, das von GES erworben wurde: Der Altenwohnanlage fehlte das Geld für Sanierungen, jetzt entstehen auf dem Grundstück ein neues Wohnheim für Senioren und Familienwohnungen, der Altbau soll später ebenfalls zum Studentenwohnheim umfunktioniert werden. Meinhof ist Architekt, von ihm stammt unter anderem der Umbau des Ahrbergviertels in Linden-Süd.Felsmann war unter anderem Wirtschaftsförderer der Stadt und bei verschiedenen Projektentwicklern tätig.

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